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Das Hobby zum Beruf gemacht – Geschäftserfolg durch Optimismus und Überzeugung

Noch als Student machte sich Mario Konrad aus Engelskirchen gemeinsam mit seinem Bruder Markus Konrad mit der Vermarktung von Sport-Funktionsbekleidung selbstständig – so erfolgreich, dass er sich heute als Geschäftsführer der Skinfit Deutschland GmbH, über einen gerade eröffneten Verkaufsshop freuen kann. Den Weg in die Selbstständigkeit meisterte der Jungunternehmer nicht mit umfangreichen Gründungskonzepten, sondern – ganz sportlich – mit Fairness und Zuversicht.

Die Br�der Mario (l.) und Markus Konrad (r.) zusammen mit dem Engelskirchener B�rgermeister Wolfgang Oberb�scher.

Der Schritt in die Selbstständigkeit wird oftmals als schwieriges und daher mutiges Unterfangen geschildert, welches ein hohes Maß an Durchhaltevermögen erfordert. Doch wichtig sei vor allem ein Konzept, ein detaillierter Geschäftsplan, der von der Idee, über die finanzielle Absicherung und Businessplan bis zur letztendlichen Gründung jeden einzelnen Schritt umfasst. So zumindest der Rat zahlreicher Existenzgründungs-Coachs.

Ein wenig anders jedoch der Verlauf der Selbstständigkeit bei Mario und Markus Konrad aus dem Oberbergischen Engelskirchen. Der 27-jährige Mario Konrad ist seit dem 1. April 2007 als Geschäftsführer der Skinfit Deutschland GmbH, deren Mitgesellschafter auch noch das Österreichische Mutterunternehmen ist, tätig und vom Erfolg der Startphase scheinbar selbst ein wenig überrascht. Zur Eröffnungsfeier des eigenen Verkaufsshops am 14. April erschienen rund 400 Gäste. Für den mit 80 Quadratmetern relativ großen Raum beinahe zu viel: zu Hochzeiten standen 15 kaufwillige neue Kunden an der Kasse Schlange. „Über 250 Bestellungen konnten wir an diesem Tag entgegen nehmen“, erzählt Mario Konrad stolz, „mit so einer Nachfrage hatten wir nicht gerechnet“. Insgesamt hätte der Jungunternehmer sich eine solche Entwicklung, die vor beinahe fünf Jahren als Nebenjob begann, nicht träumen lassen.

Noch während der Studienzeit an der Universität Bonn lernte die Konrad Brüder die Funktionsbekleidung der Marke Skinfit 2002 in Zürich bei einem Triathlon kennen und waren sofort begeistert. „Das kleine Packmaß, das Design und vor allem die Qualität der Kleidung hat uns sofort überzeugt.“ So sehr, dass sich die beiden – zurück in Deutschland – direkt über die Marke Skinfit erkundigten, jedoch erfolglos blieben. „In Deutschland gab es noch keinen Vertrieb – daher wuchs schnell die Idee, uns durch die Vermarktung etwas hinzu verdienen zu können.“

Mit Blick zum Ziel: „Der Erfolg hat uns eingeholt“

Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Markus Konrad machte er sich mit dem Vertrieb selbstständig . Eine zunehmend starke Nachfrage gab den Brüdern Recht, so dass Konrad auch nach dem Abschluss des VWL-Studiums bei Skinfit blieb. „Da ich mich nach meinem erreichten Diplom eigentlich erst einmal zwei bis drei Jahre intensiv dem Triathlon widmen wollte, habe ich mich gar nicht erst bei Firmen beworben“, erzählt der Sportbegeisterte weiter, „sondern direkt mein Hobby zum Beruf gemacht“. Trainingslager und Rennen boten eine gute Plattform für Kundenkontakte: Zum Beispiel zu Profi Triathleten wie Olaf Sabatschus, für den Konrad die PR-Arbeit übernahm. Durch das daraus resultierende „neue Geschäftsfeld“ ergab sich eine Zusammenarbeit zu Großunternehmen , wie der Bayer AG oder T-Mobile, dessen Firmenlaufgruppen die Brüder mit Skinfit ausstatteten, sowie planende und beratende Tätigkeiten übernahmen. Ein erster großer Erfolg, da beide Unternehmen von einem bekannten deutschen Mitbewerber gesponsert werden.

Von da an, ging alles ganz schnell: „Mit der Zeit haben wir zunehmend das Potenzial hinter der Sportmarke gespürt“, so Konrad. 2006 fiel dann die Entscheidung zum Importeur und selbstständigen Vertriebspartner. Durch den eigenen Shop ergeben sich heute zusätzliche Geschäfts– und Absatzmöglichkeiten, so dass die Brüder ihren Familienbetrieb, auf Grund der steigenden Nachfrage, bereits um einen Festangestellten sowie eine Teilzeitkraft erweitert haben. Verständlich also, dass die Geschäftsbrüder mit der bisherigen Entwicklung höchst zufrieden sind.

Existenzgründungstipp: „Keine Angst vor Entscheidungen – Fehler gehören dazu“

Und dabei schienen die „notwendigen“ Pläne und Konzepte rund um die Gründung keine wirklich große Rolle gespielt zu haben. Selbst auf Marketingmaßnahmen wurde, teils aus Zeitmangel, weitgehend verzichtet. Was die Jungunternehmer jedoch vorzuweisen hatten war und ist ein unschlagbarer Optimismus und jede Menge Überzeugung in das eigene Produkt. Statt in Printwerbung zu investieren, konnte auf stetig wachsende Anzahl von zufriedenen Kunden zurückgegriffen werden. „Unser Geschäft wächst hauptsächlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda“, erklärt Mario Konrad. Die Qualität der Produkte habe sich sehr schnell herum gesprochen. „Wer einmal Skinfit getragen hat, der bleibt auch dabei“, ist sich der Jungunternehmer sicher. Ein Grund warum sich die Geschäftsphilosophie hauptsächlich auf einen absolut fairen Bezug zu den Kunden, den Geschäftspartnern sowie zu den Mitarbeitern richtet. „Ich halte nichts davon, unseren Kunden Produkte aufzuschwatzen“, so die kategorische Haltung. Wichtig sei vielmehr eine ehrliche und professionelle Beratung, mit der Konrad mittlerweile weitere Großunternehmen, wie beispielsweise die AXA Krankenversicherung und Kraft foods, gewinnen konnte- weitere sind im Gespräch.

Ausgleich zum wachsenden Geschäft findet der 27-jährige in seiner Leidenschaft zum Triathlon, den er nicht nur aus Gründen der Gesundheit auch von seinen Mitarbeitern erwartet: „Sport ist Teil unseres Konzeptes – nur durch eigene Erfahrung wird unsere Beratung glaubwürdig“. Zudem beabsichtigt Konrad im Rahmen der erweiterten Beschäftigung weiterhin für den Bereich Firmensport aktiv zu sein, eventuell auch mit dem Start von Event-Marketing, wie mit einem eigenen Trainingslager. „Was die weitere Entwicklung angeht, bin ich sehr zuversichtlich“; trotzdem wird vorerst mit kleinen Schritten geplant: Für seinen 28. Geburtstag diesen Mai, wünscht sich der frisch gebackene Geschäftsführer erst einmal „Strukturen sortieren und etablieren zu können“. Zusätzliche Mitarbeiterkräfte sollen später folgen.

 

Katharina Loof

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