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Im Ausland wird investiert, um den Absatz anzukurbeln

„Rund 70 Prozent unserer Unternehmen investieren hauptsächlich im Ausland, um ihre Absatzchancen zu erhöhen. So steht für 41 Prozent der Aufbau des Vertriebs und Kundendienstes an erster Stelle, 29 Prozent investieren in den Produktionsaufbau, um den Markt besser erschließen zu können.

„Rund 70 Prozent unserer Unternehmen investieren hauptsächlich im Ausland, um ihre Absatzchancen zu erhöhen. So steht für 41 Prozent der Aufbau des Vertriebs und Kundendienstes an erster Stelle, 29 Prozent investieren in den Produktionsaufbau, um den Markt besser erschließen zu können.

Und nur knapp 30 Prozent geben an, über eine Auslandsproduktion Kosten sparen zu wollen“, beschreibt Victor Vogt, Leiter des Geschäftsbereichs International der IHK Köln, ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage der 16 nordrhein-westfälischen IHKs, für die landesweit 3.800 Unternehmensantworten ausgewertet wurden.

Wie schon in den Vorjahren, plane für 2008 rund ein Drittel der befragten Unternehmen, im Ausland zu investieren. Gut zwei Drittel hätten nicht vor, auf diese Weise im Ausland aktiv zu werden. Deutlich höher sei das Auslandsengagement allerdings bei den Industrieunternehmen. Die Quote betrage hier – ähnlich wie in den Vorjahren – 41 Prozent. „Das stärkere Auslandsengagement der Industrieunternehmen kann nicht wirklich überraschen. Denn diese stehen unter einem weit größeren Wettbewerbsdruck als etwa haushaltsnahe Dienstleister. Für produzierende Betriebe sind neben dem Hauptmotiv, der Erschließung und Sicherung neuer Absatzmärkte, auch kostenorientierte Investitionen oft unvermeidlich, um gegen die ausländische Konkurrenz aus Osteuropa oder Asien bestehen zu können“, erklärt Vogt.

Für 2008 beabsichtige etwas mehr als die Hälfte der befragten NRW-Unternehmen Auslandsinvestitionen in gleichbleibender Höhe, rund 40 Prozent wollten diese steigern. Das sei umso bemerkenswerter, als der letztgenannte Wert seit 2006 rückläufig sei, was nur den Schluss zulasse, dass der Standort Deutschland für die Unternehmen an Attraktivität zurück gewonnen habe. Dafür spreche auch, dass selbst in der Industrie der Anteil der Unternehmen, die stärker im Ausland investieren wollen, immer noch fünf Prozentpunkte unter dem Höchstwert von 2006 liege. Mit 47 Prozent der Nennungen werde die „Wunschliste“ der ausländischen Zielmärkte von den Kernländern der Europäischen Union (EU-15) angeführt. Das sei, so Vogt, eine indirekte Bestätigung des Marktmotivs bei den Auslandsinvestitionen, denn in diesen Ländern sei die Kostensituation ähnlich wie in Deutschland. Ferner zeige sich hier mehr als deutlich, wie stark deutsche Unternehmen vom europäischen Binnenmarkt profitierten und ihre Exporterfolge auf diesem „Heimatmarkt“ mit Investitionen absicherten. An zweiter Stelle genannt worden seien Russland, die Ukraine, Südosteuropa und die Türkei (32 Prozent), gefolgt von den mittelosteuropäischen Ländern, die der EU 2004 beigetreten sind (31 Prozent). Auf Platz 4 stehe China mit gut einem Viertel der Meldungen (28 Prozent), gefolgt von Asien ohne China (18 Prozent), wo es über die vergangenen Jahre die größten Zuwächse gegeben habe – besonders in Indien.

Vogt: „Auslandsinvestitionen, das zeigt unsere Untersuchung sehr deutlich, flankieren und unterstützen den Absatz und sind damit ein Zeichen von Stärke. Im Ausland aktive Unternehmen sind oft auch im Inland erfolgreicher als die Wettbewerber.“ Mit einer Industrieexportquote von 48 Prozent belege die Region Köln einen Spitzenplatz in Deutschland. „Zur Unterstützung dieser Auslandsgeschäfte hat fast die Hälfte der exportierenden Industrieunternehmen in den ausländischen Märkten investiert“, beschreibt Vogt den Zusammenhang zwischen Exporterfolg und Auslandsinvestitionen.

 

Redaktion

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