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Deutscher Nachbarschaftspreis 2017: Bundessieger kommen aus Köln, Witzin und Magdeburg

Die Initiativen „Tag des guten Lebens“ der Agora Köln, „Lebensmittel retten Magdeburg“ und „Witzin macht Zukunft“ gingen als Bundessieger aus dem Wettbewerb „Deutscher Nachbarschaftspreis 2017“ hervor. Hamburger Landessieger sind die Kulturistenhoch2, die Generationen miteinander verbinden.

Die Initiativen „Tag des guten Lebens“ der Agora Köln, „Lebensmittel retten Magdeburg“ und „Witzin macht Zukunft“ gingen als Bundessieger aus dem Wettbewerb „Deutscher Nachbarschaftspreis 2017“ hervor. Hamburger Landessieger sind die Kulturistenhoch2, die Generationen miteinander verbinden.

„Lebendige Nachbarschaften, in denen sich die Bewohner miteinander austauschen, kennenlernen und einbringen, machen aus unserem Viertel erst ein richtiges Zuhause“, so die Initiatoren des Deutschen Nachbarschaftspreises 2017. Um lokalen Initiativen und Projekten eine Sichtbarkeit zu ermöglichen und ihren Beitrag für eine lebendige Nachbarschaft zu feiern, hat die nebenan.de Stiftung den bundesweiten Preis 2017 ins Leben gerufen und gemeinsam mit der Diakonie Deutschland, Zalando und der Deutschen Fernsehlotterie vergeben.

Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis zeichnet Engagement mit Vorbildcharakter aus. Das Interesse war groß: Innerhalb weniger Wochen seien bei der Stiftung nach eigenen Angaben über 1.300 Bewerbungen von gemeinnützigen Organisationen, Vereinen, Nachbarschaftsgruppen und -initiativen eingegangen.

Der Schirmherr des Deutschen Nachbarschaftspreises, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière ehrte nach der Auszeichnung der 16 Landessieger am 13. September 2017 in Berlin die drei Bundespreisträger. Auszüge aus den Projektbeschreibungen der nebenan.de Stiftung:

Nordrhein-Westfalen: „Tag des guten Lebens“ in Köln

Den ersten Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, gewann die Bürgerinitiative Agora Köln mit ihrem Projekt „Tag des guten Lebens“. Dieser Aktionstag regt zum Nachdenken und Mitmachen für alternative Nutzungskonzepte des öffentlichen Raums und der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit an.

In Köln-Deutz wurden dafür vier Tage autofreie Straßen geschaffen, die in Selbstorganisation von den Anwohnerinnen und Anwohnern für ein buntes Straßenfest mit Diskussions- und Erprobungsraum alternativer Ideen umgenutzt wurden. Das Projekt ist gleichzeitig Startpunkt für ein nachhaltiges nachbarschaftliches Engagement.

Sachsen-Anhalt: „Lebensmittel retten Magdeburg“

Über den ersten von zwei mit jeweils 7.000 Euro dotierten 2. Plätzen kann sich das Projekt „Lebensmittel retten Magdeburg“ freuen. Über den Verein Spielwagen e.V. und gemeinnützige Partner in der Stadt 1 werden übrig gebliebene Lebensmittel aus Supermärkten und Restaurants an Bedürftige verteilt und bei gemeinsamen Kochabenden verspeist.

Mecklenburg-Vorpommern: „Witzin macht Zukunft“

Die Jury vergab dieselbe Punktzahl für ein weiteres Projekt, sodass dieses Jahr ein zweiter Platz geehrt wurde. Dieser geht an „Witzin macht Zukunft“ des Dörpschaft Witzin e.V. und ist mit 7.000 Euro Preisgeld dotiert.

„Witzin macht Zukunft“ der Dörpschaft Witzin bringt engagierte Dorfbewohner zusammen, die das Dorfleben im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern selbst in die Hand nehmen. Die ehrenamtlichen „Dorfmacher“ sorgten seither unter anderem für Arbeitsplätze, die Wiedereröffnung ihrer Schule und einen Bürgerbus, der den öffentlichen Nahverkehr ergänzt.

Kulturistenhoch2 – Dialog der Generationen über die Kultur

Für Hamburg konnte sich das Projekt-Team GEMEINSAM! Jung und Alt für Teilhabe und Lebensfreude gUGmbH über den Landessieg freuen.

Kulturistenhoch2 regt seit 2016 den Austausch und das Kennenlernen zwischen den Generationen an. Dabei nutzt das Projekt die Kraft von Kunst und Kultur als Mittler. In Hamburg leben laut Presseinformation aktuell 25.000 Menschen in Altersarmut – mit steigender Tendenz (2030: geschätzt 55.000). Die Initiative bringt daher altersarme Senioren und Seniorinnen und Oberstufenschüler und -schülerinnen aus denselben Nachbarschaften zusammen.

Gemeinsam entdecken Jung und Alt das Hamburger Kulturangebot. Das zwanglose Kennenlernen fördere den generationsübergreifenden Nachbarschaftsaustausch und lasse im günstigsten Falle neue Freundschaften entstehen“, so die Initiatoren. Die Schüler werden in Workshops auf ihr freiwilliges Engagement vorbereitet und 100 Veranstalter stellen Karten zur Verfügung und ermöglichen so einen freien Eintritt. „Das Projekt überzeugt, weil es durch das gemeinsame Kulturerlebnis generationen- und zum Teil auch milieuübergreifend wirkt“, sagt Eva Nemela, Programmleiterin Engagierte Stadt der Körber Stiftung und Mitglied der Landesjury des Deutschen Nachbarschaftspreises 2017.

 

Bildquellen

  • landessieger_2017_hamburg: nebenan.de Stiftung
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