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Höchstzahlen bei Schülern und Pädagogen in Hamburg

Am 1. September startete in Hamburg das Schuljahr 2016/17 mit rund 251.000 Schülerinnen und Schülern — eine neue Höchstzahl. Davon werden seit dem 5. September rund 16.000 Erstklässler und 15.000 Fünftklässler an ihrer neuen Schule eingeschult. Auch mehr Pädagogen soll es geben.

annca / Pixabay.com

Am 1. September startete in Hamburg das Schuljahr 2016/17 mit rund 251.000 Schülerinnen und Schülern — eine neue Höchstzahl. Davon werden seit dem 5. September rund 16.000 Erstklässler und 15.000 Fünftklässler an ihrer neuen Schule eingeschult. Auch mehr Pädagogen soll es geben.

Wie die Schulbehörde mitteilte, werde die Schülerzahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 7.240 zunehmen. Laut Schulsenator Ties Rabe sei sie in den vergangenen fünf Jahren allein an den staatlichen allgemeinbindenden Schulen um rund 15.000 Schüler gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 8,7 Prozent in diesem Zeitraum. Gründe dafür seien unter anderem die wachsende Stadt, zahlreiche zusätzliche Kinder mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund, aber auch längere Schulbesuchszeiten durch frühere Einschulungen und ein späteres Schulende, etwa durch Abitur oder die zusätzliche 10. Klasse für Schüler mit dem Bildungsziel Hauptschulabschluss.

Im Vergleich zum Vorjahr rechnet die Schulbehörde mit einem Anstieg der Schülerzahl an den staatlichen allgemeinbildenden Schulen um 5.240 von 170.340 auf 175.580 sowie an den staatlichen beruflichen Schulen um 2.000 von 51.100 auf 53.100. Auch die Schülerzahl an den Privatschulen nimmt nach der Prognose geringfügig um 100 auf 20.500 zu. Zum Schuljahresbeginn besuchen 7.861 Schülerinnen und Schüler mit Flucht- oder Zuwanderungshintergrund besondere Vorbereitungsklassen (rund 4.760 an allgemeinen Schulen, rund 3.100 an berufsbildenden Schulen).

Deutlich mehr Lehrkräfte und Pädagogen geplant

Senator Rabe: „Wir werden zahlreiche neue Lehrkräfte und Pädagogen einstellen, um weiterhin kleine Klassen und die bestehende hohe Qualität sicherzustellen.“ Die Zahl der Vollzeitstellen für Lehrkräfte und weitere Pädagogen an staatlichen Schulen steigt laut Schulbehörde um 728 von 17.286 auf 18.014 Vollzeitstellen.

Davon entfallen 473 zusätzliche Vollzeitstellen auf die allgemeinbildenden Schulen, die damit einen neuen Rekordstand von 15.342 Vollzeitstellen (Vorjahr 14.871) erreichen. Weitere rund 2.672 Vollzeitstellen für Lehr- und Fachkräfte werden den berufsbildenden Schulen zugewiesen (Vorjahr 2.415). Von den 15.342 Vollzeitstellen für Lehrkräfte und Pädagogen an staatlichen allgemeinbildenden Schulen werden 1.141 für Aufgaben der Inklusion (Vorjahr 1.078) und 1.024 (Vorjahr 990) für Aufgaben im Ganztag zugewiesen.

Ganztag: Teilnahmequote erreicht mit 81,8 Prozent neuen Höchststand

Fast 82 Prozent aller Grundschulkinder nehmen am Ganztag teil. Ihre Zahl stieg noch einmal um rund 2.800 Kinder im Vergleich zum Vorjahr an. Insgesamt bieten im Schuljahr 2016/17 126 Grundschulen eine ganztägige Betreuung zusammen mit einem Kooperationspartner (GBS-Modell) und 78 Grundschulen eine ganztägige Betreuung in eigener Verantwortung (GTS-Modell).

Während es im Schuljahr 2010/11 nur 49 Grundschulen mit Ganztagsangebot gab, haben nunmehr alle 203 Grundschulen ein solches Angebot. Hamburgs Eltern und Kinder nehmen das Ganztagsangebot gern an.

Nach dem rasanten Ausbau gehe es nun darum, so Schulsenator Rabe, Schritt für Schritt die Angebote zu verbessern. Dafür habe die Bürgerschaft im Juli im Rahmen des Pakets „Guter Ganztag“ zusätzliche 25 Millionen Euro für bessere Kantinen und Möbel sowie schrittweise bis zu 17 Millionen Euro pro Jahr für mehr Personal bewilligt.

Zusätzliche Schulplätze für Flüchtlingskinder und -jugendliche

Für Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund wurden im vergangenen Schuljahr zahlreiche neue Schulplätze geschaffen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in besonderen Lerngruppen in Erstaufnahmeeinrichtungen, allgemeinen Schulen und Berufsschulen hat sich auf 7.861 Kinder und Jugendliche am Stichtag 14. Juli 2016 mehr als verdoppelt.

Neues Gastschulabkommen ab 2017

Ab dem Schuljahr 2017/18 können Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Schleswig-Holstein erstmals ohne Einschränkungen alle weiterführenden Schulen des jeweils anderen Bundeslandes besuchen. Die Anmelderunde beginnt bereits im nächsten Jahr.

 

Bildquellen

  • schultute_1499050_1280: annca / Pixabay.com
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