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Geld für Gründer: Wie Start-ups an Kapital kommen

Am Anfang steht eine Idee – und zumeist Ersparnisse. Für den Großteil der deutschen Start-ups ist Eigenkapital zumindest zu Beginn die wichtigste Finanzierungsform. 82,4 Prozent der jungen Unternehmen werden zumindest teilweise von ihren Gründern finanziert. Wenn das Geschäft aber kräftig wächst (und das Bankguthaben schrumpft), ist es Zeit, sich auf die Suche nach frischem Kapital zu machen.

detailblick / Fotolia.com

Am Anfang steht eine Idee – und zumeist Ersparnisse. Für den Großteil der deutschen Start-ups ist Eigenkapital zumindest zu Beginn die wichtigste Finanzierungsform. 82,4 Prozent der jungen Unternehmen werden zumindest teilweise von ihren Gründern finanziert. Wenn das Geschäft aber kräftig wächst (und das Bankguthaben schrumpft), ist es Zeit, sich auf die Suche nach frischem Kapital zu machen.

Anders als bei etablierten Unternehmen sind Banken für Start-ups häufig als erste Ansprechpartner nicht geeignet. Sie vergeben Kredite, die die Unternehmer innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens fortlaufend oder durch Einmalzahlung zurückzahlen müssen. Entsprechend drücken solche Finanzierungsmodelle die Bilanz und damit den Wert des Start-ups. Darüber hinaus stufen Banken junge Unternehmen der Digitalbranche meist gar nicht erst als kreditwürdig ein, solange weder die Tragfähigkeit der Geschäftsidee belegt ist noch ausreichend Betriebsmittel als Sicherheit vorhanden sind.

Viele wachsende Start-ups suchen daher einen Investor, der – im Gegensatz zur Bank – dem Unternehmen das Geld nicht nur leiht, sondern einen Teil des Risikos mitträgt. Diese Art der Finanzierung wird deshalb auch Venture Capital (deutsch: Wagniskapital) genannt. Denn wenn das Unternehmen scheitert, ist das Geld für den Investor verloren. Im Gegenzug erhält der Investor Anteile am Unternehmen.

6,6 Milliarden an Gründer verteilt

Wie groß die Finanzspritze ausfällt, ist je nach Branche, Gründungsphase und Entwicklungsteam unterschiedlich. Nach den vom Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften zuletzt veröffentlichten Zahlen wurden 2016 an 1244 Unternehmen in der Gründungsphase insgesamt 6,6 Milliarden in 1244 Unternehmen investiert. Klar ist damit: Vielversprechende Ideen und ein charismatisches Gründerteam können den Kapitalgebern im besten Fall einen Millionenbetrag wert sein. Wer, wie kürzlich der Berliner Autohändler Auto1, 460 Millionen Euro einsammeln kann, ist dem Start-up-Status schon fast entwachsen.

Wichtig ist es, bei der Suche nach einem Investor darauf zu achten, wie er – über das Finanzielle hinaus – das Start-up fördern kann: Viele unterstützen das Team mit Büroräumen, stellen Synergien her, vernetzen die Gründer in der Branche und stehen mit ihrer Erfahrung als Ratgeber zur Verfügung. Da der Kapitalgeber Miteigentümer der Firma wird und je nach Umfang der Beteiligung und Ausgestaltung der Verträge bei der strategischen Ausrichtung und dem operativen Geschäft mitredet, muss die Chemie stimmen.

Welcher Partner passt zu wem?

Wagniskapitalgeber sind häufig Gesellschaften, die ihr eigenes Kapital oder aber fremde Geldanlagen in Form eines Fonds reinvestieren. Viele dieser Unternehmen, wie etwa die Köhler Group, fokussieren sich auf Branchen wie E-Commerce oder Social Media, um mit entsprechendem Fachwissen ihre Schützlinge zielgerichtet zu fördern. Andere sind Teile von Großkonzernen, die sich für ihr Investment den Zugang zu neuen Technologien versprechen (sog. Corporate Venture Capital). Auch die Förderbanken der Bundesländer und die bundesweit tätige Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) haben eigene Beteiligungsgesellschaften, die Zuschüsse zu Start-ups als Wagniskapital vergeben. Sie locken Unternehmen, die die Förderbedingungen erfüllen, durch günstige Bedingungen. Da sie nicht auf bestimmte Branchen spezialisiert sind, können sie allerdings keine so passgenaue Betreuung leisten wie ihre privatwirtschaftlichen Pendants.

Generell gilt: Wem es gelingt, sich einen finanzkräftigen und erfahrenen Partner an Bord zu holen, hat mit seiner Geschäftsidee den vielleicht wichtigsten Schritt geschafft.

Quellen:
statista Start-up Monitor 2017
BVK

 

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