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Hamburg dankt seinen Reinigungskräften

Unter dem Slogan „Sauberes Miteinander” startete die Freie und Hansestadt Hamburg eine Initiative für mehr Wertschätzung ihrer Reinigungskräfte. Gleichzeitig wirbt sie für die Akzeptanz von familienfreundlicheren Reinigungszeiten.

Julian-Keno Lilienthal

Unter dem Slogan „Sauberes Miteinander” startete die Freie und Hansestadt Hamburg eine Initiative für mehr Wertschätzung ihrer Reinigungskräfte. Gleichzeitig wirbt sie für die Akzeptanz von familienfreundlicheren Reinigungszeiten.

Sie kommen meist, wenn die Mitarbeiter und Besucher noch nicht da oder schon weg sind: die Reinigungskräfte in den öffentlichen Gebäuden und Schulen der Stadt Hamburg. Mehrere Tausend sind es laut Mitteilung der Finanzbehörde, die täglich in der Stadt in den öffentlichen Gebäuden und Schulen für Sauberkeit sorgen – auf einer Fläche dreimal so groß wie die Außenalster oder wie 644 Fußballfelder. Allein 3.000 einzelne Schulgebäude machen sie täglich sauber.

Die Reinigung der Gebäude und Arbeitsplätze erfolgt meist im Verborgenen, in den frühen Morgen-, den späten Abendstunden oder nachts. Um den vielen „Sauberfrauen“ und „Saubermännern“ ein Gesicht zu geben und einfach mal Danke zu sagen, startet die Leitstelle Gebäudereinigung der Finanzbehörde die Kampagne „Sauberes Miteinander“. Als Botschafter der Kampagne fungiert „Bob der Mopp”, ein animierter Wischmopp im Stil einer Comicfigur.

Für respektvollen Umgang …

Das Ziel der Kampagne sei es, den respektvollen Umgang mit den Reinigungskräften der Stadt zu fördern, teilt die Finanzbehörde mit. Im Rahmen dieser Kampagne werden Plakate, Postkarten, Info-Flyer, Türhänger und Aufsteller in den öffentlichen Gebäuden platziert, um die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und Beschäftigte und Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren.

Ein weiteres Ziel der Initiative ist es demnach auch, für die sogenannte Tagesreinigung während der Büro- und Betriebszeiten zu werben. Dadurch sollen die Arbeitsbedingungen der Reinigungskräfte deutlich familienfreundlicher gestaltet werden.

… und familienfreundlichere Arbeitszeiten

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Die Reinigung unserer öffentlichen Gebäude geschieht nicht von selbst. Es sind unsere Reinigungskräfte, die täglich rund 4,6 Millionen Quadratmeter Fläche sauber machen. Wir möchten mit unserer Kampagne deshalb das Bewusstsein auch einmal auf die Menschen lenken, die für unser aller Sauberkeit sorgen.” Darüber hinaus solle das Thema Tagesreinigung weiter vorangebracht werden. „Wir alle sollten uns dazu offen und aufgeschlossen zeigen, denn auch Reinigungskräfte haben Familie und ein Privatleben.“

Reinigungszeitfenster von zum Beispiel 8 Uhr morgens bis 18 Uhr abends sind in Ländern wie Skandinavien und den USA längst üblich. In Deutschland funktioniert solch ein System in Flughäfen oder in Krankenhäusern. Die Freie und Hansestadt Hamburg wolle auch für seine Reinigungskräfte bessere Betriebszeiten zulassen, heißt es auf der Webseite www.sauberesmiteinander.de.

 

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Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

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