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EU-Kommission will Fusion von Facebook und WhatsApp erneut prüfen

Die Nutzerdaten von WhatsApp sollen künftig mit Facebook geteilt werden. Den neuen Richtlinien können die Nutzer von WhatsApp zwar widersprechen, Rufnummern sollen aber in jedem Fall übermittelt werden. Die EU-Kommission will die Pläne von Facebook und WhatsApp untersuchen und droht sogar damit das Fusionsverfahren aus dem Jahr 2014 neu aufzurollen.

Die Nutzerdaten von WhatsApp sollen künftig mit Facebook geteilt werden. Den neuen Richtlinien können die Nutzer von WhatsApp zwar widersprechen, Rufnummern sollen aber in jedem Fall übermittelt werden. Die EU-Kommission will die Pläne von Facebook und WhatsApp untersuchen und droht sogar damit das Fusionsverfahren aus dem Jahr 2014 neu aufzurollen.

EU-Kommission könnte Facebook-Pläne kippen

Am 25. August teilte WhatsApp mit, dass die Telefonnummern und das jeweilige Nutzerverhalten der User mit dem Mutterkonzern Facebook geteilt werden sollen. Diesem Plan können die User noch gut drei Wochen widersprechen. Doch dieser Widerspruch wirkt sich demnach nur auf die Personalisierung von Werbung und Freundes-Vorschlägen aus. Die Rufnummern sollen dennoch an Facebook weitergegeben werden.

Rufnummernabgleich für gezielte Werbung

Durch den Abgleich der Rufnummern zwischen Facebook- und WhatsApp-Account, möchte Facebook seinen Usern relevantere Werbung anzeigen. Gerade Unternehmen, die bereits im Telefonbuch der User stehen, sollen so ihre Kunden gezielt über Facebook mit Werbung ansprechen können. Wie bereits über den Facebook Messenger getestet wird, soll künftig auch über WhatsApp die Kommunikation zwischen Unternehmen und Endkunden möglich sein. Facebook arbeitet dazu an entsprechenden Vermarktungskonzepten für WhatsApp.

Kein Mitlesen von Gesprächen

In der Ankündigung die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien zu ändern, betonte WhatsApp, dass Unterhaltungen und Gespräche keinesfalls mit Facebook geteilt werden sollen. Die eingeführte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mache Gespräche nur für die User einsehbar. Diese würden auch nicht auf den Servern des Dienstleisters gespeichert. Zu den Änderungen für seine Kunden äußerte sich WhatsApp über den Unternehmensblog:

„Heute aktualisieren wir zum ersten Mal seit vier Jahren die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie von WhatsApp, als Teil unserer Pläne in den kommenden Monaten Wege zu testen, wie Personen mit Firmen kommunizieren können. Die aktualisieren Dokumente spiegeln auch wider, dass wir jetzt ein Teil von Facebook sind und wir kürzlich viele neue Funktionen, wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, WhatsApp Call und Messaging-Werkezeuge, wie WhatsApp für Web und Desktop eingeführt haben.“

Nachträgliches Widersprechen möglich

Viele User von WhatsApp haben bereits das eingeblendete Pop-Up-Fenster mit den Informationen über die künftigen Änderungen bei den Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen weggewischt und diese angenommen. Doch auch nachträglich haben die User die Möglichkeit den Änderungen zu widersprechen. Dazu muss das Häkchen hinter dem Punkt „Meine Account-Info teilen“ entfernt werden. Dieses Feld finden die User unter dem Menüpunkt „Account“.

EU-Kommission mit Neuerungen nicht einverstanden

Die neuen Datenschutzrichtlinien und Geschäftsbedingungen von WhatsApp und Facebook sind indes der EU-Kommission übel aufgestoßen. Diese hatte vor gut zwei Jahren für die milliardenschwere Übernahme von WhatsApp durch Facebook freigemacht. Nach „Spiegel“-Informationen soll aber nun das Fusionskontrollverfahren, das die Übernahme von WhatsApp durch Facebook überwachte, neu aufgerollt werden. Schon damals waren die Hürden die Fusion sehr hoch. Unter anderem haben die EU-Kommission im Jahr 2014 die Fusion nur deshalb genehmigt, weil Facebook-Gründer Mark Zuckerberg der EU zusicherte, dass ein Datenaustausch zwischen den Unternehmen nicht stattfinden würde. Dies würde sich jetzt ändern. Deshalb habe man bereits Gespräch mit Facebook aufgenommen. Auch das deutsche Bundeskartellamt ist bereits eingeschaltet.

Handeln von Facebook und WhatsApp nicht transparent genug

Ein großer Punkt der Ermittlungen gegen Facebook ist die mangelnde Transparenz. Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamts, sagte dem Spiegel dazu, dass das Verfahren gegen Facebook höchste Priorität habe. „Es geht um Big Data und darum, was Facebook alles machen darf, um unsere Daten zu Geld zu machen“, erklärte Mundt. „Wir müssen in den Maschinenraum des Unternehmens, um mögliche Beschränkungen des Wettbewerbs zu verstehen.“

Welche rechtlichen Folgen die neuen Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen von WhatsApp haben könnten, ist bislang noch nicht ersichtlich. Verfahren gegen Facebook und WhatsApp wären auch hierzulande möglich und denkbar. Welche möglichen Strafen WhatsApp und Facebook drohen könnten, ist bislang noch nicht bekannt.

 

Christian Esser

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