Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Karstadt: Highstreet-Gläubigergruppe will über neuen Käufer entscheiden

Mehrfach wurde der Tag X bereits verschoben – nun soll das Ringen um die Zukunft von Karstadt Anfang September in die letzte Runde gehen. Dann wollen sich die Gläubiger einer Anleihe des Karstadt-Vermieterkonsortiums Highstreet treffen, um unter anderem, sozusagen als Vorratsbeschluss, über einen Übernahmeplan eines anderen Käufers zu entscheiden, für den Fall, dass das Angebot des Investors Nicolas Berggruen nicht rechtswirksam werden sollte.

Wikimedia Commons/ GNU-Lizenz f�r freie Dokumentation/ Version 1.2/ Urheber: Kungfuman

Mehrfach wurde der Tag X bereits verschoben – nun soll das Ringen um die Zukunft von Karstadt Anfang September in die letzte Runde gehen. Dann wollen sich die Gläubiger einer Anleihe des Karstadt-Vermieterkonsortiums Highstreet treffen, um unter anderem, sozusagen als Vorratsbeschluss, über einen Übernahmeplan eines anderen Käufers zu entscheiden, für den Fall, dass das Angebot des Investors Nicolas Berggruen nicht rechtswirksam werden sollte.

Dies geht aus einer Highstreet-Mitteilung an die Gläubiger hervor, in die die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswire Einblick hatte. Erst in der vergangenen Woche hatte sich der italienische Kaufhausbetreiber Maurizio Borletti mit einem eigenen Gebot für die insolvente Warenhauskette ins Spiel gebracht. Sowohl Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg als auch die Gläubigverversammlung der ehemaligen Arcandor-Tochter hatten der Offerte jedoch eine Absage erteilt. Da Borletti selbst Mitglied im Highstreet-Konsortium ist, gilt es als Wahrscheinlich, dass die für Anfang September anberaumte Gläubigerversammlung vor allem über sein Angebot beraten will.

Das Treffen wurde dabei nicht umsonst auf diesen Termin gelegt. Es findet kurz vor dem Fristablauf für den Karstadt-Verkauf statt, den das Amtsgericht Essen erst am vergangenen Dienstag auf den 3. September vertagt hat. Das Gericht will dann den Insolvenzplan bestätigen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein gültiger Kaufvertrag – dieser wiederum ist an eine Einigung zwischen Karstadt-Investor Berggruen und Highstreet über die künftige Höhe der Warenhausmieten geknüpft. Scheitert der Verkauf, droht Karstadt die Zerschlagung. Etwa 25.000 Stellen wären in Deutschland dann gefährdet.

 

Anzeige

Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

Anzeige

Weitere Beiträge

Leben

„Ahoi Again!“, heißt es aus der Elbmetropole. Seit einigen Wochen können die Hamburger Hotels, Freizeitbetriebe sowie Restaurants und Cafés wieder Gäste begrüßen. Zeit für...

Aktuell

Hafen Hamburg – Stundung von Mieten und Entgelten für Hafenwirtschaft. Wirtschafts- und Finanzsenator setzen sich für den Hafen und für Hamburg ein.

Interviews

Mit bundesweit 19.005 Unternehmen ist die Anzahl der gemeldeten Insolvenzen im letzten Jahr zum neunten Mal in Folge gesunken. Das ergab die Auswertung einer...

News

19.005 Unternehmen meldeten 2019 in Deutschland Insolvenz an – ein neuer Tiefstand seit 1994. Die meisten Firmenpleiten gab es in Berlin. Den stärksten Anstieg...

Aktuell

Die Beschäftigung im deutschen IT-Mittelstand steigt auf 495.000. Hingegen sinken die Umsätze sinken leicht auf 73 Milliarden Euro.

Lokale Wirtschaft

Im Mittelpunkt der Hamburger Wirtschaftsförderung standen im letzten Jahr Unternehmen mit dem Schwerpunkt wissens- und technologieorientierter Wertschöpfung. Auch der Brexit war als Wirtschaftsstandort für...

Aktuell

Viele Inhaber müssen ihr Unternehmen weit unter Wert verkaufen. Doch aus welchem Grund scheitern so viele Unternehmer jenseits der Sechzig und wie kann die...

Aktuell

Im Jahr 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 20.093 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 6,6 Prozent weniger als im Jahr 2016.

Anzeige