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Digitale Transformation im Familienunternehmen

„Die Digitalisierung lässt sich nicht aussperren“ – die Autoren Arnold Weissman und Stephan Wegerer beschreiben die grundlegende Herausforderung ihres Werks „Digitaler Wandel in Familienunternehmen“ direkt im Vorwort. Denn wer beim Stöbern in der Buchhandlung oder in der virtuellen Auslage des Online-Shops auf einen Titel mit den Worten „Digitaler Wandel“ stößt, mag sich vielleicht fragen, ob nun noch ein weiteres Buch zu diesem Thema nötig ist. Nur „ein weiteres Buch“ zum Thema ist dieser Titel allerdings nicht.

„Die Digitalisierung lässt sich nicht aussperren“ – die Autoren Arnold Weissman und Stephan Wegerer beschreiben die grundlegende Herausforderung ihres Werks „Digitaler Wandel in Familienunternehmen“ direkt im Vorwort. Denn wer beim Stöbern in der Buchhandlung oder in der virtuellen Auslage des Online-Shops auf einen Titel mit den Worten „Digitaler Wandel“ stößt, mag sich vielleicht fragen, ob nun noch ein weiteres Buch zu diesem Thema nötig ist. Nur „ein weiteres Buch“ zum Thema ist dieser Titel allerdings nicht.

Kodak, Quelle, Neckermann & Co – vergessene Schlafmützen

Alle Leser, die sich bereits mit Digitalisierung, Transformation oder disruptiven Geschäftsmodellen beschäftigt haben, dürfen das erste Kapitel überspringen. Denn dort werden die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Jahre kurz beschrieben, um die Notwendigkeit des Handelns, gerade für den Mittelstand, zu unterstreichen. Genutzt werden die nicht nur Insidern bekannten Beispiele der Opfer der Digitalisierung. Firmen und Marken von Weltruf, die sich einfach nicht rechtzeitig genug auf den Wandel eingestellt haben. Wobei man aber fairerweise einwerfen müsste, dass in dieser Zeit selbst Microsoft die Bedeutung des Internets unterschätzt hat. Etwas, was Bill Gates auch heute gern zugibt.

Treiber des Wandels verstehen

Im zweiten Kapitel stellen die Autoren Weissman und Wegerer die wichtigsten Grundlagen und Triebkräfte für die Digitalisierung vor. Der nichteingeweihte Leser findet dort eine schöne und prägnante Zusammenfassung der aktuellen Tendenzen. Lesenswert sind diese einleitenden Worte nicht zuletzt auch wegen vieler Beispiele aus der (jüngeren) Vergangenheit, die von verpassten Chancen erzählen.

Wer weiß heute schon noch, dass das MP3-Format, das die Digitalisierung der Musikbranche erst möglich machte, eigentlich eine deutsche Erfindung ist. Mit der andere Unternehmen und ausländische Anbieter das große Rad drehten und reich wurden?

Digitalisierung betrifft Kunden, Geschäftsmodelle und Menschen

Die digitale Transformation betrifft die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden. Und das gilt nicht nur für den Bereich B2C, sondern auch für B2B. Besonders stark spürt gerade der klassische Handel die Veränderungen. Denn der Kunde von heute nutzt selbstverständlich sein Smartphone zum und beim Einkaufen. Er ist gut informiert und möchte am liebsten Waren, die ihm gefallen, noch im gleichen Moment zu Hause haben. Die „Customer Journey“ wird vielfältiger und deutlich komplexer. Die Individualisierung des Angebots und die wachsende Dominanz von Marktplätzen sind nur zwei weitere wichtige Aspekte des Wandels.

Start-ups entwickeln heute weltweit Geschäftsmodelle, die disruptives Potenzial haben und tradierte Unternehmen bedrohen können. Doch wie findet ein Unternehmen sein digitales Geschäftsmodell? In der Praxis ist es ja nicht möglich, den Geschäftsbetrieb vorübergehend einzustellen, sich zu einem intensiven Brainstorming zu versammeln und mit einem völlig neuen Ansatz die Firma wieder zu eröffnen. Um solche Fragestellungen geht es, wie im gesamten Buch mit vielen Beispielen durchsetzt, in einem eigenen Kapitel. Danach wenden sich die Autoren zwei Aspekten zu, die in der Literatur zum Thema digitale Transformation häufig vernachlässigt werden. Auf der einen Seite geht es um Effizienz und Prozesse: Vernetzung von Systemen, von Unternehmen untereinander, die Qualität der verwendeten Daten und Informationen. Ohne operative Exzellenz ist die Digitalisierung nicht zu bewältigen. Das gilt aber auch für die Menschen, die Mitarbeiter einer Organisation. Das Kapitel zu diesem Thema kann wohl am besten mit dem Ende des Silodenkens beschrieben werden.

Management-Journal-Fazit: Es liegt in der Natur der Sache, dass es keine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für den digitalen Wandel geben kann. Hier führt der Untertitel „Das Handbuch“ etwas in die Irre. Das gelungene Buch bietet aber seinen Lesern, besonders aus dem Mittelstand, eine umfassende und lehrreiche Darstellung der Transformationsprozesse. Und damit auch eine Reihe von Impulsen für das tägliche Handeln.

Das Buch: Arnold Weissman/Stephan Wegerer, „Digitaler Wandel in Familienunternehmen. Das Handbuch“, plus E-Book inside (ePub, mobi oder pdf), Campus Verlag, ISBN 3593508257

 

SLA / www.Managementbuch.de

Bildquellen

  • digitaler_wandel_in_familienunternehmen: Campus Verlag GmbH
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Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

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