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Energieeffizienz bringt für Unternehmen immer mehr Vorteile

Die Energieeffizienz wird für Unternehmen nicht nur immer wichtiger, sie bietet ihnen auch Vorteile. Vermehrt schauen Kunden auf das Unternehmen an sich und interessieren sich für dessen Anteil am Klimaschutz. So ist es durchaus so, dass Betriebe Kunden für sich gewinnen können, wenn sie auf eine gute bis sehr gute Klimabilanz und Energieeffizienz hinweisen können. Aber auch abseits der Kundengewinnung ist der Versuch, das Klima zu schützen, schon jetzt für Unternehmen sinnvoll. Und sollte es doch so kommen, dass eine CO2-Steuer eingeführt wird, gewinnen die Betriebe, die vorgesorgt haben und nicht mit dem falschen Umweltfußabdruck erwischt werden. Aber wie lässt sich die Effizienz umsetzen?

Nicholas Doherty / Unsplash.com

Klimawandel auch in der Politik immer wichtiger

Die Politik ergreift nun die Initiative und setzt sich mit diversen Konstrukten auseinander, die alle auf dem Pariser Klimaabkommen beruhen. Noch sind nicht alle Themen besprochen oder beschlossen, dennoch ist zumindest der Handel mit den CO2-Zertifikaten verteuert worden. Und was gibt es sonst noch? Einige mögliche Beispiele:

  • Flugverkehr – es wird zumindest über den Wegfall der Nichtbesteuerung von Kerosin oder aber über eine eigene CO2-Steuer rein für den Flugverkehr nachgedacht. Wie diese Idee aussieht, ist noch offen. Es mag rein deutsche Gesellschaften betreffen oder aber jeden Flug, der in Deutschland startet.
  • CO2-Steuer – dieses Modell wird sehr offen diskutiert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine eigene CO2-Steuer kommen wird, die Frage ist nur, wie sie ausgeglichen wird. Hier gibt es mehrere Modelle. Die einen wünschen eine generelle Absenkung der Mehrwertsteuer, sodass es zu einem Ausgleich kommt, die anderen denken über Steuererleichterungen nach. Diese würden auch die Privathaushalte betreffen. Andere schlagen vor, nur niedrige Einkommen im Nachhinein zu entlasten, während andere wieder eine allgemeine Lösung wünschen.
  • Mobilität – auch im Rahmen der Flugverkehrsverteuerung wird über Modelle nachgedacht. Einige Experten und Politiker wollen im Gegenzug den Bahnverkehr vergünstigen, beispielsweise durch eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets oder mehrwertsteuerfreie Tickets. Auf der anderen Seite steht die private Mobilität. Alternative Antriebsweisen sollen weiter vorangetrieben werden, gleichfalls steht die zusätzliche Besteuerung von SUV in Gebieten, die keinen SUV erfordern, auf dem Plan.

Alle Bereiche würden auch Unternehmen betreffen. Wer eine Fahrzeugflotte betreibt, der könnte bei hohen Abgaswerten oder bei bestimmten Fahrzeugarten durchaus zur Kasse gebeten werden. Fahrverbote betreffen notfalls sämtliche Unternehmen in einer bestimmten Region. Und auch die CO2-Steuer würde sich bereits im Alltag offenbaren.

Konsumenten wollen Nachhaltigkeit

Dass Unternehmen nicht gerade im positiven Blickwinkel der Verbraucher stehen müssen, zeigte sicherlich das Vorstellungsvideo von Julia Klöckner. Die Netzreaktion zeigte aber auch, dass Konsumenten durchaus darauf schauen, was ein Unternehmen allgemein macht und daran ihre Entscheidung bemessen, Produkte oder Dienstleistungen von einem Unternehmen zu nutzen – oder nicht. Daher gilt:

  • Nachhaltige Rohstoffe – nutzt ein Unternehmen nachhaltige und nachwachsende Rohstoffe, so steht es in der Gunst etlicher Verbraucher.
  • Umweltbewusstsein – allgemein kann ein Unternehmen schon Pluspunkte beim Verbraucher sammeln, wenn es ein gutes Umweltbewusstsein offenbart. Das können CO2-neutrale Fahrzeuge sein, energieeffiziente Anlagen, Rohstoffe aus nachhaltigen Wertstoffen oder Anbaugebieten, aber auch kleinere Dinge. Wer beispielsweise beim Versand auf umweltschonende Verpackungen achtet und mitunter keinen Füllstoff aus Plastik mehr verwendet, der zeichnet sich positiv aus. Dasselbe gilt natürlich für die Option, Verpackungen wieder zurückzunehmen.

Natürlich können Unternehmen nicht von heute auf morgen vollständig auf eine nachhaltige Haltung umstellen, wenn bislang keine Schritte geleistet wurden. Dafür können sich Unternehmen aber immer weiter verändern. Der Umstieg auf neue, energieschonende Anlagen erfreut nicht allein den Kunden, sondern auch die Kasse des Betriebs. Aber gerade die Außenwirkung hilft Betrieben weiter. Tatsächlich kann schon Popcorn als Füllmaterial beim Kunden für neue Begeisterung sorgen.

Wichtige Maßnahmen zur Umsetzung

Nachhaltigkeit beginnt beim Einzelnen und hört im Ganzen auf. Daher hat es nur einen geringen Nutzen, wenn ein Betrieb auf nachhaltige Verpackungen oder emissionsarme Fahrzeugflotten setzt. Es gilt, im Ganzen umzustellen und das können auch Betriebe, die weder Fahrzeugflotten noch Versand haben:

  • Strom – ob Heizung oder allgemein zur Stromversorgung, beim Strom kann jedes Unternehmen selbst anpacken. Hier gilt es nicht allein, den Stromverbrauch durch bessere Anlagen und ein besseres Management zu senken, sondern gezielt auf echten Ökostrom zu setzen. Bevor nun aber sogleich ein Vertrag abgeschlossen wird, sollten Betriebe darauf achten, ob der Anbieter tatsächlich Ökostrom vertreibt. Leider gibt es immer noch viel zu viele Siegel und Auszeichnungen, die aber nicht unbedingt bedeuten, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Einige Siegel werden auch dann vergeben, wenn ein konventioneller Stromversorger schlichtweg in einen Fond einzahlt. Doch es gibt durchaus Anbieter, die tatsächlich auf 100% Ökostrom setzen.
  • Verbrauch – selbst Ökostrom, der unnütz genutzt wird, ist wenig nachhaltig. Unternehmen sollten ihr Verbrauchsverhalten gezielt kontrollieren. Ist es wirklich notwendig, dass überall die Beleuchtung angeschaltet bleibt? Selbst in der Nacht? Können Leuchten gegen sparsame Modelle getauscht werden? Wie steht es um das Heizverhalten? Manchmal hilft es, gezielt einige Mitarbeiter zusammenzusetzen. Das beugt auch den jährlichen Ärgernissen vor, dass manche Mitarbeiter bei Minusgraden die Fenster offenlassen, während der Mitarbeiter am Tisch gegenüber die Heizung hochdreht.
  • Umdenken – Papier, Briefumschläge, Kartonagen, Füllmaterial – es gibt mittlerweile so viele nachhaltige Produkte, die die herkömmlichen Varianten vollständig ersetzen können. Gerade im Bereich der Kartonagen und des Füllmaterials hat sich viel getan.

Mitunter kann es sich empfehlen, in einen Energieberater zu investieren und diesen den Betrieb begutachten zu lassen. Oftmals sehen die Experten noch Schwachstellen oder Möglichkeiten, die kein anderer erkennt.

Übrigens: Ökostrom lässt sich auch nutzen, um die Heizkosten entsprechend zu senken. Mit passenden Nachtstromtarifen können Verbraucher Heizstrom klimaneutral in Anspruch nehmen, was eine Wärmepumpe gleich noch viel nachhaltiger macht.

Fazit – Nachhaltigkeit lohnt sich

Schon jetzt suchen Kunden gezielt nach Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes verschrieben haben. Es ist gut möglich, dass dies künftig noch stärker der Fall sein wird. Betriebe sind daher gut beraten, schon heute über die betriebliche Nachhaltigkeit nachzudenken und zu schauen, wo es Verbesserungspotenzial gibt. Denn die verteuerten CO2-Zertifikate machen es Betrieben künftig schwer, die Grenzwerte zu überschreiten und sollte die CO2-Steuer tatsächlich kommen, haben all die Unternehmen deutliche Mehrkosten, die bislang keinen besonderen Umweltgedanken hegen.

 

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