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Konjunkturelle Dynamik spiegelt sich im Handwerk in NRW wider

Die Beurteilung der Handwerksbetriebe zur Geschäftslage ist sehr gut ausgefallen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert. Auch die Indikatoren zur Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung haben sich erhöht. Die Aussichten für das laufende Jahr sind etwas zurückhaltender als im vergangenen Jahr. Dennoch blickt das Handwerk optimistisch in die Zukunft. Dies ergab eine Umfrage unter rund 600 Handwerksbetrieben in Nordrhein- Westfalen, die von der Creditreform Wirtschaftsforschung im Februar 2012 durchgeführt wurde.

Die Beurteilung der Handwerksbetriebe zur Geschäftslage ist sehr gut ausgefallen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert. Auch die Indikatoren zur Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung haben sich erhöht. Die Aussichten für das laufende Jahr sind etwas zurückhaltender als im vergangenen Jahr. Dennoch blickt das Handwerk optimistisch in die Zukunft. Dies ergab eine Umfrage unter rund 600 Handwerksbetrieben in Nordrhein- Westfalen, die von der Creditreform Wirtschaftsforschung im Februar 2012 durchgeführt wurde.

Im Frühjahr 2012 beurteilten 55,5 Prozent der Handwerksbetriebe ihre derzeitige Geschäftslage als „sehr gut“ oder „gut“. Das sind 9,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, als es noch 45,8 Prozent waren. Allerdings fällt der Vergleich zum Bundestrend etwas schlechter aus: In Deutschland gaben 60,7 Prozent der rund 3.100 befragten Unternehmen an, eine „sehr gute“ oder „gute“ Geschäftslage zu haben (2011: 52,3 Prozent).

(Vorjahr: plus 41,7 Punkte). Im Branchenvergleich schneidet das Ausbauhandwerk – gemessen am Saldo aus den positiven und negativen Antworten – am besten ab (plus 64,6 Punkte) und weist damit auch die größte positive Veränderung i. Vgl. zum Vorjahr aus (plus 26,9 Prozentpunkte). Weniger dynamisch, aber dennoch positiv ist die Lage im Bauhauptgewerbe: 2012 berichteten 47,9 Prozent der befragten Unternehmen von einer „sehr guten/ guten“ Geschäftssituation (2011: 48,8 Prozent), während nur 2,8 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage als „mangelhaft/ ungenügend“ einstuften (2011: 5,8 Prozent).

Im Vergleich zum Frühjahr 2011 ist die Zahl der Betriebe, die über steigende Umsätze berichten, gestiegen. Mehr als ein Drittel der Unternehmen (37,5 Prozent) konnte im Jahresverlauf ein Umsatzplus verbuchen. Im Vorjahr waren dies nur 33,0 Prozent. Dagegen mussten nur 11,7 Prozent der Befragten rückläufige Umsätze hinnehmen (Vorjahr: 12,7 Prozent). Der Saldo aus den positiven und negativen Umsatzmeldungen steigt dementsprechend von plus 20,3 auf plus 25,8 Punkte. Im Deutschlandvergleich verzeichnet das Handwerk in NRW damit eine größere Dynamik (Deutschland- Saldo „positiv/ negativ“ 2012: 23,3 Prozent/ 2011: 17,8 Prozent).

Personalsituation hellt sich weiter auf

Die positive konjunkturelle Dynamik spiegelt sich auch in der Beschäftigungsentwicklung wider. Per Saldo haben die Handwerksbetriebe ihren Personalstock ausgebaut (plus 16,7 Punkte). Mehr als jeder vierte Betrieb (28,5 Prozent) hat im Jahresverlauf 2011 neue Mitarbeiter eingestellt, während nur jedes achte Handwerksunternehmen (11,8 Prozent) Personal entlassen musste. Besonders einstellungsfreudig zeigte sich das Ausbauhandwerk, wo der Saldo aus Neueinstellungen und Entlassungen plus 24,1 Punkte beträgt.

Umsatzerwartungen trüben sich ein

Die Umsatz- und Ertragserwartungen sind etwas eingetrübt, befinden sich aber noch im positiven Bereich. So rechnen im Frühjahr 2012 26,2 Prozent der Betriebe für das laufende Jahr mit steigenden Umsätzen – im Vergleich zum Vorjahr (2011: 36,2 Prozent) ein Minus von 10,0 Prozentpunkten. Einen Rückgang erwarten dagegen 12,8 Prozent der Handwerker (2011: 12,1 Prozent). Der Saldo aus erwarteten Umsatzsteigerungen und – rückgängen hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Er beträgt aber immer noch plus 13,4 Punkte (Vorjahr: plus 24,1 Punkte). Besonders optimistisch sind das Ausbaugewerbe (Saldo: plus 15,6 Punkte), während das Bauhauptgewerbe (Saldo: plus 4,3 Punkte) deutlich skeptischer ist.

Auch im Hinblick auf die zukünftige Ertragslage sind die Handwerker etwas zurückhaltender. Ca. ein Viertel der befragten Betriebe (23,9 Prozent) rechnet in den kommenden Monaten mit steigenden Erträgen. Im letzten Jahr war dies bei 35,2 Prozent der Betriebe der Fall. Die Zahl der Pessimisten hat zugenommen: von 14,7 auf 18,4 Prozent der Unternehmen. Auch wenn sich der Ertragssaldo verschlechtert hat, sehen die Ertragserwartungen insgesamt noch freundlich aus: Der Saldo aus den positiven und negativen Ertragserwartungen notiert bei plus 5,5 Punkten (Vorjahr: plus 20,5 Punkte).

Investitionskraft ungebrochen – positive Auswirkungen auf die Beschäftigung

Wie im Vorjahr plant jeder zweite Betrieb in naher Zukunft Investitionen durchzuführen (55,1 Prozent; 2011: 56,4 Prozent). Dies hat auch positive Auswirkungen auf die Bereitschaft der Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen, wobei der Fachkräftemangel weiterhin ein großes Manko darstellt.

Gute Zahlungsmoral der Kundschaft

Die Zahlungsmoral der Kunden wird insgesamt als „gut“ bezeichnet. Auf die Frage „Haben Sie in den vergangenen 12 Monaten Forderungsausfälle verkraften müssen?“ antworteten insgesamt 35,6 Prozent der Unternehmen mit „ja“ (2011: 34,0 Prozent). Während das Bauhauptgewerbe mit 25,7 Prozent und das Ausbaugewerbe mit 29,8 Prozent unterdurchschnittliche Ausfallzahlen verzeichneten, ist die Ausfallhäufigkeit im Metallgewerbe mit 51,5 Prozent und im Kfz- Gewerbe mit 68,3 Prozent erheblich höher.

Energetische Sanierung ist wichtiges Geschäftsfeld

für 26,4 Prozent aller Befragten zugenommen. Nur 7,0 Prozent aller Handwerksbetriebe meldeten einen rückläufigen Anteil der energetischen Sanierung am Geschäftsvolumen. Im Jahr 2012 wird die energetische Sanierung weiter bedeutend sein. Dieser Auffassung sind fast ein Viertel der Handwerksfirmen (23,5 Prozent). Dagegen rechnen nur 6,9 Prozent der befragten Unternehmen damit, dass der Anteil der energetischen Sanierung 2012 zurückgehen wird. Die Mehrheit der Befragten sieht in der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiewende. So schätzen 80,8 Prozent der Handwerker die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ ein. Über die Hälfte der Handwerker (52,6 Prozent) gaben an, dass die Kundschaft auf die steuerliche Förderung zurückgreift, allerdings sind, z. B. angesichts von Kürzungen in der Solarförderung, deutliche Tendenzen einer Nachfrageberuhigung zu erkennen.

 

Creditreform

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