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Zahl der Firmeninsolvenzen auf dem Tiefstand

Der Pleitegeier befindet sich im Sturzflug. Denn die Zahl der Firmeninsolvenzen ist auf einem so niedrigen Stand wie zuletzt in den 90er Jahren. Dies nicht zuletzt weil die Zahlungsmoral überraschend stabil ist.

djama / Fotolia.com

Konkrete Zahlen liefert der Bundesverband Deutscher Inkasso -Unternehmen e.V. (BDIU). Für das Jahr 2013 erwarten die Experten rund 26.000 Unternehmenspleiten. Im Vorjahr lag die Zahl bei knapp 28.300, und weniger als 26.000 Pleitefälle gab es zuletzt in 1996.

Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gläubigerschäden auf einem hohen Niveau liegen. Für das erste Halbjahr stehen aufgrund von Insolvenzen Forderungsverluste von 12,8 Milliarden Euro in den Bilanzen.

Momentan ist die Zahlungsmoral stabil. Wobei die Herbstumfrage unter den Inkassounternehmen ergab, dass private Schuldner jetzt schlechter zahlen als noch vor einem halben Jahr. Die Gründe hierfür sind Überschuldung, ein unkontrolliertes Konsumverhalten und nicht zuletzt Arbeitslosigkeit. Insgesamt ist auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen rückläufig, sie wird auf etwa 90.000 Verfahren sinken (zum Vergleich in 2012 waren es 97.600). Private Pleitiers haben im Schnitt Verbindlichkeiten von rund 53.000 Euro.

Die beschlossene Verkürzung der Wohlverhaltensperiode im Verbraucherinsolvenzverfahren von aktuell sechs auf dann drei Jahre wird wohl zu steigenden Zahlen führen. Sorgenkinder sind laut den Inkassounternehmen junge Verbraucher bis 25 Jahre. Telekommunikationsunternehmen, Onlinehändler und Internet-Serviceanbieter sind die Branchen, bei denen die Jugend in der Kreide steht.

Besonders schwer tun sich Handwerker damit, ihre berechtigten Forderungen gegenüber der Kundschaft – auch Behörden und Verwaltungen – durchzusetzen. Ebenso ringen der Onlinehandel, der Versandhandel sowie die Energieversorger um jeden Cent.

Die gigantische Summe von 80 Milliarden Euro Außenstände liegt bei der öffentlichen Hand. „Das Forderungsmanagement der öffentlichen Hand muss besser werden“, fordert BDIU-Präsident Wolfgang Spitz. „Die neue Bundesregierung muss gesetzliche Möglichkeiten schaffen, dass die öffentliche Hand mit externer Unterstützung, zum Beispiel im Wege der Verwaltungshilfe, ihre überfälligen Forderungen besser realisieren kann und so mehr Mittel für den dringenden Erhalt und die Erneuerung unserer Infrastruktur bekommt.“

 

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