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Flugverbote kosten Airlines Milliarden – IATA fordert Ausgleichszahlungen

(ddp). Die Flugverbote infolge des Vulkanausbruchs in Island haben die europäischen Luftfahrtgesellschaften nach Schätzungen des internationalen Luftfahrtverbandes IATA bislang mehr als 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) gekostet. Allein am Wochenende seien Einbußen von rund 400 Millionen Dollar pro Tag verzeichnet worden, sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani am Mittwoch in Berlin.

(ddp). Die Flugverbote infolge des Vulkanausbruchs in Island haben die europäischen Luftfahrtgesellschaften nach Schätzungen des internationalen Luftfahrtverbandes IATA bislang mehr als 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) gekostet. Allein am Wochenende seien Einbußen von rund 400 Millionen Dollar pro Tag verzeichnet worden, sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani am Mittwoch in Berlin.

Im schlimmsten Fall seien 29 Prozent des internationalen Flugverkehrs und 1,2 Millionen Passagiere pro Tag betroffen gewesen. Der Verband Europäischer Fluggesellschaften (AEA) bezifferte die Gesamtverluste auf knapp eine Milliarde Dollar.

Der Luftraum über Deutschland war am Mittwoch nach tagelanger Sperrung wieder für Instrumentenflüge freigegeben worden. Bereits am Dienstag waren zahlreiche Flugzeuge mit Sondergenehmigungen des Luftfahrtsbundesamtes gestartet und gelandet. Die Piloten flogen die Maschinen in zunächst niedriger Höhe auf Sicht.

Bisignani warf den europäischen Regierungen vor, sie hätten als gemeinsame Krisenmanager versagt, die Entscheidungsfindung sei ineffektiv und viel zu langsam gewesen. Es habe fünf Tage gedauert, bis sich die europäischen Verkehrsminister zu einer Videokonferenz zusammengeschaltet hätten, kritisierte der IATA-Chef. «27 Staaten waren nicht in der Lage, innerhalb von 24 Stunden einen Testflug zur Messung der Aschekonzentration zu organisieren«, fügte der IATA-Chef hinzu. Er forderte, die bislang zersplitterten Kompetenzen der nationalen Luftfahrtbehörden zukünftig zu bündeln. Europa brauche einen einheitlichen Luftraum.

Die Fluggesellschaften seien Opfer einer «göttlichen Handlung» geworden, für die Ausfälle könnten sie nichts, sagte Bisignani weiter. Die europäischen Regierungen müssten daher Möglichkeiten eines Ausgleichs der Umsatzverluste prüfen.

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber sah zunächst keinen Bedarf für Staatshilfen. «Wir brauchen keinen Rettungsschirm, wollen aber fair behandelt werden im Vergleich zu anderen.» Es seien Gespräche über den Ablauf und das Krisenmanagement der Regierung notwendig.

Das Unternehmen könne die Verluste durch den Flugstopp derweil noch nicht beziffern, sagte Mayrhuber weiter. Der Flugbetrieb müsse zunächst wieder voll in Gang gebracht werden. Das könne an die 48 Stunden dauern. Für Mittwoch seien 500 Starts geplant, Vorrang hätten Kontinentalverbindungen. Die französische Air France-KLM hatte die Kosten der Flugausfälle am Dienstag auf rund 35 Millionen Euro pro Tag beziffert.

Die Luftraumsperrung hat nicht nur die Fluggesellschaften empfindlich getroffen. Der Automobilzulieferer Bosch musste wegen Lieferengpässen die Halbleiterproduktion unterbrechen. Betroffen sind vier Werke in Reutlingen, Ansbach, Salzgitter und dem ungarischen Hatvan. Nach Angaben eines Vorstandsmitglieds wird es voraussichtlich «noch einige Zeit dauern», bis sich die Situation wieder beruhigt habe. BMW hatte bereits am Dienstag einen vorübergehenden Produktionsstopp in einigen Bereichen verkündet.

Von Sarah Lena Grahn

 

ddp/poh/ton

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