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Business-Style: Modische Statements im Büroalltag

Nichts präsentiert uns mehr als unser Auftreten, welches in einem sehr hohen Maß durch unsere Kleidung beeinflusst wird. Demnach sollte der Kleiderwahl besondere Beachtung geschenkt werden. Doch welcher Stil ist für welchen Anlass oder für welche Position passend? Business-on.de machte den Dresscode-Check.

contrastwerkstatt / Fotolia.com

Kleidung ist Kommunikation in Perfektion. Was wir tragen und wie wir es tragen drückt im nicht nur im höchsten Maße aus wer wir sind, wofür und wo wir stehen, sondern auch wohin wir wollen. Mit der Kleiderwahl im Beruf geben wir ein klares Richtungssignal, zeigen Ambitionen, drücken aus, zu welcher Gruppe wir uns gehörig fühlen.

Eine Sachbearbeiterin, deren Ziel die Teamführung ist, sollte sich also auch im Kleidungsstil positiv von den Kollegen abheben und jeden Tag das beste Bild ihrer selbst präsentieren. Das muss nicht bedeuten, dass Sie ab sofort kostümiert zur Arbeit müssen, sehr wohl heißt es aber, dass für ein gutes, gepflegtes Aussehen Zeit und Mühe investiert werden sollte. Wie wir uns kleiden und uns unserem Umfeld zeigen, hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun – uns selbst, Kollegen und Kunden gegenüber. Nur weil Sie also nicht im Kundenkontakt sind, heißt dies nicht, dass Sie sich kleiden sollten, als würde Sie generell keiner sehen – im Gegenteil: Nicht nur, wenn Sie in eine bestimmte Richtung wollen, sollten ihre Kleidung stets ausdrücken, dass Sie könnten – jederzeit.

Also achten Sie auf ihre Kleiderwahl. Um ein besseres Gespür für die geregelte Kleidernorm zu bekommen, nennt Ihnen Business-on.de den Dresscode für ein stilsicheres Auftreten im Job:

Der perfekte Business-Stil

Grundsätzlich gilt: Je höher die Position innerhalb der Hierarchie, umso dunkler werden die Farben (im Übrigen hält es sich genauso bei Feierlichen Anlässen – je Festlicher der Anlass, je dunkler die getragenen Farben). Dennoch ist man mit Schwarz nicht immer gut beraten, da es distanzierend auf das Umfeld wirkt. Mit Schwarz hebt man sich von seinem Umfeld ab. Gerade Teamplayer, oder die, die es demonstrieren wollen, sollten grundsätzlich auf Schwarz verzichten und stattdessen auf warme Töne zurück greifen. Brauntöne zum Beispiel wirken bodenständig und offen – jedoch umweht das Braun eine leicht unprofessionelle Note. Als Anzugsfarben haben sich Dunkelblau, Dunkelgrau, Anthrazit oder Nadelstreifen durchgesetzt. Als klassische Krawattenfarben gelten hellblau, dunkelrot und immer wieder gerne Pastellfarben. Für ein harmonisches Gesamtbild sollten niemals mehr als drei Farben und zwei Muster kombiniert werden, also bitte diese Regelung möglichst nicht schon bei der Krawatte sprengen.
Das klassische Business Outfit für den Herrn besteht aus Anzug mit Krawatte. Bei der Anzugshose ist auf die richtige Beinlänge zu achten (Hosensaum im Stehen etwa 0,5 bis 1,0 cm oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes) und ein Blick auf das nackte Bein zwischen Hosenbund und Socken strengstens zu vermeiden. Gepflegte Rasur und Frisur sowie Körperhygiene verstehen sich von selbst. 

Faux Passe: Große Musterungen, Tennissocken, mehr Schmuck als ein Ring und eine Herrenuhr, Bunte Strümpfe, Krawatten im Comic-Stil.

Die Dame trägt Kostüm oder Hosenanzug mit Bluse oder schlichten Oberteil sowie IMMER Strümpfe und geschlossene Schuhe. Make-up und Frisur sind dezent zu halten. Zu viel Haut, sichtbare Achsel- und Beinbehaarungen sowie schweres Parfum sind verpönt.
So viel zu den klassische Knigge-Regeln, jedoch gibt es auch Raum für Eigenkreativität – je nach Anlass, Veranstaltung und Position lässt sich der Dresscode variieren.

Die Dresscodes im Überblick: 

Casual: Casual bedeutet im Englischen ja soviel wie: frei, bequem. Dementsprechend steht dieser reine casual Look für Freizeitbekleidung. Hier sollte jeder selbst wissen, inwieweit er sich anderen gegenüber präsentieren möchte. Das Leggins und Tennissocken im Schrank bleiben, versteht sich sicher von selbst. Genauso sind jedoch Anzug oder Hemd eine falsche Wahl. Trotz der lockeren Art, sind geschlossene Schuhe Pflicht.

Smart / sportlich elegant: Dieser Dresscode steht für eine elegante Freizeitkleidung, beziehungsweise für ein legeres Business Outfit. Der Herr trägt Jeans oder eine Leinenhose, die im Tagesgeschäft wegen Knittergefahr tabu ist, mit Polo oder einem schönen Pulli, eventuell ein Jackett, das aber in Italien und Frankreich zum Beispiel gerne weggelassen wird, in Deutschland hingegen immer zum guten Ton gehört. In der amerikanischen „upper class“ ersetzt der Pulli oftmals das Jackett, indem man sich diesen um die Schulter hängt. Die Mode versucht sich seit längerem auch in Deutschland zu etablieren, wird aber von manchen als Golfer-Gehabe belächelt. Also: Nur tragen, wenn Sie auch dazu stehen.
Das Motto „No Brown in town“ gilt hier nicht. Entsprechend sind also braune Schuhe oder Cordanzüge mit diesem Dresscode bestens kompatibel.
Die Damen tragen beispielsweise Rock oder auch Jeans mit Blazer und T-Shirt, die Schuhe sind geschlossen.

Business Casual: Hier ist das Motto: “No Jeans, no Tie.” Die Jeans ist verpönt, die Krawatte muss es jedoch auch nicht sein. Der Herr trägt Tagesanzug mit Hemd, darf aber die Krawatte weg lasen. Je nach Position ist für diese Kleiderordnung auch noch das Tragen von Braun akzeptabel. Ebenso kann statt des Jacketts eine Strickjacke gewählt werden und große Karomuster sind auch noch bis hierhin erlaubt. Die Damen tragen Kostüm oder Hosenanzug. Anstelle der obligatorischen Bluse, darf mit einem Top kombiniert werden, auch eine elegante Hose mit Twin-Set passt zum „Business Casual“. Die Schuhe sind geschlossen, Haare und Make-up sind dezent. Diese Kleiderordnung passt zum Essen mit dem Chef, eine Städtetour mit Kunden oder zu einem internen Meeting.

Day Informal: Auf Geschäftsreisen beispielsweise trägt Herr einen dunklen Anzug mit Krawatte, die Dame wählt den klassischen Hosenanzug oder rein Kostüm. Unbedingt ab hier an geschlossene Schuhe denken. 

Semi-Formal / Dunkler Anzug: Semi-Formal heißt nicht halb-formell, im Gegenteil: der Dresscode steht für eine elegante Abendgarderobe nach dem Büro. Der Herr ist gut mit einem zwei- bis dreiteiligem Anzug beraten, die Krawatte ist Pflicht, gegebenenfalls kann der Anzug durch das Tragen einer Weste aufgewertet werden. Frau trägt ein langes, schlichtes Kleid, das klassische „kleine Schwarze“ , ein Cocktailkleid oder die bewährte Kombination aus Bleistiftrock mit glamourösen Top. Als Ton sollten dunkle Farben gewählt werden.

Business: Der Look der mittleren Führungsebene besteht aus einem dunklen Anzug, Hemd und Krawatte. Bei der Krawatte haben sich helle Töne bewährt mit wenig Mustern. Dazu werden geschlossene, glatte Schuhe, farblich passend zum Anzug empfohlen. In den hohen Führungsebenen bei Veranstaltungen sollte es der drei-teilige Anzug mit Manschettenknöpfen sein.
Die Dame ist gut mit dem Hosenanzug, einem eleganten aber schlichtem Etuikleid oder einem Kostüm beraten, das durch eine farbige Bluse aufgefrischt werden kann.
Beim „Casual Friday“ trägt der Herr Jackett und Hose, möglich hier auch eine saubere Jeans, aber ohne Krawatte. Denkbar sind auch Anzüge aus Leinenstoff, die auf Grund ihrer Knittereigenschaften unter der Woche eher verpönt sind. Die Frau bleibt beim Hosenanzug oder beim Kostüm, das höchstens mit etwas mehr Accessoires als sonst oder mit einem Top kombiniert werden darf.

„Come as you are“: Oft liest man auf Einladungen den Dresscode „Come as you are“. Die Bezeichnung ermuntert einen tatsächlich so zu kommen, wie man ist – jedoch nicht, wie gerade von der Couch gesprungen, sondern wie nach Büroschluss gekleidet. Vielmehr möchte man dem Gast ersparen, sich nach der Arbeit nochmals umziehen zu müssen. Der Anzug bleibt also an, lediglich die Krawatte wird ausgezogen. Freizeitkleidung ist ein No-Go.

Zu guter Letzt: Dresscodes sind immer männlich. Das liegt daran, dass es für Frauen unterschiedliche Möglichkeiten gibt und den Herren zumeist nur der Anzug zugesagt bleibt. Je nach Anlass haben sich Frauen ihrem männlichen Begleiter anzupassen.

 

Katharina Loof

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