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Spielwaren bescheren Online- und Versandhandel ein starkes Vorweihnachtsgeschäft

Mit einem Umsatzwachstum von 9,1 Prozent in den Kassen haben die Online- und Versandhändler in diesem Jahr den Endspurt ins Weihnachtsgeschäft angetreten. Besonders gefragt waren im vierten Quartal bis dahin Spielzeug für jedes Alter.

Gellinger / Pixabay.com

Mit einem Umsatzwachstum von 9,1 Prozent in den Kassen haben die Online- und Versandhändler in diesem Jahr den Endspurt ins Weihnachtsgeschäft angetreten. Besonders gefragt waren im vierten Quartal bis dahin Spielzeug für jedes Alter.

Während die einen die vorweihnachtliche Paketflut beklagen, freut sich die E-Commerce-Branche über ein gutes Geschäft noch vor der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts. Mit einem Wachstum von jeweils mehr als 25 Prozent auf den entsprechenden bereits starken Vorjahreszeitraum haben die Warengruppen Computer, Unterhaltungselektronik und Spielwaren das Weihnachtsgeschäft der Onlinehändler in Deutschland seit Oktober beflügelt. Das zeigen die Ergebnisse der großen Verbraucherbefragung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) für die ersten neun Wochen des 4. Quartals 2017.

Der Interaktive Handel erzielte in den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2017 einen Gesamtumsatz mit Waren von 12,6 Milliarden Euro. (Diese Umsatzzahl und alle folgenden verstehen sich inklusive Umsatzsteuer.) Das entspricht einem Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des E-Commerce (Online- und Versandhandel) liegt bei 11,9 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum 2016 betrug er 10,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 94,5 Prozent am gesamten Interaktiven Handel. Demnach werden bis jetzt im 4. Quartal über den klassischen Versandhandel (Katalogversand etc.) 5,5 Prozent der Gesamtumsätze erzielt.

Der Umsatz mit digitalen Dienstleistungen liegt nach den ersten neun Wochen des 4. Quartals bei 2,9 Milliarden inklusive Umsatzsteuer, dies entspricht einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Branchenverband sieht Entzerrung der Haupteinkaufszeit zu Weihnachten

„Weihnachtszeit ist Päckchenzeit – traditionell, aber dank E-Commerce stärker denn je. Das überrascht nicht. Unsere Zahlen zeigen aber, dass sich seit einigen Jahren das eigentliche Weihnachtsgeschäft im Netz etwas entzerrt. Viele Sonderaktionen der Onlinehändler sorgen vermehrt dafür, dass Verbraucher schon Anfang November typische Weihnachtseinkäufe vorziehen“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Einzelne Warengruppen

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ („Do it yourself/“DIY, Spielwaren, Hobby/Freizeitartikel) mit einem Umsatzplus von 15,5 Prozent im Online-Handel gegenüber den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2016 (jeweils inkl. USt.): Insgesamt wurden im Onlinehandel im Bereich Freizeit bisher im 4. Quartal 1,4 Milliarden Euro umgesetzt (erste neun Wochen des 4. Quartals 2016: 1,2 Milliarden Euro). Spielwaren leisteten mit 263 Millionen Euro und einem Zuwachs von 25,9 Prozent dabei einen wesentlichen Beitrag (erste neun Wochen des 4. Quartals 2016: 209 Millionen Euro)

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Computer/Zubehör, Elektronikartikel/Telekommunikation) mit einem Umsatzplus von 14,9 Prozent im Online-Handel gegenüber den ersten 9 Wochen des 4. Quartals 2016 (jeweils inkl. USt.): Insgesamt wurden im Onlinehandel im Bereich Unterhaltung bisher im 4. Quartal 4 Milliarden Euro umgesetzt (erste neun Wochen des 4. Quartals 2016: 3,5 Milliarden Euro). Computer/Zubehör (Q4/17: 915 Millionen Euro; Q4/2016: 728 Millionen Euro) und Elektronik/Telekommunikation (Q4/17: 1,9 Milliarden Euro; Q4/2016: 1,6 Milliarden Euro) trugen mit einem Wachstum von 25,6 bzw. 17,9 Prozent im Wesentlichen zum Umsatzanstieg bei.

Gesamtwachstum von 8 Prozent für 2017 erwartet

Die Branche setzte im Jahr 2016 im Privatkundengeschäft allein mit Waren rund 57,1 Milliarden Euro um. Der Online-Handel mit Waren hatte daran einen Anteil von über 90 Prozent. Der bevh erwartet in diesem Jahr für den Interaktiven Handel insgesamt ein Wachstum von 8 Prozent auf etwa 61,7 Milliarden Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der bevh erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Milliarden Euro.

 

Bildquellen

  • christmas_2975398_1280: Gellinger / Pixabay.com
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