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Nomen entwickelt Namen für neue Unternehmen und Produkten

Ob Firmennamen, Produktmarken oder digitale Services – es gibt kaum eine Branche, in der man nicht auf Markennamen made in Düsseldorf stößt. Rund 2.000 Referenzen der Namensagentur Nomen International Deutschland sind weltweit im Umlauf. Und auch in den vergangenen Monaten sind wieder einige neue hinzugekommen.

Ob Firmennamen, Produktmarken oder digitale Services – es gibt kaum eine Branche, in der man nicht auf Markennamen made in Düsseldorf stößt. Rund 2.000 Referenzen der Namensagentur Nomen International Deutschland sind weltweit im Umlauf. Und auch in den vergangenen Monaten sind wieder einige neue hinzugekommen.

Zu den Kunden der Düsseldorfer Namensschmiede zählt auch die Covestro AG, einer der weltweit führenden Anbieter für Polymerwerkstoffe mit Sitz in Leverkusen. In deren Auftrag entstand bei Nomen jüngst die neue Marke Addigy, die digitales Know-how und Hightech-Materialien für die industrielle 3D-Fertigung bündelt. Nomen entwickelte den „sprechenden“ Namen für eine Fachzielgruppe, die darin sofort die englische Bezeichnung für 3D-Fertigung („additive manufacturing“) wiedererkennt. Ebenfalls für den internationalen Einsatz konzipiert wurde der Unternehmensname Syntegon für einen der Marktführer der Prozess- und Verpackungstechnikbranche. Die ehemalige Verpackungsmaschinensparte der Bosch-Gruppe war bis Ende 2019 als Bosch Packaging Technology bekannt. Nomen Deutschland begleitete den gesamten Prozess – von der Markenstrategie über die Namensfindung bis hin zur sprachlich-kulturellen und markenrechtlichen Selektion. Dabei war die Expertise des weltweiten Nomen-Agenturnetzwerks gefragt. Der Name Syntegon wurde zusammen mit anderen Vorschlägen in 20 Ländern und Sprachen überprüft, darunter Koreanisch, Arabisch und Hindi.

Auf Wunsch entwickelt Nomen auch deutsche Namen. MT Stofferie heißt der deutschsprachige Online-Shop für Meterware und Kurzwaren der französischen Mondial Tissus Gruppe. Der ungewöhnliche, gleichzeitig verständliche und einprägsame Name soll der deutschsprachigen Zielgruppe eine Riesenauswahl an über 10.000 Stoffen versprechen und dazu einladen, sich von den Anregungen für Näh- und Dekoarbeiten inspirieren zu lassen.

Namensfindung: Tipps von der Markenexpertin

Wie findet man den richtigen Markennamen? Sybille Kircher, Geschäftsführerin der Düsseldorfer Namensagentur Nomen International Deutschland, verrät die 10 goldenen Regeln einer erfolgreichen Namensfindung:

Tipp 1: Frühzeitig starten
Beschäftigen Sie sich frühzeitig mit der Namenssuche und -absicherung, eine Vorlaufzeit von mindestens einem Jahr ist realistisch. Bei großangelegten internationalen Projekten kann der Zeitbedarf auch deutlich höher sein.

Tipp 2: Marke richtig positionieren
Keine Marke ohne Strategie: Nur wenn das strategische Fundament steht, kann die Markenbotschaft im Namen auf den Punkt gebracht werden. Es gilt, die Einzigartigkeit der Marke zu unterstreichen und sie im Markt unverwechselbar zu machen.

Tipp 3: Langfristig planen
Auch wenn zunächst nur ein bestimmtes Produkt vermarktet werden soll oder nur wenige Absatzmärkte ins Auge gefasst werden: Denken Sie langfristig. Wie könnten sich Ihr Sortiment, Ihre Zielgruppen oder Vertriebswege verändern? All das sollte bei der Namenswahl berücksichtigt werden.

Tipp 4: Brainstorming XXL
Um den richtigen Namen zu finden, braucht man eine Menge kreatives Material. Denn die meisten guten Ideen hatten auch andere schon, sodass sie aus rechtlichen oder strategischen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Entwickeln Sie Hunderte, am besten Tausende von Ideen. Am Ende wird garantiert nur eine Handvoll Namensvorschläge übrig bleiben.

Tipp 5: Kreuz- und Querdenken
Trendnamen sind Eintagsfliegen, die im Wettbewerbsumfeld nicht überleben. Also gerne mutig sein. Und: Finger weg von beschreibenden Begriffen, denn die sind markenrechtlich nicht schutzfähig und können beliebig kopiert werden.

Tipp 6: Muttersprachler vor Ort fragen
Es reicht nicht, den Google Übersetzer zu konsultieren. Namensfavoriten unbedingt von Muttersprachlern in allen Zielmärkten auf Aussprechbarkeit und Assoziationen überprüfen lassen. Aber Achtung: In manchen Kulturen wird keine offene Kritik geäußert. Gerade wenn ein Name peinliche Assoziationen auslöst, gibt das nicht jeder gerne zu.

Tipp 7: Juristische Prüfungen – ein Muss!
Wer einen neuen Namen anmelden will, darf grundsätzlich keine Rechte Dritter verletzen – egal ob die Marke aktuell verwendet wird oder nicht. Ob ein Namensvorschlag überhaupt schützbar ist oder ob er bestehende Rechte verletzt, sollte von einem Patentanwalt geprüft werden.

Tipp 8: Domain-Check nicht vergessen
Inzwischen gibt es Abermillionen registrierter .com-Domains und unzählige nationale Top-Level-Domains. Diese sollte man bei der Namenssuche nicht außer Acht lassen, da Unternehmensmarken oder starke Produktmarken im Internet unter einem gleichlautenden Domainnamen gesucht werden.

Tipp 9: Namen in andere Schriftzeichen übertragen
Andere Schriftsysteme stellen eine weitere Hürde dar. Insbesondere für den asiatischen Raum ist es ratsam, den Markennamen zusätzlich in die entsprechenden Schriftzeichen transkribieren zu lassen – bevor es findige Wettbewerber vor Ort tun und davon profitieren.

Tipp 10: Im Zweifelsfall Zweitmarke wählen
Falls der gewünschte Name in vielen Märkten, aber eben nicht in allen funktioniert, spricht nichts gegen eine Zweitmarke. Faustregel: So viel Standardisierung wie möglich, so viel Differenzierung wie nötig.

 

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