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Seidenstraße: Investition in die Zukunft

Das Projekt „Neue Seidenstraße” ist für die chinesische Führung als Bestandteil ihrer „Vision 2050“ von großer Bedeutung. Darin sind die Pläne zur Entwicklung Chinas zu einer führenden Industrienation zusammengefasst. Die Förderung von Handel und Logistik soll maßgeblich von bilateralen Kooperationsabkommen und -projekten bestimmt werden.

Shanghai – die größte Stadt Chinas, internationales Hafen- und Handelszentrum – gilt als Modernisierungsmotor für das ganze Land. Seit 1986 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai.

Teil 3: Die „Neue Seidenstraße“ verbindet rund ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung

Die Tragweite der chinesischen Initiative zeigt sich besonders deutlich, wenn man sich die Dimension vor Augen hält, in der die chinesische Regierung denkt: Sie rechnet die Gründungsmitglieder der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) und 65 Anrainerstaaten der kontinentalen und der maritimen Routen zu den Kooperationsländern. Alle sind potenziell beteiligt und stehen für 60 Prozent der Weltbevölkerung und 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Der Rangierbahnhof in Maschen ist der größte seiner Art in Europa.

Hamburg ist der Bahnhafen Nummer eins in Europa und Knotenpunkt für drei europäische Schienengüter-Verkehrskorridore. Mit dem Rangierbahnhof in Maschen, dem größten in Europa, hat die Nordmetropole beste Voraussetzungen, vom wachsenden Schienengüterverkehr zwischen China und Europa zu profitieren.

Hamburg, das Tor zur Welt. Die Hamburger Hafencity, am größten Seehafen Deutschlands und drittgrößten Hafen Europas gelegen, gilt als Sinnbild für die Verschmelzung von Tradition und Moderne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Zukunft müssen die Partner offener miteinander umgehen

Doch es liegt noch viel Arbeit vor den Partnern, um die „Neue Seidenstraße“ weiter zu beleben. In Zukunft müssen verstärkt vor allem von europäischer Seite Transparenz und gleiche Wettbewerbsbedingungen beim Ausbau der Handelsverbindungen eingefordert werden. Derzeit gestaltet sich die Beteiligung ausländischer Unternehmen an Ausschreibungen bei Infrastrukturprojekten in Drittländern sowie bei Zulieferausschreibungen sehr schwierig. Ausländische Unternehmen sind in China nach wie vor mit Problemen des ungleichen Marktzugangs und diskriminierender Behandlung konfrontiert.

Vielleicht hilft ein Blick in die Geschichte, um die heutigen Herausforderungen zu bewältigen. Die ursprüngliche Seidenstraße hat sich aus der Notwendigkeit des Austausches von Waren und Ideen entwickelt. Sie hat zu einem offenen Miteinander zwischen Regionen und Völkern beigetragen. Konflikte haben die Verbindung stets gefährdet oder gar unterbrochen. Zum Schaden aller.

Dies vor Augen, sollte es mit den Mitteln moderner Kommunikation möglich sein, die „Neue Seidenstraße“ von Anfang an zu einem Handelsplatz von Waren und Ideen zum Nutzen aller zu gestalten.

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DIE SEIDENSTRASSE

Handel ist seit Menschengedenken ein Treiber für Ideen- und Kulturaustausch. Ein frühes Beispiel ist die sogenannte Bernsteinstraße, über die der begehrte „brennbare Stein“ aus fossilem Harz von der Nord- und Ostsee nach Süden in den Mittelmeerraum gelangte. Doch legendär ist die Seidenstraße. Sie verband über Jahrhunderte Asien mit Europa. Heute soll der Handel zwischen Ost und West mit der „Neuen Seidenstraße“ ausgebaut werden. Wir stellen in einer dreiteiligen Serie die Seidenstraße und ihren modernen Nachfolger vor.

Teil 1: „Ein Netz alter Karawanenstraßen
Teil 2:
Seidenstraße: Drehscheibe des Handels mit Asien
Teil 3: „Eine Investition in die Zukunft“

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Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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