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Miese Stimmung bei der Arbeit führt zu schlechterer Gesundheit

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) gefährden Arbeitergeber mit einer schlechten Unternehmenskultur die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Demnach leiden Mitarbeiter häufiger unter körperlichen und psychischen Beschwerden, wenn in ihrem Betrieb eine schlechte Stimmung herrscht und sind unzufriedener mit der eigenen Gesundheit.

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) gefährden Arbeitergeber mit einer schlechten Unternehmenskultur die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Demnach leiden Mitarbeiter häufiger unter körperlichen und psychischen Beschwerden, wenn in ihrem Betrieb eine schlechte Stimmung herrscht und sind unzufriedener mit der eigenen Gesundheit.

Chefs brauchen guten Führungsstil

Für miese Stimmung auf der Arbeit und eine schlechte Unternehmenskultur kann es viele Gründe geben. Beschäftigte wünschen sich der AOK-Studie entsprechend einen guten Führungsstil und die Unterstützung des Chefs. Doch nur 55 Prozent der Befragten gaben, dass der Arbeitgeber hinter ihnen stehe. Nur die Hälfte der Beschäftigten würde für gute Leistungen bei der Arbeit gelobt werden. Nur zwei von fünf Mitarbeitern hätten Einfluss auf wichtige Entscheidungen in den Unternehmen.

Zwei Punkte, die der Chef beachten sollte

„Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Art und Weise, wie Beschäftigte ihre Arbeit erleben, und ihrer Gesundheit“, sagt Helmut Schröder, Vize-Geschäftsführer des WIdO. „Jedes Unternehmen, egal welcher Branche, sollte dieses Wissen nutzen.“ Chefs sollte dabei besonders auf grundlegende Wünsche der Arbeit eingehen. Wichtig ist den Arbeitnehmern der Studie zufolge, dass der Arbeitgeber hinter ihnen steht. 78 Prozent sagten dies aus. Auch ein entsprechendes Lob bei guter Arbeit ist mehr als zwei Dritteln der Befragten sehr wichtig (69 Prozent).

Schlechte Unternehmenskultur = schlechte Gesundheit!?

Wird die Stimmung und die Unternehmenskultur als positiv empfunden, klagt nur jeder Zehnte über die eigene Gesundheit und ist damit unzufrieden. Bei denjenigen, die die Unternehmenskultur als schlecht bewerten, sagt jeder Vierte, dass er mit der eigenen Gesundheit unzufrieden ist. Helmut Schröder, Vize-Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) sagte, dass eine schlechte Unternehmenskultur, die von einem Beschäftigten erlebt wird, als gesundheitliches Risiko identifiziert werden könne.

Große Unterschiede bei körperlichen Beschwerden

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Angabe von körperlichen Beschwerden bei der Studie des Wido. Ist die Stimmung in den Unternehmen schlecht oder mies, klagen mit 67 Prozent zwei und drei Arbeitnehmern über körperliche Beschwerden. Sind die Stimmung und die Unternehmenskultur in den Betrieben positiv, hat nur einer von drei Befragten körperliche Beschwerden (32 Prozent). Auch bei psychischen Beschwerden gibt es klare Unterschiede bei Betrieben mit guter und schlechter Stimmung. 65 Prozent der Mitarbeiter in Firmen mit einer schlechten erlebten Unternehmenskultur klagen über psychische Beschwerden. Bei einer guten Stimmung in der Firma sind es dagegen nur 36 Prozent, die über psychische Probleme klagen.

Höhere Fehlzeiten bei schlechter Stimmung

Unternehmen mit einer schlechten Kultur und Stimmung müssen Nachteile bei den Fehlzeiten der Mitarbeiter befürchten. Laut AOK fehlte jeder dritte Beschäftigte, die eine schlechte Unternehmenskultur erfahren hat, im vergangenen Jahr mehr als zwei Wochen krankheitsbedingt im Betrieb. Ist die Unternehmenskultur positiv fehlt nur jeder sechste Arbeitnehmer mehr als zwei Wochen in den Unternehmen.

Leichter Anstieg des Krankenstands 2015

Der AOK-Fehlzeiten-Report hat unabhängig der Befragung zur Unternehmenskultur einen leichten Anstieg des Krankenstands verzeichnet. Von den knapp zwölf Millionen Menschen, die bei der AOK krankenversichert sind, fehlte im Schnitt jeder Beschäftigte 19,5 Tage mit Attest im Betrieb. Dieser Anstieg von 5,2 auf 5,3 Prozent beim Krankenstieg ist laut AOK hauptsächlich auf die Zunahme von Atemwegserkrankungen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl dieser Erkrankungen um 20 Prozent zu. Mehr Fehltage gab es auch wegen psychischer Erkrankungen.

 

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