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Viele Maßnahmen für weniger Bürokratie und Steuer

Die Bundesregierung verspricht den Bürgern Steuerentlastungen in Maßen und allen Steuerzahlern reduzierte Bürokratiekosten, indem sie den Steuerdschungel lichten will. Das entsprechende Steuervereinfachungsgesetz 2011 soll im Wesentlichen spätestens zum 1.1.2012 in Kraft treten. Für Eltern und Arbeitnehmer reduziert sich die Abgabenlast und für die übrigen Steuerzahler kommt es immerhin zu einigen Vereinfachungen. Nachfolgend die Pläne im Überblick:

Die Bundesregierung verspricht den Bürgern Steuerentlastungen in Maßen und allen Steuerzahlern reduzierte Bürokratiekosten, indem sie den Steuerdschungel lichten will. Das entsprechende Steuervereinfachungsgesetz 2011 soll im Wesentlichen spätestens zum 1.1.2012 in Kraft treten. Für Eltern und Arbeitnehmer reduziert sich die Abgabenlast und für die übrigen Steuerzahler kommt es immerhin zu einigen Vereinfachungen. Nachfolgend die Pläne im Überblick:

  • Der Werbungskosten-Pauschbetrag für Arbeitnehmer von derzeit 920 Euro soll auf 1.000 Euro angehoben werden, wodurch das Erfordernis eines Einzelnachweises von Werbungskosten in größerem Umfang entbehrlich wird als bisher. Die Anhebung von jährlich 80 Euro bringt Berufstätigen Vorteile, die entweder geringe Werbungskosten haben oder denen die Aufwendungen vom Arbeitgeber erstattet werden. Die Steuerentlastung von 330 Millionen Euro pro Jahr bringt jedem Einzelnen höchstens vier Euro im Monat, selbst wenn man die Folgewirkung auf Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer hinzurechnet.
  • Für den Abzug von Kinderbetreuungskosten soll es ab 2012 keine Rolle mehr spielen, ob sie aus beruflichen (derzeit Werbungskosten) oder privaten (Sonderausgaben) Gründen entstanden sind. Diese Verbesserung entlastet Eltern durch den Verzicht auf die Unterscheidung (zum Beispiel Erwerbstätigkeit, Krankheit, Behinderung) mit rund 60 Millionen Euro im Jahr.
  • Kindergeld und steuerliche Vergünstigungen erhalten Eltern für ihre volljährigen Kinder ab 2012 ohne Einkommensgrenze. Derzeit entfällt die Förderung zum Beispiel für den Nachwuchs in Berufsausbildung, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes oberhalb von 8.004 Euro im Jahr liegen. Um rund 200 Millionen Euro soll dies Eltern mit Kindern über 18 entlasten. Hinzu kommt der Vorteil, dass sie sowohl im Rahmen des Kindergeldantrags als auch bei der Einkommensteuererklärung die Einkünfte und Bezüge ihrer Sprösslinge nicht mehr detailliert ermitteln müssen.
  • Benutzen Berufspendler für den Arbeitsweg abwechselnd öffentliche Verkehrsmittel und den Pkw, prüfen die Finanzämter künftig nur noch jahresbezogen, ob die Entfernungspauschale oder die Berücksichtigung der tatsächlichen Fahrkartenpreise mehr bringt. Damit entfallen umfangreiche Aufzeichnungen, Ermittlungen und Berechnungen. Im Gegenzug kann der Arbeitnehmer aber nicht mehr pro Tag den höheren Abzug geltend machen.
  • Der Abgeltungsteuer unterliegende private Kapitaleinkünfte werden nicht mehr für Nebenrechnungen benötigt. Derzeit müssen sie in der Einkommensteuererklärung für den Spendenabzug, bei den außergewöhnlichen Belastungen zur Berechnung der zumutbaren Eigenbelastung, beim Abzug von Unterhaltszahlungen und für den Ausbildungsfreibetrag angegeben werden.
  • Werden Wohnung oder Haus verbilligt an Angehörige vermietet, lassen sich die Werbungskosten künftig bereits dann in voller Höhe absetzen, wenn die vereinbarte Miete mindestens 66 Prozent des ortsüblichen Mietniveaus beträgt. Derzeit liegt die Hürde bei 75 Prozent. Das hat den weiteren Vorteil, dass der Fiskus bei Verlusten auf die derzeit vom Vermieter zu erstellende Überschussprognose verzichten kann, wenn das ortsübliche Mietniveau zu 66 bis 74,9 Prozent erreicht wird. Liegt es ab dem Jahr 2012 allerdings unter 66 Prozent, wirken sich Werbungskosten generell nur anteilig aus.
  • Wer will, kann ab 2012 wahlweise nur noch alle zwei Jahre eine Einkommensteuererklärung abgeben. Die Vereinfachung zielt auf Bürger mit über die Jahre im Wesentlichen gleich bleibenden Einkünften – zum Beispiel Arbeitnehmer, Bezieher von Alterseinkünften und Personen mit Einkünften aus Vermögensverwaltung im normalen Umfang. Sie können diese Wahl jederzeit durch Abgabe der jährlichen Einkommensteuererklärung rückgängig machen.
  • Spenden bei Naturkatastrophen sollen über vereinfachte Zuwendungsnachweise als Sonderausgaben absetzbar sein.
  • Angedacht ist eine vorausgefüllte Steuererklärung mit den Daten, die der Finanzverwaltung bereits vorliegen. Macht eine Person von dem Serviceangebot Gebrauch, ruft sie ihre Erklärung im Internet ab, überprüft die ausgefüllten Angaben und übermittelt sie nach erforderlicher Ergänzung und Korrektur wieder ans Finanzamt. Dies soll bei Nur-Rentnern ohne andere Einnahmen dazu führen, dass sie die Erklärung im Regelfall ohne Änderung ans Finanzamt übermitteln können.

 

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