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Interviews

Marc Jeschke: „Die erfolgreichsten Mandantenbeziehungen entstehen im privaten Umfeld“

Marc Jeschke ist Wirtschaftsjurist, Steuerberater und Mitinhaber der Wirtschafts- und Steuerberatungskanzlei Jeschke, Mattausch & Schäfer Partnerschaft mbB. Beruflich und privat bewegt er sich zwischen Hamburg und Berlin. Dabei möchte der 34-Jährige die Entspanntheit und hohe Lebensqualität in der Elbmetropole nicht mehr missen. Auch für berufliches Netzwerken schätzt er die Hansestadt und setzt dabei auf das „Golfclubprinzip“.

business-on.de: Sie kommen ursprünglich nicht aus Hamburg? Was hat Sie zum Umzug bewogen?

Marc Jeschke: Nein, ich bin gebürtiger Berliner und wohne seit 2008 in Hamburg. Damals hatte ich hier ein gutes Jobangebot erhalten und habe zugeschlagen.

business-on.de: Sind Sie jetzt also beruflich und privat in Hamburg ansässig?

Marc Jeschke: Ja, ich bin sowohl beruflich als auch privat in Hamburg. Für mich gibt es da keine strikte Trennung, da die Grenzen sehr fließend sind. Das gilt im Übrigen auch für Berlin. Ich pendle regelmäßig und bin auch dort beruflich und privat „zu Hause“.

business-on.de: Hamburg wird gern als die schönste Stadt der Welt bezeichnet. Sehen Sie das als Berliner auch so?

Marc Jeschke: Hamburg ist in jedem Fall eine sehr schöne Stadt. Schöner als Berlin – auch wenn die Hauptstadt mit großen Schritten aufholt. Beide Städte sind sehr grün und wasserreich. Das ist klasse!

business-on.de: Was ist für Sie das Besondere an Hamburg?

Marc Jeschke: Eben das Grüne und Wasserreiche. Darüber hinaus hat die Stadt ein ganz besonderes Flair. Es ist schwierig zu beschreiben. Freunden erzähle ich immer: Ich bin froh, meine „Jugend“ in Berlin verbracht zu haben. Da geht für junge Menschen einfach mehr – das ist Fakt! Wenn man jedoch beruflich angekommen ist, keine 22 mehr ist (und nicht mehr jeden Cent umdrehen muss), dann ist Hamburg ein wundervoller Ort, an dem eine sehr hohe Lebensqualität möglich ist. Abends in der Weinbar in Eimsbüttel oder zum Essen in der Langen Reihe, einfach toll. Kino, Museum, Theater, Musical, Kiez, Elbe, Hafen und vieles mehr. Alles ist möglich. Dabei ist alles irgendwie entspannt. Das ist meines Erachtens auch der Hauptunterschied zu Berlin. Hier ist es schlicht etwas entspannter, weniger hektisch.

business-on.de: Was machen Sie beruflich genau?

Marc Jeschke: Ich bin Dipl. Wirtschaftsjurist und habe später noch den Master of Arts (Taxation) „draufgesetzt“. Seit 2013 bin ich Steuerberater. Nach meinem Studium habe ich 2008 zunächst drei Jahre in der Wirtschaftsprüfung gearbeitet, bevor ich dann 2010 in die reine Steuerberatung gewechselt bin.

Mittlerweile bin ich Mitinhaber der Wirtschafts- und Steuerberatungskanzlei Jeschke, Mattausch & Schäfer. Hier haben meine Partner und ich die Kompetenzen aufgeteilt. Dipl. Finanzwirt und Steuerberater Dierk-Peter Schäfer kümmert sich im Wesentlichen um die Steuerdeklaration. Dipl. Kaufmann und Steuerberater Carsten Mattausch und ich kümmern uns um die Gestaltungsberatung. Schwerpunktmäßig unterstützen wir mittelständische Mandanten bei der Umstrukturierung ihrer Unternehmungen.

business-on.de: Und wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen?

Marc Jeschke: Mittlerweile sind es ohne uns Partner sieben Vollzeit- und sechs Teilzeitmitarbeiter und Auszubildende.

business-on.de: Was macht Hamburg als Arbeitsort für Sie attraktiv?

Marc Jeschke: Berufliches und Privates verschwimmt hier auf eine sehr angenehme Weise miteinander. Die angenehmsten und auch erfolgreichsten Mandantenbeziehungen entstehen im „privaten“ Umfeld. Abends beim Wein, beim Sport oder im Club – und damit ist kein Businessclub, sondern eher die Bar gemeint.

business-on.de: Wie wichtig ist dann für Sie berufliches Netzwerken? Wie nutzen Sie es?

Marc Jeschke: „Klassisches Netzwerken“ über Online-Plattformen und beispielsweise Unternehmerstammtische halte ich persönlich für absolut überbewertet. Geht aus dem Haus und seid kommunikativ! In der „Freizeit“ werden die Abschlüsse gemacht. Deshalb funktioniert das Golfclubprinzip. Ich bin in keinem Club, spiele aber mit dem Gedanken, einem Segelclub beizutreten. Nicht aus beruflichen Gründen, aber auch dort wird sich beruflich etwas ergeben – das lässt sich gar nicht verhindern.

business-on.de: Beenden Sie diesen Satz: „Wenn ich nicht in Hamburg wäre, dann wäre ich in …“

Marc Jeschke: In Berlin.

business-on.de: Und zu guter Letzt: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welche Hamburger würden Sie gern treffen?

Marc Jeschke: Jan Delay und Udo Lindenberg.

business-on.de: Herr Jeschke, vielen Dank!

 

— Das Interview führte Tanja Königshagen —

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HAMBURGER BUSINESSKÖPFE

In dieser Interview-Reihe sprechen Hamburger UnternehmerInnen und EntscheiderInnen darüber, was sie mit der Hansestadt verbindet und wie sie ihr berufliches Umfeld erleben.

Bildquellen

  • mjeschke2: Jeschke Mattausch & Schäfer Partnerschaft mbB
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