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Finanzen

Bundesbürger halten sich beim Abschluss von Versicherungen zurück

Die Nachfrage nach privaten Versicherungen bleibt in Deutschland auch im laufenden Quartal verhalten und deutlich hinter dem Niveau der Vorjahre zurück. Gleichzeitig gibt es für die Assekuranz aber auch Anlass zur Hoffnung: Nach dem massiven Einbruch zu Jahresbeginn hat sich die Nachfrage in den meisten Sparten leicht erholt. Das Potenzial für den Neuabschluss von Versicherungen beläuft sich im Gesamtmarkt auf 3,5 Mio. Verträge (Vorquartal: 3,2 Mio.) – nach einem potenziellen Vertragsvolumen von 4,3 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Nachfrage nach privaten Versicherungen bleibt in Deutschland auch im laufenden Quartal verhalten und deutlich hinter dem Niveau der Vorjahre zurück. Gleichzeitig gibt es für die Assekuranz aber auch Anlass zur Hoffnung: Nach dem massiven Einbruch zu Jahresbeginn hat sich die Nachfrage in den meisten Sparten leicht erholt. Das Potenzial für den Neuabschluss von Versicherungen beläuft sich im Gesamtmarkt auf 3,5 Mio. Verträge (Vorquartal: 3,2 Mio.) – nach einem potenziellen Vertragsvolumen von 4,3 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Dies zeigt die aktuelle Ausgabe der Studie „Assekuranz Absatzpotenzial-Index“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. Der in diesem Rahmen ermittelte Indexwert „ASSDEX“ liegt mit 44 Punkten für den Gesamtmarkt derzeit zwei Punkte über dem Wert des Vorquartals (42). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (50) verliert der Absatzpotenzial-Index für die Versicherungswirtschaft allerdings sechs Punkte. Seinen bisherigen Höchststand von 58 Punkten erreichte der „ASSDEX“ zu Beginn des vierten Quartals 2008.
Zur Ermittlung des „ASSDEX“ befragt YouGovPsychonomics seit 2007 zu Beginn jedes Quartals 1.500 private Versicherungskunden ab 18 Jahren repräsentativ zu ihrer generellen Abschlussbereitschaft sowie zu ihrer kurzfristigen Abschlussintention im laufenden Quartal. Darüber hinaus werden regelmäßig die aktuellen Anbieter- und Produktpräferenzen ermittelt – differenziert nach sechs Versicherungssparten und 18 Produktgruppen.

Leicht erholen im Vergleich zur extrem schwachen Nachfrage im ersten Quartal 2009 konnten sich insbesondere die Sparten SUH (Anstieg von 1,2 auf aktuell 1,3 Mio. potenzielle Neuverträge) und Altersvorsorge (Anstieg von 0,2 auf 0,5 Mio.). Auf der Produktebene muss in der Altersvorsorge-Sparte die Fondsgebundene Lebensversicherung weiterhin deutlich Federn lassen, während sich die sicherheitsorientierte Kapital-Lebensversicherung in Zeiten der Finanzkrise einer stabilen Nachfrage erfreut. 

Kurzfristige Nachfrage bleibt verhalten – Besondere Chancen in einzelnen Segmenten

Während die generelle Nachfrage nach Versicherungen in der Gesamtbevölkerung seit nunmehr einem Jahr stabil bei 37 Prozent liegt, fällt die kurzfristige Abschlussintention der grundsätzlich abschlussbereiten Kunden für das laufende Quartal mit 17 Prozent nach wie vor mäßig aus (Vorquartal: 16%); im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 21 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich die Zurückhaltung in der Gruppe der unter 30-Jährigen: Diese sind zwar grundsätzlich in hohem und sogar noch wachsendem Maße an Versicherungsabschlüssen interessiert (aktuell: 59%), zögern bei der Umsetzung aber spürbar häufiger als in den Vorjahren.

Deutlich erfreulicher und krisenfester sieht die aktuelle Entwicklung bei den Kunden mit einem Haushaltsnetto-Einkommen von über 2.000 Euro aus: Der Wille zum kurzfristigen Versicherungsabschluss liegt hier erstmals seit zwei Jahren über dem Durchschnitt des Gesamtmarkts (19% vs. 17% gesamt). Der Absatzpotenzial-Index bewegt sich in dieser Gruppe zudem fast auf Vorjahresniveau (52 Punkte vs. 54 Punkte im Vorjahr). Überdurchschnittliches Interesse besteht hier insbesondere an Kfz-Versicherungen, im Bereich Schaden/Unfall/Haftpflicht sowie an privaten Kranken- und Pflegeversicherungen.
„Manche Kundensegmente weisen auch in der Wirtschaftskrise ein beachtliches und unverändert hohes Absatzpotenzial auf“, erläutert Christoph Müller, Studienleiter bei der YouGovPsychonomics AG. „Die Versicherer sollten daher den Blick auf ihre spezifischen Chancen im Markt richten.“

Aktuelle Anbieterpräferenzen der Versicherungskunden

Bevorzugte Anbieter im Gesamtmarkt sind nach wie vor HUK-Coburg, Allianz, HDI-Gerling und AXA. Auf der Spartenebene zeigt sich derweil Bewegung: So gelingt es beispielsweise der ARAG und dem ADAC im Bereich Rechtsschutzversicherungen erstmals, auf der Beliebtheitsskala der potenziellen Produktgeber an der HUK-Coburg vorbeizuziehen. Bei der Altersvorsorge können Hanse Merkur, Nürnberger und Hamburg-Mannheimer in der Kundengunst weiter zulegen, während CosmosDirekt und AachenMünchener gegenüber dem Vorquartal Einbußen hinnehmen müssen.

Die komplette 70-seitige Studie „Assekuranz Absatzpotenzial-Index“ (Ausgabe II/2009) mit zahlreichen Differenzierungen des kurz- und mittelfristigen Absatzpotenzials nach Sparten, Produkten und Anbietern sowie einzelnen Kundengruppen kann über die YouGovPsychonomics AG bezogen werden. Die kommende Ausgabe für das dritte Quartal 2009 ist ab Ende Juli 2009 verfügbar. 

 

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