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Praxisbeispiel Steuerberatung: Wie eine Krise das Homeoffice auf die Probe stellt

Wie mache ich mein Unternehmen zu einem attraktiveren Arbeitgeber? Diese Frage stellen sich Geschäftsführer, Personaler und andere Entscheider immer häufiger. Dabei dreht es sich längst nicht mehr um rein monetäre Argumente, die man den Bewerbern in die Waagschale werfen muss. Immer mehr Arbeitnehmer sehnen sich nach flexibleren Arbeitsmodellen.

Dabei spielt das Homeoffice eine ganz zentrale Rolle. Bereits seit vielen Jahren zeichnen sich moderne Arbeitgeber durch dieses Angebot aus, richtig salonfähig und auch in der Breite eingesetzt wird das Homeoffice aber erst seit der Corona Krise 2020, in der Arbeitnehmer bewiesen haben, dass es eben auch von Zuhause aus funktionieren kann. Und so entwickelt sich aus der Not eine Tugend. Wir haben nach einem Unternehmen gesucht, was sich bereits erfolgreich auf diese neue Arbeitsdynamik eingestellt hat: Eine Steuerberatung in Düsseldorf.

Im Jahr 2019 enthielten nur 1,5% aller Stellenangebote in Deutschland (Quelle: statista.de) die Möglichkeit, anfallende Arbeit auch teilweise von Zuhause aus zu erledigen. Das Jahr 2020 zwang viele Unternehmen in das Experiment Homeoffice, bei dem die meisten Angestellten unvorbereitet und damit provisorisch ihrer Arbeit vom häuslichen Schreibtisch nachgehen mussten. Da das Thema „Digitalisierung der Arbeitsprozesse“ zu lange von vielen Unternehmen vernachlässigt wurde, zeigte sich ein massiver Investitionsstau. Doch ist Homeoffice nicht viel mehr als ein Notnagel in Krisenzeiten?

Wir haben uns mit einem etablierten Steuerberater in Düsseldorf unterhalten, der Kanzlei Trimborn . Partner. Während die Branche für viele einen „eingestaubten“, wenig fortschrittlichen Eindruck macht, hat das Team um Gründer Jakob Trimborn es früh verstanden, sich digital aufzustellen. Schon weit vor der sich anbahnenden COVID-19 Pandemie wurden die Arbeitsprozesse weitestgehend digitalisiert und ein ortsunabhängiges Arbeiten in vielen Unternehmensteilen ermöglicht. Zusätzlich zu den Arbeitsprozessen war für die Steuer- und Unternehmensberater die höchstmögliche Datensicherheit natürlich ein wichtiges Augenmerk. „Genutzt wurde das Angebot der „Heimarbeit“ eher selten. Es war kein grundlegendes Arbeitskonzept. Die Mitarbeiter haben in der Regel im Büro gearbeitet“, verrät uns Philipp Trimborn, Steuerberater in der Kanzlei.

„Als die Thematik rund um Corona auch bei uns in Deutschland ankam, haben wir proaktiv darum gebeten von Zuhause aus zu arbeiten, in den Bereichen wo es uns eben möglich war. Das bedeutet auch bei langer Vorbereitung eine Umstellung, für alle: Mandaten, Angestellte und Geschäftsleitung.“ Doch die „neue“ Arbeitsform sorgte schnell für positives Feedback aus der Belegschaft. Die Abwechslung zum klassischen Büroalltag wirkte erfrischend, veränderte die Perspektive und fand Gefallen. Doch wie sieht die andere Seite der Medaille aus, schließlich fürchteten im Vorfeld viele Unternehmer um die Effizienz der eigenen Belegschaft?! „Neben unserem ohnehin großen Grundvertrauen in unsere Kolleginnen und Kollegen, wurden vom Start weg mindestens gleichwertige Arbeitsleistungen gezeigt. Das hat uns direkt zu Beginn der Maßnahme ein gutes Gefühl gegeben. Bei einem intakten Betriebsklima ist das Homeoffice für uns ein gleichermaßen effizientes wie abwechslungsreiches Arbeitskonzept. Unsere Kollegen/Innen spüren das in sie gesetzte Vertrauen und arbeiten auch von Zuhause mandantenorientiert und zielstrebig. Unsere Klienten standen der Abwechslung in Form von Video-Telefonaten ebenfalls sehr offen gegenüber.“

Dabei zahlte sich die Vorbereitung der digitalen Standards schnell aus: Man war von Tag Eins in der Lage die hohen Datenschutzansprüche, die man an sich selbst stellt, auch auf digitalen Kommunikationswegen zu gewährleisten. Beispielsweise durch den Einsatz von in Deutschland platzierten Servern, über die digitale Prozesse abgewickelt wurden.

Für die Steuerberater aus Düsseldorf hat sich jedenfalls schnell gezeigt, dass Homeoffice auch nach 2020 eine funktionale Möglichkeit bietet, räumlich unabhängiger und damit auch flexibler zu arbeiten. Und generell erwarten Experten eine signifikante Zunahme der Angebote aus der häuslichen Umgebung zu arbeiten. Bereits 2030 erwartet Digitalisierungs-Pionier und Facebook Gründer Mark Zuckerberg einen Homeoffice Anteil von 50% in seinem Unternehmen. Denn bei allen Herausforderungen, beispielsweise durch das gesteigerte Ablenkungspotential, die Chancen des Homeoffice liegen spätestens nach den Erfahrungen Anfang 2020 für viele Unternehmen auf der Hand. So wird ein Umdenken stattfinden, nicht einzig in Tech-Firmen wie Facebook. Der von uns betrachtete Fall Trimborn . Partner ist schlussendlich Beleg dafür, dass auch in alteingesessenen Branchen das Homeoffice Potentiale bietet.

 

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