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Die Fußball-WM ist (nahezu) risikofrei

Zwar macht die kommende Fußball-WM auch reichlich negative Schlagzeilen, wenn auch nicht unter sportlichen Aspekten. Aber abgesehen von möglichen Schäden durch Kriminalität oder soziale Unruhen sei alles sicher, oder zumindest versichert – sagen Deutschlands Versicherer.

obs / GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Zwar macht die kommende Fußball-WM auch reichlich negative Schlagzeilen, wenn auch nicht unter sportlichen Aspekten. Aber abgesehen von möglichen Schäden durch Kriminalität oder soziale Unruhen sei alles sicher, oder zumindest versichert – sagen Deutschlands Versicherer.

Trotz des Spiegel-Tietels „Tod und Spiele“ werde Sicherheit an der Copacabana groß geschrieben: Zumindest die Organisatoren, allen voran die FIFA, die Mannschaften und die Spieler seisen finanziell bestens geschützt, beteuert der Gesamtverband der Versicherer.

Was für die Fans Unterhaltung pur ist, sei für die Veranstalter eine knallharte wirtschaftliche Unternehmung – mit den entsprechenden Risiken. Brasilien hat insgesamt umgerechnet rund 10,5 Euro Milliarden in die WM investiert: Für den Um- beziehungsweise Neubau der zwölf Stadien, der Flughäfen, der innerstädtischen Infrastruktur, der Telekommunikation, für Hotels und den Sicherheitsbereich.

Allein die Stadionbauten haben mindestens 2,53 Milliarden Euro verschlungen. Mehr als die Hälfte der Kosten trug das Land, die restlichen Aufwendungen teilten sich die WM-Städte und private Investoren. Öffentliche und private Investoren hätten sich geschützt – ohne umfassende Bau-, Haftpflicht- und andere Versicherungen wäre keines der Projekte zustande gekommen, argumentiert die deute Versicherungswqirtschaft.

Versicherungsbedarf von rund 5 Milliarden Euro

Für Brasilien liegen zwar noch keine Zahlen vor, doch ein Blick auf die WM in WM 2010 in Südafrika verdeutlicht die Größenordnung: Damals hatten beispielsweise rund 130 Fernsehsender schätzungsweise rund 3 Milliarden Dollar für die Übertragungsrechte gezahlt. Der Wegfall der werbeträchtigen Fernsehübertragungen stellt das größte Risiko für den Veranstalter dar.

Um mögliche Verluste beispielsweise durch Stromausfall, Satelliten- oder Übertragungsfehler bezahlen zu können, werden solche Risiken versichert. Auch Sponsoren, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften oder Fanartikelhersteller wollen sich gegen das Risiko versichern, dass die WM ausfällt. Für die WM in Südafrika lag der Versicherungsbedarf damals bei rund 5 Milliarden Euro. So hoch wäre der finanzielle Schaden gewesen, wenn die WM komplett ausgefallen wäre.

Ein Totalausfall kostet 650 Millionen Dollar

Um auch 2014 das Risiko zumindest finanziell in den Griff zu bekommen, hat sich die Fifa für den Fall der Verlegung oder des Totalausfalls der WM versichert. Die Summe ist nicht offiziell, dürfte sich aber im Bereich von 650 Millionen Dollar (rund 470 Millionen Euro) bewegen. Gezahlt wird, wenn Spiele etwa wegen Terroranschlägen, Epidemien oder Naturkatastrophen abgesagt oder verschoben werden müssten.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die rund 470 Mitgliedsunternehmen mit 212.700 Beschäftigten und Auszubildenden bieten durch 460 Millionen Versicherungsverträge umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen.

 

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