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Besorgter Blick auf das Türkei-Geschäft – weniger Investitionen geplant

In einer Sonderumfrage der Handelskammer Hamburg gab mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zur Türkei an, dass sie ihre Aktivitäten erst einmal zurückstellen wollen.

In einer Sonderumfrage der Handelskammer Hamburg gab mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zur Türkei an, dass sie ihre Aktivitäten erst einmal zurückstellen wollen.

Wer hoffte, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei stärker sind als die politischen Spannungen, muss inzwischen feststellen: Die Auswirkungen des Konflikts zwischen den Ländern schlagen deutlich auf den Handel durch, auch in Hamburg.

60 Prozent der Hamburger Unternehmen mit Türkei-Verbindungen gingen laut Mitteilung der Handelskammer Hamburg (20. August 2017) davon aus, dass sich die Geschäftssituation in den kommenden sechs Monaten verschlechtere. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) plane sogar, die Aktivitäten mit der Türkei zurückzufahren.

2016 nahm die Türkei Platz 12 unter den wichtigsten Außenhandelspartnern der Hansestadt ein. Gut 500 Hamburger Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen in die Türkei. Hinzu kommen 2.109 von türkischen Staatsbürgern geführte Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Wichtigste Hamburger Exportprodukte in die Türkei sind Fahrzeugteile und Maschinen, aus der Türkei nach Hamburg eingeführt werden vor allem Textilien und Nahrungsmittel.

Ab Februar 2017 Einbruch beim Export

Jedoch: Die Entwicklung der Handelszahlen zwischen Hamburg und der Türkei biete wenig Anlass zu Optimismus, so die Kammer.

Ab Februar dieses Jahres brach der Türkei-Export drastisch ein. Und zwar von Februar 2017 bis Mai 2017 um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren hingegen blieben weitgehend konstant.

Zwar hat die Mehrheit (62 Prozent) der befragten Firmen noch keine negativen Auswirkungen auf ihr Türkei-Geschäft wahrgenommen, und zumeist wird die aktuelle Lage neutral eingeschätzt. Beim Blick auf das kommende halbe Jahr ist die Einschätzung jedoch überwiegend negativ. Nur knapp ein Zehntel der befragten Unternehmen geht in dieser Zeit laut Auswertung der Umfrage von einer positiven Geschäftslage aus.

Vor allem kleinere und mittlere Firmen sind besorgt

„Mit 80 Millionen Einwohnern, einer sehr jungen Bevölkerung, interessanten Investitionsprojekten und vor allem wegen der engen Verbindungen zwischen den Menschen ist die Türkei ein für die Hamburger Wirtschaft sehr interessanter Markt. Derzeit machen sich aber gerade die kleinen und mittelgroßen hiesigen Firmen Sorgen um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in der Türkei und stellen Investitionspläne erst einmal zurück“, sagt Corinna Nienstedt, Leiterin des Geschäftsbereichs International der Handelskammer.

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