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Falsch verstandene Sparsamkeit bietet guten Nährboden für Viren und Würmer

Über das Thema Datensicherheit wird so viel geschrieben, vor Hackern, „Phishern“ und Konsorten so häufig gewarnt, dass eigentlich niemand mehr eine Chance haben dürfte, Daten auszuspionieren oder Passwörter zu Online-Konten zu knacken. Sollte man meinen – doch weit gefehlt. Ob in Privathaushalten oder Betrieben: Vielfach mangelt es noch immer an einem geeigneten Schutz vor Viren und Würmern, Malware und Hackern. Das hat mehrere Gründe: Ahnungslosigkeit, falsche Einschätzung des Risikos und falsch verstandene Sparsamkeit.

Über das Thema Datensicherheit wird so viel geschrieben, vor Hackern, „Phishern“ und Konsorten so häufig gewarnt, dass eigentlich niemand mehr eine Chance haben dürfte, Daten auszuspionieren oder Passwörter zu Online-Konten zu knacken. Sollte man meinen - doch weit gefehlt. Ob in Privathaushalten oder Betrieben: Vielfach mangelt es noch immer an einem geeigneten Schutz vor Viren und Würmern, Malware und Hackern. Das hat mehrere Gründe: Ahnungslosigkeit, falsche Einschätzung des Risikos und falsch verstandene Sparsamkeit.

Nach der jüngst veröffentlichten Studie eines Sicherheits-Anbieters halten zwar 98 Prozent der befragten Unternehmer ihren Betrieb in Sachen EDV für ausreichend bis sehr gut geschützt. Bei näherer Betrachtung ergab sich aber, dass der geglaubte Schutz in fast allen Fällen mangelhaft war. So waren viele Unternehmer der Meinung, mit dem einmaligen Installieren einer Antiviren-Software sei ausreichende Sicherheit hergestellt. Doch zum einen schützen solche Programme nicht vor Hackern aus dem Internet – dafür braucht es eine Firewall. Zum anderen werden jeden Tag Dutzende neue Viren, Würmer, Trojaner und andere Schadprogramme (Malware) entwickelt und auf die Reise ins Internet geschickt. Mehr als 400 Millionen virenbelastete Emails sind jeden Tag weltweit unterwegs.

Davor kann sich nur schützen, wer zusammen mit dem Antivirenprogramm gleich ein regelmäßiges Update der Virendaten ordert. Das ist mittlerweile bei fast allen Programmen enthalten und verursacht je nach Hersteller Kosten von gerade einmal 40,00 bis 60,00 Euro im Jahr – dennoch sparen viele Firmen an dieser Einrichtung.

Firewall regelmäßig kontrollieren

Gespart wird häufig auch an einer funktionstüchtigen Firewall. Alle Inhalte, die wir im Internet abrufen, liegen auf anderen Servern. Um dorthin zu gelangen, müssen Internet-Nutzer an ihrem Rechner ein Türchen öffnen, Fachleute sprechen von Ports. Durch diese können wir hinaus in das World Wide Web. Aber durch diese Türchen können andere auch hinein auf den eigenen Server, in das eigene PC-System und an die Daten, die dort abgespeichert sind. Hier heißt es: Riegel vorschieben. Dieser Riegel ist die Firewall, und die will ebenso wie die Viren-Software regelmäßig gepflegt werden. Was nutzt eine Tür, wenn man nicht regelmäßig nachschaut, ob sie noch richtig schließt?

Doch auch die beste Firewall kann nicht die Sorglosigkeit im Umgang mit dem Internet kompensieren. Je mehr Ports in der Firewall geöffnet werden, desto größer die Gefahr, dass Fremden der Zugriff auf den eigenen PC gelingt. Wer googelt, mailt und chattet, Filme aus dem Internet lädt oder Anwendungen installiert, muss dafür jeweils ein weiteres Türchen in der Schutzmauer öffnen. Besonders kritisch ist zu bewerten, wenn sich Mitarbeiter von Firmen online an PC-Spielen beteiligen. Das ist nur möglich, wenn Ports in der schützenden Firewall geöffnet werden. Durch all diese Öffnungen können sich Hacker Zugang zu den Daten auf dem Rechner oder dem dahinter liegenden Firmennetzwerk verschaffen.

Vorsicht beim Datentransfer

Längst müssen Sicherheitsvorkehrungen aber mehr können als Viren abzufangen und Hacker abzublocken. Ein besonderes Risiko stellen zum Beispiel USB-Sticks und iPods dar, mit denen leichtfertig hochsensible Daten transportiert werden. Diese Austauschmedien sind nicht sicher, werden schnell irgendwo liegen gelassen und scheinbar gelöschte Daten lassen sich auf ihnen mit kostenloser Software schnell wieder herstellen. Fällt der richtige USB-Stick in falsche Hände, nutzt also die beste Firewall nichts. Doch in der oben erwähnten Umfrage stellte sich heraus: in nur acht Prozent der Unternehmen werden solche Wechselmedien geblockt.

Noch beliebter als iPods werden Tauschbörsen im Internet. Sie basieren auf so genannten P2P-Anwendungen (Peer-to-Peer). Dabei kommunizieren die beteiligten Rechner quasi auf Augenhöhe miteinander: Videos werden angeboten, Musikdateien eingekauft etc. Firmen-Mitarbeiter die sich daran beteiligen und entsprechende Anwendungen herunterladen, öffnen sich und damit die Unternehmens-Daten allen anderen Beteiligten der Tauschbörse. Sie riskieren damit Datenklau im großen Stil. Ein Viertel (!) der kürzlich befragten Firmenangestellten möchte bei der Arbeit am Computer auf solche Tauschbörsen nicht verzichten.

Vorsorge tut Not – und ist preiswert

Wir gehen regelmäßig zum Arzt, nehmen Vorsorge-Untersuchungen in Anspruch, bringen das Auto zur Inspektion und checken den Gartenzaun. Doch mit Computern und PC-Systemen gehen wir in dieser Hinsicht stiefmütterlich um. Dabei bekommen sie einen Sicherheits-Check mittlerweile sogar kostenlos. Die Landesinitiative „secure-it.nrw“, die bei der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg angesiedelt ist, überprüft Computer und Systeme in Betrieben kostenlos. Getragen vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen sind in ihrem Auftrag mehr als 40 Fachleute in NRW unterwegs, um vor allem kleine und mittlere Firmen zu beraten, wie sie sich gezielt gegen Datenverlust, Datenklau, Systemausfall und Hacker-Angriffe schützen können.

Daneben bieten die professionellen EDV-Dienstleister der Region verschiedene Sicherheits-Checks an, mit denen die Aktualität der Schutzprogramme und Firewalls sowie geöffnete Ports und Datensicherungen regelmäßig überprüft werden. Obwohl diese Vorsorge-Maßnahmen je nach Anbieter weit unter 100 Euro kosten, scheuen viele Betriebe diese Investition.

Geschäftsführer haften persönlich

Doch das scheinbare Sparpotenzial steht in keinem Verhältnis zum Schaden, der entstehen kann. Wird ein Firmencomputer geknackt und werden sensible Kundendaten kopiert, für fremde Zwecke missbraucht oder gar vernichtet, kann das Schadensersatzforderungen von Zehn- oder Hunderttausenden Euro zur Folge haben (demgegenüber reden wir über Investitionen von 50 bis 100 Euro). Für alle diese Schäden haften Firmeninhaber und Geschäftsführer persönlich. Nur sind sich die meisten dieses Risikos gar nicht bewusst. Obwohl darüber so viel geschrieben und davor gewarnt wird…

INCLUDED EDV-Service
Andreas Beuslein Römerstraße 64 53111 Bonn Telefon (0228) 6048611 www.included.de

 

Andreas Beuslein

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