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Die Insolvenz abwenden

Mehr als 26.000 Unternehmen mussten im Jahr 2013 Insolvenz anmelden. In den Schlagzeilen war vor allem von der Baumarktkette Praktiker zu lesen, doch auch viele unbekannte Firmen waren betroffen. Allerdings muss es nicht immer so weit kommen; unter Umständen lässt sich der finanzielle GAU verhindern.

Pixabay � geralt (CC0 1.0)

Oft kleine Unternehmen betroffen

Von der Insolvenz von Praktiker waren etwa 7.600 Mitarbeiter betroffen, in den meisten Fällen sind es jedoch kleinere Unternehmen, die zahlungsunfähig sind. „Die überwiegende Mehrzahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland betrifft mittlerweile sehr kleine Unternehmen. In acht von zehn Fällen (79,5 Prozent) waren maximal fünf Mitarbeiter im Unternehmen tätig; viele sind sogar Soloselbstständige. Lediglich ein Unternehmen von hundert (0,9 Prozent) beschäftigte zum Zeitpunkt der Insolvenz noch mehr als 100 Mitarbeiter.“ (Quelle: http://www.creditreform.de/aktuelles/news-list/details/news-detail/insolvenzen-in-deutschland-2013.html).

Damit dieser Fall nicht eintritt, ist es wichtig, von Anfang an einen Finanzplan zu haben. Wer nur wenige Mitarbeiter beschäftigt oder alleine selbstständig ist, muss seine Ausgaben und Einnahmen genau im Blick halten. Schnell ist sonst der Punkt erreicht, an dem es nicht weiter geht. Einen Finanzplan zu erstellen, ist nicht sonderlich schwer und kann für den eigenen Gebrauch in wenigen Stunden geschrieben werden. Ist das Unternehmen bereits zahlungsunfähig und das Insolvenzverfahren steht bevor, muss ebenfalls ein Finanzplan geschrieben werden. Er hat dann den Zweck, die Überlebenschance der Firma zu ermitteln.

Einen Finanzplan erstellen

Der Vorteil bei diesem Plan ist, dass die Selbstständigen genau darlegen können, wie die kommende Periode geplant wird. Kommt es im Laufe der Zeit zu Abweichungen, können Unternehmer dadurch schneller reagieren.

  • Zuerst müssen die Selbstständigen eine Planperiode festlegen. Um einen kurzfristigen Überblick zu bekommen, wird ein Plan über einen Monat oder ein Quartal empfohlen. Wer längerfristiger planen will, nimmt ein halbes oder ganzes Jahr.
  • Als Ausgangspunkt für alle weiteren Rechnungen ist die Liquidität zu ermitteln. Dafür sind alle noch ausstehenden Rechnungen vom Guthaben abzuziehen. Sind sofort Investitionen notwendig, die sich nicht vermeiden lassen, sind sie ebenfalls einzuplanen. Offene Rechnungen, die noch Kunden zu bezahlen sind, werden nicht berechnet. Es kann nicht sicher gesagt werden, ob und wann der Betrag auf dem Konto eingeht oder ob Mahn- sowie Anwaltskosten im Falle einer Zahlungsverweigerung notwendig werden.
  • Im nächsten Schritt ist es notwendig, alle fixen Ausgaben aufzulisten: Die Miete, Personalkosten, Versicherungen, Fahrzeuge oder Rückzahlungen sowie Zinsen für laufende Kredite sind hier zu erfassen.
  • Einnahmen, die regelmäßig auf dem Konto zu verbuchen sind, lassen sich im nächsten Schritt auflisten. Besonders in der Selbstständigkeit ist eine Prognose über das Verhalten der Kunden immer ein relativ schwieriges Unterfangen; einen Durchschnitt des monatlichen Einkommens zu ermitteln, ist daher ratsam.
  • Die Ausgaben sind nun von den Einnahmen abzuziehen. Im besten Fall steht am Ende der Rechnung ein Plus, ein Minus ist aber ebenso möglich.
  • Anhand dieser Zahlen kann der Unternehmer nun erkennen, wie hoch die Schulden sind, die er jeden Monat macht. Da aber alle Ausgaben protokolliert wurden, lassen sich unter Umständen Posten ermitteln, die in Zukunft zumindest vorübergehend zu streichen sind, bis die Krise überstanden ist.

Hinweise ernst nehmen

Unternehmer sind vielleicht sogar überrascht von einer finanziellen Bedrohung des Geschäfts. Dabei gibt es im Laufe der Jahre immer stärkere Hinweise, die darauf deuten, dass sich eine Insolvenz anbahnt.

  • In den meisten Fällen sind Selbstständige auf Partner angewiesen. Bestand in der Vergangenheit die Möglichkeit, auf Rechnung zu bezahlen und ist seit einiger Zeit nur noch Vorkasse möglich, ist das eventuell ein Zeichen dafür, dass sich der Partner mit der Zahlungsmoral nicht zufrieden zeigt.
  • Über die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, die für die Steuererklärung zu erstellen ist, lässt sich der jährliche Gewinn schnell ermitteln. Nimmt er stetig ab, ist dies ein sicheres Zeichen, dass finanzielle Not vorhanden ist.
  • Läuft das Geschäft, können sich Selbstständige ein finanzielles Polster aufbauen. Lassen die Einnahmen jedoch zu wünschen übrig, nimmt die Höhe der Rücklagen ab, da davon die laufenden Kosten zu zahlen sind.

Ein Schutzschirmverfahren in Anspruch nehmen

Ist eine Insolvenz nicht mehr zu vermeiden, gibt es immer noch die Möglichkeit, das Unternehmen zu retten. Eine Unternehmenssanierung durch ESUG Schutzschirmverfahren erleichtert diesen Schritt. Erst seit März 2012 ist das Schutzschirmverfahren in der Insolvenzordnung enthalten. Um es in Anspruch zu nehmen, muss der Unternehmer sich allerdings früh um den Antrag kümmern. Außerdem muss er anhand eines Finanzplans nachweisen können, dass seine Firma liquide ist. Besteht nicht die Aussicht, dass es zu sanieren ist, wird dem Antrag nicht stattgegeben. Ein Wirtschaftsprüfer oder eine ähnlicher Beruf, der Erfahrung in Insolvenzsachen vorweisen kann, erstellt darüber eine Bescheinigung.

 

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