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Bucerius Kunst Forum: feierliche Eröffnung in neuen Räumlichkeiten

Das Bucerius Kunst Forum hat seine neuen Räume in der Hamburger Innenstadt feierlich eröffnet. Die erste Ausstellung „Here We Are Today. Das Bild der Welt in Foto- und Videokunst“ setzt sich mit Themen der Globalisierung auseinander.

Ulrich Perrey

Das Bucerius Kunst Forum hat seine neuen Räume in der Hamburger Innenstadt feierlich eröffnet. Die erste Ausstellung „Here We Are Today. Das Bild der Welt in Foto- und Videokunst“ setzt sich mit Themen der Globalisierung auseinander.

Seit 2002 hat das Bucerius Kunst Forum seinen festen Platz in der Hamburger Kulturlandschaft. Jetzt ist der lange vorbereitete Umzug vollzogen. Wenige Meter vom alten Standort entfernt, am Alten Wall 12 hinter denkmalgeschützter historischer Fassade, hat das Ausstellungshaus seine neuen, modernen Räume offiziell mit der Ausstellung „Here We Are Today. Das Bild der Welt in Foto- und Videokunst“ eröffnet.

Eröffnungsfeier mit Kultursenator

In Anwesenheit von mehr als 600 geladenen Gästen sagte Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, in seinem Grußwort zur feierlichen Eröffnung: „Mit dem Umzug des Bucerius Kunst Forums in die neuen Räume öffnet sich das Haus weiter für ein breites Publikum und kann so mit der Mischung aus hochkarätigen Ausstellungen und begleitenden Veranstaltungen seine Bedeutung als lebendiger Ort der Kunst weiter ausbauen“. Die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius habe nicht nur einen weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus renommierten Ausstellungsort geschaffen, sondern diesen für die Kulturstadt Hamburg so wichtigen Ort des Austauschs und der Begegnung jetzt auch räumlich und konzeptionell erweitert.

Das Bucerius Kunst Forum begleitet seine Neueröffnung mit der Kampagne „Offen. Für Kunst. Für Hamburg. Für die Welt“ „Das Motto macht deutlich: Museen und Ausstellungshäuser übernehmen neue Aufgaben in der Gesellschaft und werden von reinen Repräsentationsräumen für Kunst zu Orten intensiver Auseinandersetzung mit uns und unserer Gegenwart“, so Prof. Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer des Bucerius Kunst Forums. Mit seinen internationalen Ausstellungen und den interdisziplinären Veranstaltungen sei das Haus ein Ort, an dem zentrale gesellschaftliche und soziale Themen mit einem aktiven Publikum erörtert werden.

Großer Ausstellungssaal auf einer Ebene

Das neue Bucerius Kunst Forum liegt im selben Gebäudekomplex wie bisher, seitlich des Hamburger Rathauses. Hinter historischer Fassade ist ein hochmodernes Ausstellungshaus mit rund 3.400 Quadratmetern Fläche entstanden, gestaltet vom Hamburger Architekturbüro „Gerkan, Marg und Partner“. Das erfolgreiche Konzept konzentrierter Themenausstellungen soll in dem neuen, mehr als 800 Quadratmeter großen Ausstellungssaal auf einer Etage fortgeführt werden. Darüber hinaus bietet das Haus Platz für ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Lesungen, Konzerte, Diskussionen und Poetry Slams sollen künftig auf einer eigens dafür vorgesehenen Etage mit Auditorium und in einem angrenzenden Lichthof stattfinden. Im Erd- und Untergeschoss gibt es erweiterte Servicebereiche sowie einen neuen Buch-Shop. Ein gläsernes Atelier auf Fleethöhe im Untergeschoss steht für das Vermittlungsprogramm und neue Veranstaltungsformate zur Verfügung.

Eröffnungsausstellung „Here We Are Today“

Mit der Eröffnungsschau widmet sich das Haus der Gegenwartskunst. Zugleich knüpft die Schau an die Tradition des Hauses an – es geht es darum, Denkanstöße und Orientierungshilfen für die Diskussion großer gesellschaftlicher Themen, den Austausch über Werte und den Platz der Kunst in einer globalisierten Welt zu liefern. Kaum eine andere Gattung der bildenden Kunst greift so unmittelbar aktuelle Themen des gesellschaftlichen Diskurses auf wie Videokunst und Fotografie, weshalb sich die Ausstellung „Here We Are Today“ auf diese beiden Medien konzentriert.

Dr. Kathrin Baumstark vom Bucerius Kunst Forum hat die Ausstellung gemeinsam mit Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, kuratiert. Die Schau versammelt exemplarische Positionen von 16 bedeutenden zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Thomas Demand, Andreas Gursky, Pieter Hugo, Herlinde Koelbl, Eva Leitolf, Shirin Neshat, Marcel Odenbach, Peter Piller, Hito Steyerl oder Tobias Zielony. In knapp 90 gezeigten Fotografien und Videos setzen sie sich mit den fünf Themen Identität, Heimat, Vergangenheit, Verbrechen und Kapital auseinander.

„In der medialen Gesellschaft von heute werden diese Themen permanent ventiliert. Was die Ausstellung bieten möchte, ist ein Innehalten, ein Reflektieren darüber, wie sie in Deutschland, Europa, in der westlichen Welt und global wahrgenommen werden. Es sind Themen; die uns angehen sollten“, sagte Bernhard Maaz während der Pressekonferenz im Vorfeld der Eröffnung.

„Die Ausstellung gibt keine Antworten auf die Fragen, die wir alle zu diesen Themen haben. Sie möchte zum Nachdenken anregen“, ergänzte Kathrin Baumstark. Die Fotografien und Videos prägten eine sehr hohe Ästhetik, der wiederum die Inhalte konträr gegenüberstehen, sie berührten und hinterfragten zugleich die Sehgewohnheiten. Ihr Wunsch: Die Besucher mögen sich auf diese Kunst einlassen.

Eröffnungswochen mit freiem Eintritt und Festivalwochenende

Das private, von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius getragene Ausstellungshaus lädt alle Interessierten herzlich ein, die Räume und die Ausstellung in den ersten zwei Wochen bei freiem Eintritt zu entdecken. Den Abschluss dieser Eröffnungswochen bildet ein großes dreitägiges Festivalwochenende vom 21. bis 23. Juni mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

Informationen zum Eröffnungsfestival und das vollständige Programm: www.buceriuskunstforum.de

Die Ausstellung „Here We Are Today. Das Bild der Welt in Foto- & Videokunst“ im Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, 20457 Hamburg, läuft bis zum 29. September 2019, täglich von 11 bis 19 Uhr.

 

Bildquellen

  • gruppenfoto_here_we_are_today_web: Ulrich Perrey
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