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eigenarten – Interkulturelles Festival Hamburg

Vom 27. Oktober bis 6. November bietet das interkulturelle Festival eigenarten in diesem Jahr den in Hamburg lebenden Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt ein Forum für ihre Kunst: Sie zeigen zeitgenössische Produktionen aus den Sparten Theater, Tanz, Bildende Kunst, Musik, Multimedia und Literatur.

Vom 27. Oktober bis 6. November bietet das interkulturelle Festival eigenarten in diesem Jahr den in Hamburg lebenden Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt ein Forum für ihre Kunst: Sie zeigen zeitgenössische Produktionen aus den Sparten Theater, Tanz, Bildende Kunst, Musik, Multimedia und Literatur.

Interkulturelle Auseinandersetzung ausdrücklich erwünscht! Alljährlich im Herbst, und das bereits zum 17. Mal, treibt dieser Aufruf seine kreativsten Blüten: bei eigenarten, dem interkulturellen Festival Hamburg. Vom 27. Oktober bis 6. November 2016 finden in diesem Jahr 41 Veranstaltungen und 3 Ausstellungen statt. Musik, Theater, Literatur, Tanz und Bildende Kunst sind vertreten, ebenso Drama, politischer Diskurs, Poesie und musikalische Ausgelassenheit. Orte des Geschehens sind zahlreiche bewährte und neue Spielstätten im Stadtgebiet, darunter: Goldbekhaus und Kölibri, Logensaal der Kammerspiele, W3, Kukuun und BallinStadt, Zinnschmelze, Zentralbibliothek, Immanuelkirche Veddel und viele andere.

Premieren und Neuinszenierungen

In ihrer neuesten Tanzproduktion „The Lions“ fordert Choreografin Jessica Nupen die Auseinandersetzung mit Kategorien wie Identität, Rassismus und Befreiung heraus. Ausgangspunkt sind die Wechselwirkungen zwischen den haitianischen, nigerianischen, englischen und südafrikanischen Wurzeln der beteiligten Tänzer. Freitag, 28. Oktober um 20.15 Uhr, Lichthof Theater, Hamburg-Premiere.

In einer Neuinszenierung zeigt das Ensemble um Regisseur Dan Thy Nguyen das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“: 1992 belagerten Hunderte Neonazis und Anwohner tagelang eine Erstaufnahmestelle für Asylsuchende und einen angrenzenden Wohnblock ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter in Rostock-Lichtenhagen. Schließlich flogen Brandsätze und die Gebäude wurden gestürmt. Sonnenblumenhaus dokumentiert das größte und fast vergessene rassistische Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte und verarbeitet die Sicht der Überlebenden. Freitag und Samstag, 29. Oktober um 20 Uhr, Zinnschmelze.

Die Musiker des Duos VioPia, Chris Drave (Violine) aus Hamburg und Yarden Lapid (Klavier) aus Jerusalem, entführen in ihrem Konzert in Welten, in denen argentinischer Tango und orientalische Einflüsse aufeinandertreffen und Gipsy-Swing mit Romantik wie selbstverständlich verschmilzt. Samstag, 29. Oktober um 20 Uhr, Alfred Schnittke Akademie.

Radtour zur FrauenFreiluftGalerie

Die FrauenFreiluftGalerie Hamburg ist Ziel einer Radtour mit der Kuratorin Dr. Elisabeth von Dücker und Hildegund Schuster, einer der beteiligten Künstlerinnen. Zu sehen sind 14 großformatige Wandgemälde, zu hören Geschichten aus 100 Jahren Arbeitsleben im Hafen. Ob als Rollmopswicklerin, Juniorchefin am Fischmarkt, Hafenlogistikerin, Tallyfrau oder Brückenfahrerin – beruflich mischen Frauen am legendären Männerplatz Hafen mit. Anschließend wird zum Gespräch in die Seemannsmission geladen. Sonntag, 30. Oktober um 15 Uhr, Start: Seemannsmission (Große Elbstr. 132).

Auch in diesem Jahr gibt es, ganz im Sinne der Vernetzung, enge Kooperationen mit anderen Veranstaltern unterschiedlicher Ausrichtung: Es sind die Stiftung für politisch Verfolgte und Afrikanisches Filmfestival Hamburg sowie die Filmemacher Martin D’Costa und Matthias Vogel.

Programminfos und Karten unter www.festival-eigenarten.de

 

Brigitte Muschiol

Bildquellen

  • the_lions_c_tanja_hall: Tanja Hall
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