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Deutschland gewinnt an Attraktivität bei Standortentscheidungen

Deutschland ist für ausländische Investoren ein zunehmend attraktiver Standort: Bei der Anzahl neuer Investitionsprojekte konnte sich Deutschland europaweit vom sechsten Platz im Jahr 2005 auf den dritten Platz im vergangenen Jahr verbessern. Im Vergleich wurden dadurch allerdings hierzulande weniger Arbeitsplätze geschaffen als in anderen europäischen Ländern. Dies ist ein Ergebnis der „IBM Global Location Trend Studie“, die jährlich von der Beratungsgruppe für Standortstrategien der Unternehmensberatung IBM Global Business Services erstellt wird. Im weltweiten Ranking der Standortentscheidungen nimmt Deutschland den 8. Platz ein (2005: Rang 12).

Deutschland ist für ausländische Investoren ein zunehmend attraktiver Standort: Bei der Anzahl neuer Investitionsprojekte konnte sich Deutschland europaweit vom sechsten Platz im Jahr 2005 auf den dritten Platz im vergangenen Jahr verbessern. Im Vergleich wurden dadurch allerdings hierzulande weniger Arbeitsplätze geschaffen als in anderen europäischen Ländern. Dies ist ein Ergebnis der „IBM Global Location Trend Studie“, die jährlich von der Beratungsgruppe für Standortstrategien der Unternehmensberatung IBM Global Business Services erstellt wird. Im weltweiten Ranking der Standortentscheidungen nimmt Deutschland den 8. Platz ein (2005: Rang 12).

Die meisten Investitionsprojekte gingen 2006 in die USA, gefolgt von China und Indien. Insgesamt analysierte die Studie etwa 10.500 veröffentlichte Standortentscheidungen von Unternehmen, die schätzungsweise zu über 1,5 Millionen neuen Arbeitsplätzen weltweit führen werden – über 20 Prozent mehr als in 2005. Dabei wurde sowohl in entwickelte Wirtschaftsregionen als auch in Schwellenländer investiert, wobei Deutschland 2006 der drittwichtigste Investitionsgeber war.

Die jährliche „IBM Global Location Trend Studie“ zeigt für 2006, dass Deutschland als Standort für ausländische Investoren deutlich an Attraktivität gewonnen hat. Mit 222 neuen Investitionsprojekten aus dem Ausland (2005: ca. 170) steht Deutschland damit europaweit auf dem dritten Platz – angeführt wird die Liste von Großbritannien mit 1036 und Frankreich mit 756 Projekten. Hierzulande wurden dadurch etwa 16.000 Arbeitsplätze geschaffen, die meisten davon in Sachsen und Bayern, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Die Anzahl der dadurch neu entstandenen Arbeitsplätze ist im europäischen Vergleich allerdings eher gering, hier nimmt Deutschland nur den neunten Rang ein. Die Top-Investitionsgeber für Deutschland waren die USA, Niederlande und Schweiz, vor allem in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Industriemaschinen und Automobilwirtschaft.

Weltweit ist eine deutliche Zunahme von grenzüberschreitenden Investitionsprojekten zu beobachten – von zirka 8.050 veröffentlichten Projekten im Jahr 2005 zu 10.500 Projekten im vergangenen Jahr. Dadurch wurden 2006 weltweit schätzungsweise über 1,5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen – über 20 Prozent mehr als in 2005. Ursache für diese Zunahme sind einerseits zunehmende Aktivitäten der etablierten Industriestaaten, wie Japan, USA und Westeuropa, andererseits auch die Investitionen der neuen Märkte. So investieren Unternehmen aus Indien und China beispielweise – gleichzeitig Länder, in die die meisten Auslandsinvestitionen gehen – zunehmend selbst in anderen Regionen der Welt. Beide Länder sind jetzt unter den 15 weltweit wichtigsten Investitionsgebern. Angeführt wird diese Liste von den USA, Japan und Deutschland, wobei Deutschland von Japan vom zweiten Rang im Jahr 2005 auf den dritten Rang verwiesen wurde.

„Unsere Studie zeigt, dass weltweit agierende Unternehmen ihre Standorte zunehmend passend zum Tätigkeitsfeld einzelner Geschäftseinheiten aussuchen“, sagt Roel Spee, Leiter der Internationalen Standortberatungsgruppe bei der IBM Unternehmensberatung Global Business Services. „Neben der geeigneten Infrastruktur und geringen Kosten, spielen vor allem die Qualifikationen der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Dabei konkurrieren inzwischen entwickelte Wirtschaftsregionen und Schwellenländer verstärkt um dieselben Investitionsprojekte.“

Ein weiterer Trend in der Globalisierung ist, dass Unternehmen zunehmend auch außerhalb der „klassischen“ Standorte nach Investitionsmöglichkeiten suchen, zum Beispiel in Indonesien, Kasachstan, Pakistan und Vietnam. Die „IBM Global Location Trend Studie“ zeigt diesbezüglich auf, dass die 15 attraktivsten Standorte für Auslandsinvestitionen 73 Prozent der Arbeitsplätze an sich binden – in 2005 waren das noch 85 Prozent. Die meisten Arbeitsplätze im Produktionsbereich sind 2006 in Indien und China entstanden, wobei Vietnam seine Arbeitsplätze hier mit etwa 100.000 neuen Jobs im Vergleich zu 2005 verdoppeln konnte. Bei Auslandsinvestitionen im Dienstleistungssektor dominieren Indien und die Philippinen, aber auch Brasilien konnte hier gewinnen. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind 2006 die meisten Arbeitsplätze durch Investitionsprojekte in Indien und China entstanden, aber auch Rumänien und Vietnam haben hier an Attraktivität gewonnen.

Regionale Ergebnisse der Studie

Europa
Von den weltweiten Standortentscheidungen konnte die Region Europa 44 Prozent gewinnen, ebenso viel wie in 2005, aber diese Investitionsprojekte haben im globalen Vergleich nur 27 Prozent der Arbeitsplätze geschaffen (2005: 31%). Viele westeuropäische Länder verzeichnen dabei Rekordergebnisse: Noch nie investierten so viele ausländische Unternehmen zum Beispiel in Großbritannien (mit 1.036 Projekten), Frankreich (756) und Deutschland (222).

Von den im Produktionsbereich kreierten Arbeitsplätzen gingen 70 Prozent nach Osteuropa, nur 30 Prozent nach Süd-, West- und Nordeuropa. F&E-Einrichtungen wurden vor allem in starken Wirtschaftsregionen eingerichtet, etwa Großbritannien, Frankreich und Irland, einige aber auch in Rumänien und Tschechien. Die Tschechische Republik führt in Europa hinsichtlich der geschaffenen Jobs pro Einwohner (400:100.000), gefolgt von Irland.

Asien-Pazifik-Raum
49 Prozent der weltweit durch Auslandsinvestitionen geschaffenen Arbeitsplätze sind 2006 in der asiatisch-pazifischen Region, 38 Prozent davon alleine in Indien, China und Vietnam zu verzeichnen. In diesen Ländern sind auch 75 Prozent der Arbeitsplätze im Produktionsbereich im weltweiten Vergleich entstanden, alleine in Vietnam mehr als 100.000 Arbeitsplätze.

Nordamerika
13 Prozent der weltweiten Investitionsprojekte aus dem Ausland konnte Nordamerika 2006 für sich gewinnen, etwas mehr als im Jahr 2005 (10 %). Die meisten Arbeitsplätze entstanden durch Investitionen von japanischen Firmen (ca. 25.000), gefolgt von Unternehmen aus Großbritannien (mit ca. 19.000 Arbeitsplätzen) und Deutschland (ca. 13.000). Als Investitionsgeber generiert die USA weltweit 32 Prozent aller neuen Arbeitsplätze durch Investitionen im Ausland.

Lateinamerika
Die Zahl ausländischer Investitionsprojekte in lateinamerikanische Länder blieb mit sechs Prozent im Jahr 2006 stabil. Dadurch wurden allerdings mehr Arbeitsplätze geschaffen als im Jahr 2005, nämlich 9 Prozent im weltweiten Vergleich (2005: 7%). Mexiko konnte die meisten Projekte im Produktions­bereich gewinnen, Brasilien die meisten im Dienstleistungssektor.

Afrika
Drei Prozent aller Investitionsprojekte gingen 2006 nach Afrika, ein Prozent mehr als in 2005. Marokko konnte die meisten Projekte ins Land holen, sowohl für den Produktions- und Dienstleistungsbereich als auch für Forschung und Entwicklung. Danach folgen Ägypten und Südafrika.

Über die Studie
Die „IBM Global Location Trend Studie“ der IBM Beratungssparte für Standortstrategien („PLI-Global Location Strategies“) analysiert jährlich die weltweit veröffentlichten Standortentscheidungen von internationalen Unternehmen. Die Ergebnisse der aktuellen Studie beruhen auf Informationen zu zirka 10.500 Investitionsprojekten, die von Januar bis Dezember 2006 veröffentlicht wurden. Basis ist die unternehmenseigene Datenbank „Global Investment Locations Database“ (GILD) – ein wichtiges Instrument der IBM, um internationale Kunden bei Standortentscheidungen zu beraten. Standortstrategien berücksichtigen eine Vielzahl von Anforderungen, von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen über Infrastruktur und Marktanbindung bis zur Anzahl und Qualifikation der Arbeitskräfte im Umfeld.

 

Redaktion

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