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Kolumnen & Glossen

To-do-Listen

Viele Menschen erstellen für sich To-do-Listen. Diese können durchaus sehr hilfreich sein – aber eben nicht immer. Unser Autor Andreas Ballnus hat seine ganz eigenen Erfahrungen mit diesen Listen gemacht.

Manchmal schreibe ich eine To-do-Liste. Das hilft mir, wieder Klarheit in meinen Kopf zu bekommen. So, wie ich es immer als Erleichterung empfinde, wenn ich meine zeitweilig wild durcheinander wirbelnden Gedanken zu Papier bringe.

Gelegentlich erschreckt es mich aber, wenn ich sehe, wie lang solch eine Liste geworden ist. Doch dann überlege ich mir, welche Dinge besonders wichtig sind, was sich am schnellsten erledigen lässt, was ich davon bereits am längsten vor mir herschiebe und womit ich am besten anfange. Das schreibe ich dann wieder auf. Sobald ich die Liste auf diese Art und Weise neu geordnet habe, werde ich deutlich ruhiger und sehe meine nächsten Schritte klar vor mir.

Meine To-do-Liste hänge ich hin und wieder auch gerne gut sichtbar irgendwo in der Wohnung auf. So erinnere ich mich länger daran, was ich noch zu erledigen habe. Ich bin sogar ein wenig stolz auf mich, wenn ich sie zum Beispiel an meinem Kühlschrank mit kleinen, lustigen Magneten befestigt sehe. Denn viel zu oft verschwinden sie ungenutzt im Chaos meines Schreibtisches.

Leider gewöhne ich mich nach einiger Zeit so sehr an die Liste, dass ich sie irgendwann nicht mehr beachte. Dann wird es Zeit, sie woanders aufzuhängen. Vielleicht an der Wohnungstür oder neben den Fernseher. Zuvor aber aktualisiere ich sie oder setze sie gleich komplett neu auf.

Manchmal schreibe ich eine To-do-Liste. Dann sind meine Gedanken wieder geordnet und ich fühle mich gut. Und manchmal – ja, manchmal erledige ich sogar etwas von dem, was auf dieser Liste steht …

 

– Andreas Ballnus —

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ZUM AUTOR

Andreas Ballnus
Jahrgang ’63, Liedermacher und Autor. Außerdem ist er Gründungs- und Redaktionsmitglied der Stadtteilzeitung „BACKSTEIN“. Unter dem Nick „anbas“ hat er in dem Literaturforum „Leselupe.de“ eine Vielzahl seiner Texte veröffentlicht. Er lebt in Hamburg und verdient sein Geld als Sozialarbeiter im öffentlichen Dienst. Weitere Informationen: andreasballnus.de.tl

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Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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