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IAPH World Ports Conference tagt in Hamburg

Die Hansestadt Hamburg ist in diesem Jahr Austragungsort der 29. IAPH World Ports Conference, der weltweit bedeutendsten Konferenz der maritimen Wirtschaft. Vom 1. bis 5. Juni 2015 diskutieren internationale Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über veränderte Anforderungen und alternative Handlungsweisen in Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels.

Die Hansestadt Hamburg ist in diesem Jahr Austragungsort der 29. IAPH World Ports Conference, der weltweit bedeutendsten Konferenz der maritimen Wirtschaft. Vom 1. bis 5. Juni 2015 diskutieren internationale Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über veränderte Anforderungen und alternative Handlungsweisen in Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels.

Themen der Konferenz werden etwa intelligente Lösungen für Verkehrs- und Warenflüsse im Hafen sowie die Vereinbarkeit von Umwelt und Hafenwirtschaft sein. Darüber hinaus stehen auch rechtliche Fragen in Bezug auf die Hafenwirtschaft, Chancen für und durch die Kreuzschifffahrt und das Thema „Clean Air“ auf dem Programm.

Die Hamburg Port Authority (HPA), Gastgeber der Konferenz, rückt ihr Konzept des „Smartport“ in den Blickpunkt. Während der fünftägigen Konferenz erfahren die Gäste, was Hamburg, Europa und die Welt unter intelligentem Hafenmanagement verstehen. Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority, erläutert in diesem Zusammenhang, wie im Hamburger Hafen durch Einsatz einer IT-gestützten Infrastruktur wirtschaftliche und logistische Prozesse effizienter und nachhaltiger gemacht werden können. Michael Pal, Principal Logistics Analyst for Fremantle Ports, demonstriert am Beispiel des „Truck Marshalling Automation and Key Performance Indicator Control“, eine australische Sichtweise von intelligentem Hafenmanagement. Darüber hinaus liefern Vertreter aus Stockholm, Valencia und Fernost Antworten auf die Frage, was einen Hafen zum Smartport macht.

INTERNATIONAL ASSOCIATION OF PORTS AND HARBORS
Als globale Interessenvertretung der Seehäfen wurde die International Association of Ports and Harbors (IAPH) am 7. November 1955 in Los Angeles, USA, gegründet. Beteiligt waren etwa 100 Delegierte von 38 Häfen und maritimen Vereinigungen aus 14 Ländern. Die Organisation hat ihren Sitz in Tokio, Japan. In den zurückliegenden über fünf Jahrzehnten entwickelte sich die IAPH zu einem weltweit agierenden Verband, der über 200 Häfen aus 90 Nationen repräsentiert. In den Mitgliedshäfen werden rund 60 Prozent des gesamten Seehandels und annähernd 80 Prozent des weltweiten Containerumschlags abgewickelt. Die IAPH agiert regierungsunabhängig und gemeinnützig. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder zu fördern und gemeinsam Lösungen für globale maritime Probleme zu finden. Zudem gibt die Organisation kontinuierlich Erkenntnisse und Empfehlungen an ihre Mitglieder weiter, die so von den Erfahrungen anderer profitieren können. Quelle: IAPH.

Zum Auftakt der Konferenz geht es in die Diskussion um das Thema Schiffsgrößenentwicklungen: Auf dem Podium wird unter anderem beleuchtet, vor welchen Herausforderungen Häfen, Terminals und Kapitäne bei der Abfertigung von Mega-Carriern stehen und ob die Entwicklung von Schiffsgrößen limitiert ist. Als Einstieg in diese Fragestellung dient ein allgemeiner Überblick zu weltwirtschaftlichen Entwicklungen, den Peter Hinchliffe, Secretary General International Chamber of Shipping, und Dr. Christian Growitsch, Director of the Hamburg Institute of International Economics (HWWI), geben.

Der letzte Konferenztag widmet sich in Parallelsessions den Themen Kreuzfahrt, Hafenrecht und Luftreinheit in Häfen. Zudem trifft sich das IAPH Women’s Forum zur Frage „How diversity contributes to smart thinking“. In der Kreuzfahrt-Session beleuchtet unter anderem Douglas Ward, Autor des Berlitz Cruise Guides, die Bedeutung eines „Wow-Effekts“ in der Vermarktung von Kreuzfahrtangeboten. Beim Thema Hafenrecht widmen sich Rechtsexperten aus Rotterdam, London und Hamburg unter anderem dem Thema Standortfaktoren für die Verfolgung maritimer Rechtsangelegenheiten. Zudem gehen sie der Frage nach, wie angemessen Versicherungspolicen im Falle von Unfällen in Häfen heute noch sind. Sind Schiffsladungen heute noch ausreichend versichert? Wer haftet im Falle von Sach- oder Personenschäden in Häfen?

Rund um die Konferenz bietet ein attraktives Rahmenprogramm die Möglichkeit, die Stadt Hamburg von ihrer schönsten Seite kennenzulernen und mit internationalen Kollegen zu Netzwerken. Für das Abendprogramm lädt die HPA ihre Konferenzteilnehmer in das stilvolle Ambiente historischer Gebäude im Herzen der Hansestadt. Zudem laden Exkursionen ein, den Smartport Hamburg hautnah zu erleben.

Erste intelligente Ampelanlage im Hamburger Hafen

Bereits am 28. Mai 2015 stellte die Hamburg Port Authority (HPA) gemeinsam mit NXP Semiconductors die erste intelligente Ampelanlage für den Hamburger Hafen vor. Mit dem „Smartport Traffic Light“ will die HPA die Verkehre intelligenter lenken und staufrei zum Ziel führen soll. Die stetig zunehmenden Verkehrsmengen im Hamburger Hafen führen zu Beeinträchtigungen im Verkehrsfluss, Staus erhöhen die Emissionen. Um hier auch in die Zukunft gerichtet entgegenzuwirken und den Standort Hamburg zu stärken, setzt die HPA zunehmend auf IT-gestützte Maßnahmen. Mittels intelligenter Technologien lassen Ampeln sich zukünftig so schalten, dass Lkw schneller ans Ziel kommen und schneller abgefertigt werden können.

 

Bildquellen

  • fotolia_44487969_xs: thomaslerchphoto / Fotolia.com
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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

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