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Universität und UKE: 20 Millionen Euro Förderung für neue Sonderforschungsbereiche

Hamburg bekommt zwei neue Sonderforschungsbereiche: am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung in Höhe von rund 20 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre zugesagt.

Kara / Fotolia

In den Sonderforschungsbereichen arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinär – über die Grenzen ihrer jeweiligen Fächer, Institute, Fachbereiche und Fakultäten hinweg – im Rahmen innovativer, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben zusammen. Am Hochschulstandort Hamburg werden zwei neue Sonderforschungsbereiche eingerichtet.

Der deutsch-chinesische Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) 169 „Crossmodales Lernen: Adaptivität, Prädiktion und Interaktion“ ist der erste internationale standortübergreifende Sonderforschungsbereich der Universität Hamburg. Es handelt sich um eine Kooperation mit zwei chinesischen Universitäten und mit der chinesischen Akademie der Wissenschaften. Im Fokus steht die Erforschung der menschlichen Wahrnehmung, deren computergestützte Simulation und wie Mensch und Computer bzw. Roboter besser miteinander agieren können.

Crossmodales Lernen bezeichnet die Integration komplexer Wahrnehmungen aus verschiedenen Sinnesorganen, wobei das Lernen innerhalb eines Sinnes durch die Informationen eines oder mehrerer anderer Sinne beeinflusst wird. So bildet Crossmodales Lernen die Grundlage für das menschliche Verstehen der Welt, beispielsweise beim Greifen und Handhaben von Objekten, beim Lesen- und Schreibenlernen oder auch beim Spracherwerb. Der deutsch-chinesische Sonderforschungsbereich/Transregio „Crossmodales Lernen: Adaptivität, Prädiktion und Interaktion“ zielt darauf ab, die neuralen, kognitiven und computergestützten Mechanismen crossmodalen Lernens zu beschreiben. Beteiligt sind daran Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Künstlichen Intelligenz, Psychologie und aus den Neurowissenschaften.

Der Sonderforschungsbereich 1192 am UKE, „Immunvermittelte glomuläre Erkrankungen – Grundlagen und klinische Auswirkungen“, befasst sich mit Entzündungskrankheiten der Nieren. Sein Ziel ist es, mehr über Entstehung und Fortschreiten der Erkrankungen zu erfahren sowie die Entwicklung neuer Therapien auf den Weg zu bringen.

Dieser Sonderforschungsbereich befasst sich mit den Ursachen einer Gruppe von Erkrankungen, die zu den häufigsten Auslösern für eine terminale Niereninsuffizienz in der westlichen Welt zählt. Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die primär eine schädigende Entzündungsreaktion in den Glomeruli, kleinen Gefäßknäueln des Nierengewebes, und sekundär auch in anderen Teilbereichen der Niere hervorrufen. Für die Entwicklung von effektiveren und sichereren Therapien sollen die zugrunde liegenden Pathomechanismen (Abläufe von Krankheitsprozessen) untersucht werden.

Sonderforschungsbereiche werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet und sind für maximal drei Förderperioden auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegt. Die DFG richtet 15 neue Sonderforschungsbereiche ein und fördert diese mit insgesamt 128 Millionen Euro. Vier der 15 eingerichteten Verbünde sind SFB/Transregio (TRR), die sich auf mehrere antragstellende Hochschulen verteilen. Alle neuen Sonderforschungsbereiche werden ab 1. Januar 2016 für zunächst vier Jahre gefördert. Dies beschloss der zuständige Bewilligungsausschuss auf seiner Herbstsitzung in Bonn. Die Themen der Sonderforschungsbereiche reichen von Arktischer Verstärkung und Datenschutz über Medien der Kooperation bis zur Physik der Atomkerne.

 

Bildquellen

  • fotolia_35683706_xs: Kara / Fotolia
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