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Mit den Erfolgsmethoden der Werbung ins Herz und Hirn gelangen

Verhaltener Applaus, im Raum wird es wieder heller und egal wo der Blick hinfällt, verschlafene Gesichter. Wer hat da noch gleich gestanden? Was war Thema der Präsentation? Routiniert wurde durch die PowerPoint geklickt und mit monotoner Stimme das vorgelesen, was schon an der Wand geschrieben steht.

Verhaltener Applaus, im Raum wird es wieder heller und egal wo der Blick hinfällt, verschlafene Gesichter. Wer hat da noch gleich gestanden? Was war Thema der Präsentation? Routiniert wurde durch die PowerPoint geklickt und mit monotoner Stimme das vorgelesen, was schon an der Wand geschrieben steht.

Bittere Realität in Meetings, auf Kongressen und Vortrags-Events. In meiner Serie „Neu präsentieren“ zeige ich Ihnen, wie Sie aus Ihren Präsentationen regelrechte Vortrags-Events machen. Sagen Sie Schnarch-Präsentationen den Kampf an!

Jeder Vortrag sollte ein Stück Werbung sein

84 Prozent der Präsentationen sind stinklangweilig und einschläfernd – das hat das Wall Street Journal herausgefunden. Anstatt seine Zuhörer mit einem kreativen, informativen und unterhaltsamen Vortrag zu begeistern, verhelfen die Präsentatoren ihren vermeintlichen Zuhörern nur zu einem erholsamen Nickerchen. Jeder Vortrag sollte ein Stück Werbung sein – Werbung für ein Konzept, eine Lösung, ein Unternehmen, eine Abteilung und sogar für den Präsentator selbst.

Illustrieren, Inszenieren, Interagieren!

Wenn also Vorträge gleich Werbung sind, müssen auch die Techniken aus Werbung und Marketing in Präsentationen funktionieren. Ja, es stimmt! Was einen Werbespot zu einem überraschenden und funktionierenden Werbespot macht, lässt sich auch vorne auf dem Podium erfolgreich nutzen: Mit ein bisschen Quermachen und Querdenken! Hier drei Erfolgsrezepte aus der Werbung, die genauso auch für eine gelungene Präsentation sorgen:

1. Illustrieren! Bilder, Bilder, Bilder – heißt die Devise. So simpel wie wirkungsvoll. Zaubern Sie Bilder in die Köpfe Ihres Publikums. Denn nur, wenn Sie Bilder nutzen, schaffen Ihre Informationen den Weg ins Langzeitgedächtnis!

2. Inszenieren! Und zwar anders als alle anderen. Überraschend und merkfähig. Nicht einfach in der Gegend herumbeamen, sondern zum Beispiel live erklären, demonstrieren, zeigen, zeichnen, basteln und alle Sinne anregen.

3. Interagieren! Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Publikum auf. Beziehen Sie es in Ihre Präsentation ein. Stellen Sie Fragen, fragen Sie nach Meinungen und Ideen und bringen Sie Ihre Zuhörer in Aktion.

Um diese drei Rezepte umzusetzen, braucht es natürlich auch bestimmte Methoden. Hier kommt die erste Technik, mit der Sie auf jeden Fall für Aufmerksamkeit sorgen werden.

Technik 1: Mit Storytelling direkt ins Hirn

Menschen lieben Geschichten. Nicht umsonst wird getratscht, werden Fakten künstlich aufgebauscht. Je besonderer die Story, desto – im wörtlichen Sinne – „merkwürdiger“ ist sie. Unzählige Werbestudien haben bewiesen, dass in Stories verpackte Inhalte viel besser verstanden, vom Hirn verarbeitet und dort verankert werden als die puren, nackten, rationalen Fakten.

Überraschende und ungewöhnliche Geschichten

Die Werbung nutzt überraschende und ungewöhnliche Geschichten, um sich fast unmerklich in den Kopf der Konsumenten einzuschleichen. Und schon liegt die so unglaublich leckere Kondensmilch im Einkaufswagen, die in der Werbung von einem süßen braunen Bären auf einer saftigen Alm in eine schicke Milchkanne gegossen wurde. Oder erinnern Sie sich an die Werbung eines großen schwedischen Möbelhauses, bei der pünktlich zum so genannten Knut-Tag die Weihnachtsbäume aus den Fenstern geworfen werden, um Platz zu machen für neue Möbel? Die Macht dieser Geschichten ist begründet in unser aller Entwicklung: Kommunikationsexperten sind sich heute sicher, dass ein soziales Miteinander nur möglich ist, in dem wir uns Geschichten erzählen.

Was reißt Sie denn so vom Hocker?

Storytelling ist eines der wichtigsten Instrumente, um die Aufmerksamkeit von Menschen zu erregen. Eine Geschichte zu hören ist für das Hirn zwar nicht so stark wie das echte Live-Erlebnis, aber es ist die nächstbeste Alternative. In gleicher Weise können auch Präsentatoren Geschichten erzählen – als eine Art Mini-Werbespot in ihrem Vortrag. Die stärkste Variante ist immer die Story, die man selbst erlebt hat. Natürlich sollten Sie nicht von Ihrem allmonatlichen Besuch bei der Schwiegermutter erzählen oder von Ihrer letzten Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Wichtig ist, dass Sie eine Geschichte finden, die Sie gut auf Ihr Vortragsthema beziehen können – aber vor allem: Finden Sie eine Geschichte, die Ihre Zuhörer bewegt, die anders ist!

Ein kleiner Schritt für Sie, ein großer für Ihr Publikum

Themen aus der täglichen Arbeitswelt können mit emotionalen Geschichten näher an die Zuhörer gebracht werden. Wie leitet man denn zum Beispiel einen Vortrag über „Zielerreichung“ spannend ein? „Zielerreichung“ ist wieder eine jener Worthülsen, die ähnlich inflationär und inhaltsleer sind wie „Nachhaltigkeit“. Wenn Sie es machen wollen wie die meisten anderen, könnten Sie Ihre Präsentation so beginnen: „Die Zielerreichung ist für unser Unternehmen von besonderer Bedeutung. Jedes einzelne Projekt wollen wir deshalb hinsichtlich des Erfolgs an der Erreichung der Zielvereinbarung messen. Wichtig ist dabei die permanente Orientierung der eigenen Leistung und Motivation an den gesteckten Zielen.“Wow! Kommunikativ dürfte es mit der Zielerreichung hier nicht geklappt haben. Es wird nicht von Menschen geredet, sondern philosofaselt, dass es kracht.

Wer Ziele hat, sollte daran glauben sie zu erreichen!

Zum Vergleich: Wussten Sie zum Beispiel, dass der deutsche Astronaut Thomas Reiter als Elfjähriger einen Brief an Neil Armstrong schrieb. Jenen Menschen, der kurz zuvor einen „großen Schritt für die Menschheit“ getan hatte – auf die Oberfläche des Mondes. In diesem Brief schrieb Reiter in natürlich kindlicher Art, wie sehr er Armstrong und seine Mondlandung bewundere, und dass er auch mal so ein Weltraumfahrer werden wolle. Zeitsprung. Rund 40 Jahre später war genau dieser Junge über 300 Tage im All, ist im Sojus-Raumschiff ebenso geflogen wie im Space Shuttle, war Gast auf der Mir und der Raumstation ISS. Seine Botschaft: Wer Ziele hat, sollte immer daran glauben, sie zu erreichen, und alles dafür tun. Denn dann werden sie Wirklichkeit.

Meine Botschaft: Wenn der Text einer Präsentation nicht unmittelbar mit Menschen zu tun hat und keine Bilder auslöst, wird er weder verstanden noch gespeichert. Suchen Sie deshalb immer nach Storys, die Bilder bewirken.

Buchtipp:

Neu präsentieren
Begeistern und überzeugen
mit den Erfolgsmethoden der Werbung

Darin bietet Danz ein neuartiges Grundlagenwerk mit einem besonderen Ansatz für alle, die im Beruf eine überzeugende Präsentation halten wollen. Die Kreatorik©-Methode nutzt Techniken aus der Werbung, mit denen man ungewöhnlich und neuartig präsentieren kann, so dass die Zuhörer die Botschaft nicht nur verstehen, sondern sich auch garantiert merken. Dieses Buch ist die ultimative Handlungsanleitung für Präsentatoren, die ihren Vortrag zu einem prickelnden und inspirierenden Event machen wollen, der die Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute fesselt, sie nachhaltig überzeugt.

 

Gerriet DANZ

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