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Integration: Bildung zahlt sich aus

Bildung ist ein entscheidender Faktor, auch wenn es um die Integration von Migranten in Deutschland geht. Mit steigender beruflicher Qualifikation sinkt das Risiko der Erwerbslosigkeit. Das geht aus dem „Datenreport 2016 – Sozialbericht für Deutschland“ hervor, der am 3. Mai 2016 in Berlin der vorgestellt wurde.

Bildung ist ein entscheidender Faktor, auch wenn es um die Integration von Migranten in Deutschland geht. Mit steigender beruflicher Qualifikation sinkt das Risiko der Erwerbslosigkeit. Das geht aus dem „Datenreport 2016 – Sozialbericht für Deutschland“ hervor, der am 3. Mai 2016 in Berlin der vorgestellt wurde.

Wie aus dem Datenreport 2016 hervorgeht, sind Migranten in Deutschland mit 35,4 Jahren deutlich jünger als Menschen ohne Migrationshintergrund (46,8 Jahre). Es gibt mehr Ledige unter ihnen, mehr Menschen in Ausbildung und weniger im Rentenalter. Zuwanderer in Deutschland sind aber auch geringer gebildet, seltener erwerbstätig, sie verdienen weniger und sind eher von Armut bedroht. Dabei gebe es große Unterschiede zwischen den Migrantengruppen. Deutlich sei der Einfluss der Bildung. Auch für Migranten gelte: Mit höherem Bildungsstand verbesserten sich ihre Chancen am Arbeitsmarkt, sie erzielten höhere Einkommen und ihr Armutsrisiko sinke.

Zuwanderer in Deutschland seien aber auch geringer gebildet, seltener erwerbstätig, sie verdienten weniger und seien eher von Armut bedroht. Dabei gebe es große Unterschiede zwischen den Migrantengruppen. Deutlich sei der Einfluss der Bildung. Auch für Migranten gelte: Mit höherem Bildungsstand verbesserten sich ihre Chancen am Arbeitsmarkt, sie erzielten höhere Einkommen und ihr Armutsrisiko sinke.

Im „Datenreport 2016 – Sozialbericht für Deutschland“ haben Statistiker und Sozialforscher Zahlen und Befunde zu wichtigen Lebensbereichen zusammengestellt, unter anderem auch zu Migration und Integration. Der Datenreport wird herausgegeben vom Statistischen Bundesamt (Destatis), der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

65 Prozent der 15- bis 64-Jährigen mit Migrationshintergrund waren laut Statistik 2014 erwerbstätig, das waren 11 Prozent weniger als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (76 Prozent). Der Anteil der Erwerbslosen war bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (7 Prozent) deutlich höher als bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (4 Prozent). Dies lag vor allem an der hohen Erwerbslosigkeit der Migranten aus Gastarbeiter-Anwerbeländern (7 Prozent) und aus Drittstaaten (8 Prozent). Dabei hängen der Studie zufolge berufliche Qualifikation und Erwerbslosigkeit eng zusammen. Der Erwerbslosenanteil von Personen ohne berufsqualifizierenden Abschluss lag in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 10 Prozent und ohne Migrationshintergrund bei 11 Prozent. Mit steigender beruflicher Qualifikation sinkt das Risiko der Erwerbslosigkeit.

Die Bedeutung von Bildung zeigte sich laut Datenreport auch beim Einkommen: 2014 verdienten Zuwanderer mit niedrigem Bildungsabschluss 272 Euro weniger als jene mit mittlerem Abschluss, diese wiederum 683 Euro weniger als solche mit hohem Abschluss. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund betrugen die Unterschiede 311 Euro und 963 Euro.

Ältere Migranten besonders von Armut betroffen

Zum ersten Mal berichtet der Datenreport über die Lebenssituation älterer Migranten. 2013 waren 4,1 Millionen von ihnen mindestens 50 Jahre alt. Die Lebensverhältnisse dieser „Generation 50+“ seien stark durch ihre Bildungs- und Ausbildungsbiografien geprägt. Unter den älteren Migranten aus Gastarbeiter-Anwerbeländern hätten fast zwei Drittel keinen berufsqualifizierenden Abschluss, nur 50 Prozent gingen noch einer Beschäftigung nach. Mehr als ein Viertel beziehe bereits eine Rente, meist aufgrund von Erwerbsunfähigkeit.

Entsprechend hoch falle die Armutsquote aus: Knapp ein Viertel der 50- bis 64-Jährigen und gut ein Drittel der über 65-Jährigen sein armutsgefährdet. Damit sei ihr Armutsrisiko deutlich höher als das der gleichaltrigen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (11 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und 12 Prozent der über 65-Jährigen). Etwas besser stelle sich die Lebenssituation der älteren (Spät-)Aussiedler dar: Drei Viertel der 50- bis 64-Jährigen besäßen einen Berufsabschluss, drei Viertel gingen noch einer Erwerbstätigkeit nach. Trotzdem sei auch bei ihnen die Armutsquote mit 18 Prozent vergleichsweise hoch.

Migranten sind zufriedener und optimistischer

Migranten sind laut den Erhebungen häufiger von Armut betroffen. Dem entspricht auch, dass sie ihren Lebensstandard und ihr Haushaltseinkommen schlechter bewerten als Menschen ohne Migrationshintergrund. Allerdings seien sie mit ihrem Leben im Allgemeinen insgesamt etwas zufriedener als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und blickten optimistischer in die Zukunft. Ihre Lebenszufriedenheit in fünf Jahren schätzten sie sogar deutlich besser ein als Menschen ohne Migrationshintergrund.

Zugänge und Strukturen zu Bildungsangeboten für Migranten schaffen

Ein Fazit aus dem Datenreport: Migranten und ihre Nachkommen nehmen in unterschiedlicher Weise und Ausprägung am gesellschaftlichen Leben teil, und zwar abhängig von sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Außerdem ist die gesellschaftliche Teilhabe stark davon beeinflusst, wie durchlässig die Gesellschaft für Migranten ist. Integration dürfe demnach nicht als einseitiger Prozess betrachtet werden. Die Aufgabe der politischen Bildung sei es im Sinne einer beiderseitigen Integration, Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund zu liefern und gleichzeitig daran mitzuarbeiten, die in Teilen der Gesellschaft herrschenden Vorurteile abzubauen.

 

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