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Statt Fernsehen in die Ferne sehen

Familientherapeuten weisen immer wieder darauf hin, dass der Fernsehapparat ein erstzunehmender Familienfeind ist. Er ist in den meisten Familien stets präsent und saugt, einmal angeschaltet, alle Aufmerksamkeit in sich hinein. Das Familienleben erstarrt, die Gespräche verebben. Obwohl es den meisten Familien bekannt ist, ist der Ausschaltknopf oftmals der am schwersten zu findenden Schalter am Gerät.

Rolf Burmester

Familientherapeuten weisen immer wieder darauf hin, dass der Fernsehapparat ein erstzunehmender Familienfeind ist. Er ist in den meisten Familien stets präsent und saugt, einmal angeschaltet, alle Aufmerksamkeit in sich hinein. Das Familienleben erstarrt, die Gespräche verebben. Obwohl es den meisten Familien bekannt ist, ist der Ausschaltknopf oftmals der am schwersten zu findenden Schalter am Gerät.

Faktum ist, dass das Fernsehen ein großer Bestandteil unserer Kultur geworden ist, dennoch stehen Pädagogen, Psychologen und Familientherapeuten dem zum Teil extremen Fernsehkonsum kritisch gegenüber, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Das hohe Suchtpotenzial und die gruseligen Programme von manchen Privatsendern, sind besonders gefährlich, wenn Kinder und Jugendliche dem schutzlos ausgeliefert werden. Unverdaut konsumieren sie zum Teil eine erschreckende, deprimierende und Angst auslösende Fernsehwelt, die sich von der realen Welt immer weiter entfernt.

Aber nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch die Erwachsenen sehen heute zu viel fern. Oft stundenlang an jedem Tag. Je mehr Fernsehen, desto weniger Bewegung. Und Bewegungsmangel ist mittlerweile für viele Menschen eine traurige Realität. 2003 zeigte die EPIC-Norfolk-Studie den Zusammenhang zwischen körperlicher Inaktivität und Übergewicht mit einem zusätzlichen Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung. Im Klartext: Stundenlanges Fernsehen macht nicht nur dick, sondern schädigt auch das Herz bzw. die Herzkranzgefäße.

„Fernsehen macht auf Dauer auch kurzsichtig“, behauptet mein Optiker, der sich vor kurzem von seinem Fernseher getrennt hat und seit dem das „in die Ferne sehen“ konsumiert. Sein Rat an die süchtigen Fernsehgucker: Schaut lieber mal in die Ferne und beobachtet die Wolken. Vielleicht seht ihr dann einen weißen Elefanten zwischen den Wolken spazieren gehen. Oder entdeckt nachts einen Bären am Himmel. Alles live vor eurer Haustür! Na dann, wer braucht da noch einen Fernseher!?

Fazit: Sich die Natur im Fernsehen anzuschauen, ist wie Essen ohne Geschmack. Und durch das Anschauen der Kochsendungen werden wir auch nicht satt!

 

Rolf Burmester

Bildquellen

  • alster_2: Rolf Burmester
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