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Organspenden in Hamburg mehr als verdoppelt

Die Zahl der Organspenderinnen und -spender ist in der ersten Jahreshälfte 2018 bundesweit wieder angestiegen. In Hamburg liegen die Zahlen in dem Zeitraum weit über dem Deutschlandtrend.

Bundeszentrale f�r gesundheitliche Aufkl�rung (BZgA) in K�ln

Die Zahl der Organspenderinnen und -spender ist in der ersten Jahreshälfte 2018 bundesweit wieder angestiegen. In Hamburg liegen die Zahlen in dem Zeitraum weit über dem Deutschlandtrend.

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gab es in den ersten sechs Monaten bundesweit 484 Organspenderinnen und -spender. Damit sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 72 gestiegen. In der Hansestadt habe sich ihre Anzahl sogar mehr als verdoppelt, wie die Hamburger Gesundheitsbehörde bekanntgab. Hier stellten im ersten Halbjahr 30 Menschen ihre Organe für eine Transplantation zur Verfügung (2017 waren es 13). Auch die Zahl der gespendeten Organe sei in Hamburg in der ersten Jahreshälfte deutlich von 43 (2017) auf 103 (2018) angewachsen. Diese Steigerung liege ebenfalls weit über der bundesweiten Entwicklung: Laut DSO wurden im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 1.576 gespendete Organe verzeichnet (2017 waren 1.331).

„Nach einem Tiefpunkt der Organspenderzahlen in 2017 ist es gut, dass die Spenderzahlen in diesem Jahr wieder steigen. Ich bin froh, dass sie sich in Hamburg sogar mehr als verdoppelt haben. Die Botschaft, sich mit dem wichtigen Thema Organspende auseinanderzusetzen, zeigt offenbar erste Resultate. Resultate, die vielen Menschen schon jetzt das Leben gerettet haben“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Ich bin mir sicher, dass die Zahlen durch die neuen Vorgaben in unserem Landesgesetz zur Berufung und Freistellung von Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern weiter steigen werden. Der Bundesgesundheitsminister muss jetzt zügig die Hamburger Forderung nach einer höheren Vergütung für Transplantationsbeauftragte und Organentnahmen umsetzen, damit die Organspenden wirklich nachhaltig gesteigert werden. Der Schlüssel liegt in den Kliniken.“

Die DSO berichtet darüber hinaus, dass ebenso die Zahl der Kontakte, die sich auf Organspenden bezogen, durch die Kliniken mit der DSO im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um 20 Prozent gestiegen sei. Das heißt, dass die Krankenhäuser, in denen Entnahmen stattfinden, im ersten Halbjahr dieses Jahres in 1.373 Fällen Kontakt zur DSO als Koordinierungsstelle aufgenommen haben.

ORGANSPENDEAUSWEIS
Wer sich entscheidet, nach seinem Tod Organe zu spenden, kann mehrere Leben retten. Denn viele lebensbedrohend erkrankte Menschen sind dringend auf eine Organspende angewiesen. Derzeit stehen zu wenige Organe zur Verfügung, um allen Betroffenen rechtzeitig helfen zu können. Der Organspendeausweis ist eine schriftliche Willenserklärung für den eigenen Todesfall, um Klarheit zu schaffen. Die ausstellende Person hält darin fest, ob sie einige oder alle Organe und Gewebe für Transplantationen spenden möchte oder ob sie umgekehrt die Organentnahme ablehnt.
Organspendeausweise sind beispielweise in vielen Arztpraxen, Apotheken, bei der Patientenberatung der Ärztekammer Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg sowie im Internet unter www.hamburg.de/organspende erhältlich. Weiterführende Informationen zum Thema Organspende bieten auch die Deutsche Stiftung Organtransplantation unter www.dso.de und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.organspende-info.de.

 

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