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Großprojekt Fehmarnbelt-Tunnel nimmt eine Hürde

Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland kommt näher. Die Planungsgesellschaft Femern A/S hat am 30. Mai 2016 die Hauptverträge für den Bau des Tunnels unterzeichnet. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz betont die Bedeutung des Infrastrukturprojekts für die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen.

Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland kommt näher. Die Planungsgesellschaft Femern A/S hat am 30. Mai 2016 die Hauptverträge für den Bau des Tunnels unterzeichnet. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz betont die Bedeutung des Infrastrukturprojekts für die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen.

Der 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll die Städte Puttgarden (Ostholstein) und Rødbyhavn (Lolland) miteinander verbinden und die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen zusammenwachsen lassen. Die Planungsgesellschaft Femern A/S hat bekanntgegeben, dass sie die vier Hauptbauverträge im Wert von 4 Milliarden Euro mit den für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels ausgewählten internationalen Konsortien und der dänischen Regierung abgeschlossen hat.

Olaf Scholz: „Fehmarnbelt-Tunnel ist ein Projekt von europäischer Reichweite.“

Auf dem Sommerempfang des Dänischen Botschafters am 1. Juni 2016 in Berlin äußerte sich Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, der auch die Schirmherrschaft für die diesjährigen Fehmarnbelt Days 2016 in Hamburg übernommen hat, zur Bedeutung der festen Querung des Fehmarnbelts für die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen.

Scholz hob hervor, wie wichtig ein guter Ausbau der Infrastruktur zu Skandinavien gerade für die Entwicklung der Wirtschaft und den Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen in der Metropolregion Hamburg sei. „Hamburg ist die Drehschreibe für Nordeuropa. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird uns dabei helfen, diese Aufgabe noch einmal besser zu erfüllen. Schon die nächste Generation kann in Schleswig-Holstein wohnen und in Kopenhagen arbeiten.“

Durch die feste Fehmarnbelt-Querung steigt laut Scholz auch die Bedeutung beider Metropolregionen in Europa weiter: „Zusammen mit der Landverbindung über den Öresund nach Schweden wird die Metropolregion Hamburg so an die Öresund-Metropolregion angeschlossen. Als gut vernetzte Metropolen können wir noch besser für die Anliegen der Nord- und Ostseeregion werben. Das Selbstbewusstsein und die Stärke dieser Region, mit ihren bald 10 Millionen Einwohnern, kann auch Europa kräftigen.“

Weitere Hürden sind zu überwinden

Der Fehmarnbelt-Tunnel wird der Planungsagesellschaft zufolge von drei Konsortien aus fünf europäischen Staaten gebaut. Zu den beteiligten deutschen Unternehmen zählen Ed Züblin, Hochtief, Max Bögl und Wayss&Freytag. Weitere Unternehmen kommen aus Belgien, Dänemark, Frankreich und den Niederlanden.

Doch der Baubeginn ist derzeit noch nicht klar. Das Vorliegen eines deutschen Planfeststellungsbeschlusses sei eine Bedingung für den Baustart, sagte Claus F. Baunkjær, Vorstandsvorsitzender und CEO von Femern A/S. Das Unternehmen werde sich nun auf das deutsche Planfeststellungsverfahren konzentrieren.

In Deutschland wehren sich Umweltschützer seit Jahren gegen das Projekt. So fordert etwa der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Pläne für die feste Fehmarnbeltquerung zu begraben. Angesichts ökologischer Risiken und unverhältnismäßiger Gesamtprojektkosten von rund zwölf Milliarden Euro inklusive der Hinterlandanbindungen auf beiden Seiten des Fehmarnbeltes bleibe das Projekt überflüssig. Anstelle der „teuren und ökologisch hoch problematischen Fehmarnbeltquerung“ befürwortet der NABU den Jütland-Korridor auszubauen – die Verbindung von Hamburg über Flensburg und die Storebelt-Brücke. So ließen sich Kosten sparen und große Schäden für Natur und Umwelt vermeiden.

Einige der Baukonsortien ohne zugewiesene Bauaufträge haben Beschwerden gegen das Ausschreibungsverfahren bei den dänischen Behörden (Klagenævnet for Udbud) eingereicht. Die Beschwerden werden von den dänischen Behörden geprüft.

 

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