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Einfache Hygieneregeln schützen vor unerwünschten Erregern

In den Sommermonaten wird allerorts gegrillt. Egal ob Fleisch, Würstchen oder Gemüse – eigentlich findet jeder etwas Leckeres beim Grillen. Doch damit aus der Freude am Essen nicht Ärger mit möglicherweise resistenten Keimen wird, sollten einfache Zubereitungs- und Hygieneregeln beachtet werden.

In den Sommermonaten wird allerorts gegrillt. Egal ob Fleisch, Würstchen oder Gemüse – eigentlich findet jeder etwas Leckeres beim Grillen. Doch damit aus der Freude am Essen nicht Ärger mit möglicherweise resistenten Keimen wird, sollten einfache Zubereitungs- und Hygieneregeln beachtet werden.

 Frisches, gewürztes oder auch mariniertes Fleisch kann durch die Verarbeitung mit Keimen verunreinigt werden, die besondere Resistenzen entwickeln und im schlimmsten Fall zu Antibiotikaresistenzen führen können. Deshalb sollte das Fleisch auch beim Grillen gut erhitzt und insbesondere Geflügelfleisch an allen Stellen durchgegart werden, so dass die Erreger abgetötet werden. Gerade bei der Verwendung von Campingkochern sollten Grillfreunde darauf achten, dass auch dickere Teile des Fleisches gut durcherhitzt sind.

Um die Übertragung eventuell vorhandener Keime auf andere Lebensmittel, die nicht gegrillt werden – wie Brot, Salate, Soßen – zu verhindern, sollte insbesondere rohes Fleisch nicht mit diesen in Kontakt kommen. Einfache Abhilfe schafft beispielsweise das Anrichten auf getrennten Tellern. Ebenso sollten nicht dieselben Grillwerkzeuge oder Bestecke zur Zubereitung verwendet werden oder diese nach der Verarbeitung eines Lebensmittels gründlich gereinigt werden. Empfehlenswert sind auch verschiedene Grillzangen für rohes und gegrilltes Fleisch. Gemüse, Salate und Obst sollten vor dem Essen gründlich mit Trinkwasser gewaschen bzw. geschält werden.

Nachweis von Keimen und Bakterien in Lebensmitteln

Auch in Hamburg werden immer wieder Keime oder Bakterien in Lebensmitteln nachgewiesen. 2014 wurden beispielsweise in 12 von 22 Hähnchenfleischproben „ESBL-Bildner“ gefunden, also Keime, die Resistenzen entwickeln können, so die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV).

Da aus dem Nachweis der ESBL-Bildner in Lebensmitteln bisher aufgrund mangelnder Gesetze nicht zwangsläufig strenge verwaltungsrechtliche Maßnahmen folgen können, wie beispielsweise umfassende Verkaufsverbote, hat die BGV eigenen Angaben zufolge den Bund um Regelungen gebeten. Ebenso sei eine aktuelle Risikobewertung hinsichtlich der Keimbelastungen bei Lebensmitteln eingefordert worden.

Darüber hinaus sei auf Bestreben Hamburgs mit allen Ländern abgestimmt, dass ein Untersuchungsamt bei einem Keim-Nachweis die Überwachungsbehörden besonders darauf hinweist und dass auch die Lebensmittelunternehmen unterrichtet werden. Des Weiteren wurde der Bund gebeten, die Problematik auch auf EU-Ebene anzusprechen.

Aus Sicht der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) sind die Hamburger Ansätze zur Senkung von potentiellen Krankheitserregern im Fleisch erste wichtige Schritte. Silke Schwartau, Lebensmittelexpertin der VZHH: „Da diese Keime in mehr als der Hälfte der Geflügelfleischproben nachgewiesen wurden, sind im schlimmsten Fall die Verbraucher wegen Hygienemängeln bei der Schlachtung Gesundheitsrisiken ausgesetzt.“

 

Bildquellen

  • 433837_web_r_k_by_katja_hinsenbrock_pixeliode: Katja Hinsenbrock / Pixelio.de
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