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Finanzen

Turbulenzen bei Aktie von Solar Millennium

Nach dem Negativbericht der Wirtschaftswoche, der der Erlanger Solar Millennium AG „kreative Bilanzierung“ vorwarf, findet die Aktie des Unternehmens keine Ruhe. Zum Ende der vergangenen Woche präsentierte sie sich weiter schwach und näherte sich den lokalen Tiefs bei 27,50 Euro.

Solar Millennium AG

Nach dem Negativbericht der Wirtschaftswoche, der der Erlanger Solar Millennium AG „kreative Bilanzierung“ vorwarf, findet die Aktie des Unternehmens keine Ruhe. Zum Ende der vergangenen Woche präsentierte sie sich weiter schwach und näherte sich den lokalen Tiefs bei 27,50 Euro.

Für den Kursverlust dürfte diesmal allerdings nicht mehr die negative Berichterstattung in der Presse, als vielmehr die Gewinnprognose für das Jahr 2010 verantwortlich sein, die das Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz bekannt gab. Diese liegt mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 45 Millionen Euro nur in etwa auf der Höhe des für das Jahr 2009 gemeldeten Werts – Analysten hatten zuvor jedoch mit einer deutlichen Steigerung gerechnet.

Für diese Zahlen ist gerade bei Solar Millennium aber mitunter das Geschäftsmodell verantwortlich. Dieses ist stark auf einzelne Großprojekte, wie etwa die Planung und Finanzierung der Andasol-Kraftwerke in Spanien oder die Beteiligung am Großprojekt Desertec in der Wüste Nordafrika konzentriert. Enorme Gewinnschwankungen lassen sich so schlichtweg nicht vermeiden. Aufgrund der anstehenden Kraftwerksprojekte in den USA hätte die Aktie von Solar Millennium prinzipiell ein enormes Potenzial.

Bereits Ende Dezember 2009 hatte das US-amerikanische Bureau of Land Management den geplanten Solarkraftwerksstandort von Solar Millennium in der Amargosa Wüste auf die sogenannte Fast-Track-Liste gesetzt. Zusammen mit den drei kalifornischen Standorten, an denen Solar Millennium plant, ergibt sich daraus eine Kapazität von insgesamt 2.500 Megawatt (MW). Dies entspricht 50 mal der Größe von Andasol I, dem ersten unter der Regie von Solar Millennium erbauten Kraftwerk. Insgesamt liegt das Volumen dieser Projekte bei 12 bis 14 Milliarden US-Dollar.

 

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