Connect with us

Hi, what are you looking for?

Marketing-News

Lockerung des Google-Markenschutzes treibt Klickpreise hoch

Eine Analyse von 500 Adwords-Kampagnen zeigt: Der CPC von Brand-Keywords steigt um mehr als 20 Prozent. Folge: Die Gesamtperformance des Adwords-Accounts sinkt. intelliAd gibt fünf Handlungsempfehlungen.

Eine Analyse von 500 Adwords-Kampagnen zeigt: Der CPC von Brand-Keywords steigt um mehr als 20 Prozent. Folge: Die Gesamtperformance des Adwords-Accounts sinkt. intelliAd gibt fünf Handlungsempfehlungen.

Eine Analyse von 500 Adwords-Kampagnen zeigt: Der CPC von Brand-Keywords steigt um mehr als 20 Prozent. Folge: Die Gesamtperformance des Adwords-Accounts sinkt. intelliAd gibt fünf Handlungsempfehlungen.

Seit dem 14. September ist das Buchen fremder Markennamen als Keyword für Adwords-Werbeanzeigen auch in Deutschland offiziell von Google freigegeben. Seitdem hat sich der Cost-per-Click (CPC) von Brand-Keywords sukzessiv um 20 bis 25 Prozent erhöht und lag teilweise sogar ein Drittel über den Normalwerten. Das berichtet die intelliAd Media GmbH, Anbieter einer Software zur Optimierung aller Online-Kanäle, nach einer umfassenden Auswertung von 500 Brand-Kampagnen in Google Adwords.

Das Brand-Bidding, also das Werben mit geschützten Wortmarken im Suchmaschinenmarketing, wirkt sich besonders auf Unternehmen aus, die einen Großteil ihrer Conversions über die Brand generieren: Der CPC-Anstieg auf den Brand-Keywords kann hier schnell zu einer Erhöhung des Gesamt-CPOs von 10 Prozent und mehr führen, so dass sich die Performance des ganzen Adwords-Accounts deutlich ver schlechtert.

Die Analyse zeigt weiterhin, dass die durchschnittliche Position der Brand-Anzeigen weitestgehend unverändert blieb. Jedoch hat sich die Click-Through-Rate (CTR) im selben Maß verschlechtert, wie der CPC gestiegen ist. Den Abfall der CTR begründet Tobias Kiessling, CTO bei intelliAd, mit dem verschärften Wettbewerb auf den Marken-Keywords: „Durch die größere Auswahl an Anzeigen sinkt die Klickrate und entsprechend steigt der CPC.“

Welchen Effekt der Wegfall des Google-Markenschutzes haben wird, galt im Vorfeld in der Branche als umstritten. „Auch wir hätten nicht mit diesem großen und unmittelbaren Effekt gerechnet“, kommentiert Kiessling. „Nun gilt es, schnell zu reagieren und die eigene Marke in Adwords optimal zu platzieren.“

intelliAd gibt folgende Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen am besten verfahren:

  1. Performance der Brand-Keywords im Auge behalten. Messen Sie zunächst, wie stark das eigene Konto von dem Effekt betroffen ist. Betrachten Sie dabei nicht pauschal die Adwords-Performance über alle Kampagnen, sondern trennen Sie die Kennzahlen wie CPC, CPO und ROI in Brand- und Nicht-Brand-Performance.
  2. Feststellen, wer auf die eigene Marke bietet und wie. Prüfen Sie genau, wer auf Ihre Markennamen bietet und vor allem, wie dies erfolgt. Im Rahmen der sogenannten „Zuordnungsverwirrung“ ist es weiterhin untersagt, fremde Markennamen zu verwenden, wenn nicht deutlich wird, dass die beworbenen Angebote nicht dem Markeninhaber, sondern einem Dritten gehört. Prüfen Sie auch das Verhalten und die Performance Ihrer Affiliates in Bezug auf Brand-Bidding. 
  3. Die eigene Marke stärke. Verwenden Sie in Anzeigentexten vermehrt den eigenen Markennamen und heben Sie die Authentizität hervor, beispielsweise durch Zusätze wie „Original“. Denn Wettbewerber können dies im Fall einer „Zuordnungsverwirrung“ nur eingeschränkt bis gar nicht tun. Die Aufmerksamkeit können Sie zusätzlich durch den Einsatz von Sitelinks steigern.
  4. SEO und SEM parallel optimieren. Auch wenn Sie in der organischen Suche bei Google sehr weit oben positioniert sind, sollten Sie nicht auf SEM-Anzeigen für die eigene Marke verzichten. Ansonsten würden Sie wertvolle Klicks verlieren, die auch nach der Lockerung des Markenschutzes weiterhin verhältnismäßig günstig sind.
  5. Retailer sollten Reichweitenzuwächse realisiere. Im Gegensatz zu den Markeninhabern profitieren Retailer von der Lockerung des Markenschutzes: Sie dürfen nun auch Keywords mit Marken aus ihrer Produktpalette, wie etwa „Samsung Fernseher“, direkt buchen und können so zusätzlichen, guten Traffic einkaufen. Denn in der Regel konvertieren User, die über ein Brand-Keyword kommen, überdurchschnittlich gut.

 

intelliAd Media GmbH

Anzeige

Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

Anzeige

Weitere Beiträge

Buchtipp

Als soziale Wesen sind wir Menschen Teil von vielen Gemeinschaften, auch wenn wir uns dessen vielleicht nicht immer bewusst sind. Wie viele andere Personen...

KFZ & Co.

Ford setzt künftig auf Googles Android und stellt eigenes Infotainment-System Sync ein.

Aktuell

Für viele Tourismus- und Freizeitunternehmen in Hamburg ist der Neustart nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen schwierig. Der Tourismusverband Hamburg plädiert dafür, Anreize für Hamburgerinnen...

Aktuell

Ob Firmennamen, Produktmarken oder digitale Services – es gibt kaum eine Branche, in der man nicht auf Markennamen made in Düsseldorf stößt. Rund 2.000...

Aktuell

Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien fördert mit insgesamt 500.000 Euro nicht-kommerzielle Projekte aus allen Bereichen der freischaffenden Kunst- und Kulturszene. Die Projektanträge...

Unternehmen

Die Naturkosmetik-Marke „Stop the Water while using me!“ mit Sitz in der Hamburger Speicherstadt gehört jetzt zum Nivea-Hersteller Beiersdorf.

E-Commerce

Wenn sich Vordenker bei einer Fachkonferenz in Atlanta, Georgia, treffen, um über Gesetzmäßigkeiten des Online-Handels zu sprechen, sind diese Erkenntnisse auch für deutsche Unternehmen...

Aktuell

Konsumenten von Modeartikel interessierten sich in dem zu Ende gehenden Jahr so stark wie nie zuvor für Nachhaltigkeit und Resale. Das ist eines der...

Anzeige