Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Vor allem Akademiker suchen online nach Jobs

Mehr als die Hälfte aller Internet-Nutzer ab 16 Jahren in Deutschland sucht im Internet nach Stellenangeboten. Vor allem Höherqualifizierte und Frauen tun dies einer aktuellen Studie zufolge.

Coloures-pic / Fotolia.com

Mehr als die Hälfte aller Internet-Nutzer ab 16 Jahren in Deutschland sucht im Internet nach Stellenangeboten. Vor allem Höherqualifizierte und Frauen tun dies einer aktuellen Studie zufolge.

Das Internet ist längst eine weitverbreitete Informationsquelle, wenn es um neue Jobchancen geht. 53 Prozent der Internet-Nutzer ab 16 Jahren hierzulande suchen regelmäßig oder von Zeit zu Zeit im Netz nach Stellenangeboten. Bei den 20- bis 29-Jährigen tun dies sogar 71 Prozent. Das zeigt der aktuelle Social-Media-Atlas 2019, der seit 2011 regelmäßig von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor in Hamburg und dem Marktforscher Toluna mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben wird. Für die repräsentative Studie wurden 3.500 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt.

Laut Social-Media-Atlas 2019 ist das Netz als Revier für die Stellenjagd überdurchschnittlich bei Frauen und Höherqualifizierten beliebt. 60 Prozent der weiblichen Onliner informieren sich im Internet über Jobangebote – gegenüber 46 Prozent der männlichen. Und während 47 Prozent der Internet-Nutzer mit Mittlerer Reife online nach Arbeitsplätzen suchen, tun dies 61 Prozent der Akademiker.

Klassische Jobportale noch immer führend

Die wichtigsten Quellen für Stellenangebote liegen nach wie vor im klassischen Web: 69 Prozent der Onliner auf Arbeitssuche im Netz nutzen dafür Online-Stellenbörsen wie zum Beispiel Jobscout oder Stepstone, 56 Prozent das Online-Portal der Bundesagentur für Arbeit. Der Online-Stellenmarkt der Tageszeitungen, zum Beispiel fazjob.net, wird von 29 Prozent der Suchenden genutzt – 2017 waren es 31 Prozent. Unter den sozialen Medien spielt das Berufsnetzwerk Xing in dieser Hinsicht die größte Rolle. 20 Prozent nutzen es für die Jobsuche.

Während das Web-Angebot der Arbeitsagentur bei der Jobsuche mit steigender schulischer Bildung der Bewerber etwas an Bedeutung verliert, legt die der Karriereportale von Unternehmen, Xing und LinkedIn hingegen zu. Laut Social-Media-Atlas 2019 sehen sich 18 Prozent der Suchenden mit Mittlerer Reife auf den Webseiten von Unternehmen nach Jobs um. Gleiches tun 38 Prozent der Akademiker.

Online-Reputation zählt bei der Bewerbungsentscheidung

Laut Mitteilung von Faktenkontor hat sich mehr als jeder fünfte Internet-Nutzer aufgrund einer schlechten Online-Reputation schon einmal gegen eine Bewerbung bei einem Unternehmen entschieden – unter den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 31 Prozent. Wie die Ergebnisse der Befragung zeigen, legen Online-Nutzer unter 40 Jahren den größten Wert auf eine gute Online-Reputation eines potenziellen Arbeitgebers.

Sagen bei den 20- bis 29-Jährigen 31 Prozent, sie hätten schon einmal von einer Bewerbung abgesehen, weil das Unternehmen schlecht im Internet bewertet wurde, sind dies bei den 40- bis 49-Jährigen 19 Prozent, die aus diesem Grund auf eine Bewerbung verzichtet haben.

„Gerade wenn es darum geht, junge Hochqualifizierte für sich zu gewinnen, sind für Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels ein gutes Reputation-Management und gutes Employer-Branding im Web 1.0 und 2.0 unverzichtbar”, so Dr. Roland Heintze, geschäftsführender Gesellschafter von Faktenkontor.

 

Bildquellen

  • fotolia_34003784_xs: Coloures-pic / Fotolia.com
Anzeige

Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

Anzeige

Weitere Beiträge

Recht & Steuern

Die allgemeine Pflicht zur Erfassung der Arbeitszeit aller Mitarbeitenden beschäftigt seit geraumer Zeit die Personalabteilungen dieses Landes. Bislang stellte sich vor allem die Frage,...

Netzwerke & Verbände

Die wirtschaftliche Lage der norddeutschen Groß- und Außenhändler sowie unternehmensnahen Dienstleister bleibt stabil. Im vierten Quartal 2021 stieg der Umsatz der Unternehmen nominal um...

Finanz-News

Schnell und branchenunabhängig können Unternehmen den Geldwäschebeauftragten der Aufsichtsbehörde, dem Amt, der Kammer oder dem Landgericht melden. Unternehmen aus der Finanzwirtschaft und verschiedener Branchen...

Lokale Wirtschaft

Nach Umfrage-Ergebnissen der IHK Nord fühlt sich rund die Hälfte der befragten Unternehmen sich jedoch gut oder sehr gut auf die möglichen Brexit-Szenarien ab...

Aktuell

Laut einer EOS-Studie ist mehr als die Hälfte der befragten Deutschen bei der Freigabe ihrer Daten an Unternehmen „sehr skeptisch“ und wünscht mehr Information,...

Buchtipp

Mitarbeitende, die Kunden oder Kooperationspartnern keine Auskunft geben können, weil sie nicht ausreichende Informationen besitzen oder die Antwort erst mit der Unternehmensspitze absprechen müssen....

Aktuell

Der Kaufpreis für den Online-Getränkelieferdienst soll eine Milliarde Mark betragen.

Unternehmen

Mit dem neuen Designkonzept für seine Verpackungen will das Hamburger Unternehmen die hohe Funktionalität der Produkte mit Spaß an der Arbeit verbinden. Im Labor...

Anzeige