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IHK Bonn/Rhein-Sieg fordert eine stärkere Wertschätzung der Industrie

Die Renaissance der Industrie trägt erheblich zur Zukunftssicherung der Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg bei. Zu diesem Ergebnis kommt der Industriereport 2008, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg heute vorgestellt hat. Von den rund 270.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region entfallen fast 39.000 auf das verarbeitende Gewerbe.

Die Renaissance der Industrie trägt erheblich zur Zukunftssicherung der Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg bei. Zu diesem Ergebnis kommt der Industriereport 2008, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg heute vorgestellt hat. Von den rund 270.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region entfallen fast 39.000 auf das verarbeitende Gewerbe.

Erstmals seit 1999 stiegen die Beschäftigtenzahlen in der Industrie im vergangenen Jahr wieder. Zwar wurden in der Stadt Bonn 363 Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe abgebaut, aber dafür legte der Rhein-Sieg-Kreis um 528 Arbeitsplätze zu. Insgesamt stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe von 38.676 (30. Juni 2006) auf 38.841 (30. Juni 2007).

„Die Arbeitsmarkteffekte der Industrie werden auch daran deutlich, dass insbesondere in Zeiten konjunkturellen Aufschwungs Regionen mit starkem Industriebesatz Arbeitslosigkeit deutlich schneller abbauen als Regionen, die industrieschwach sind“, erläuterte Kurt Schmitz-Temming, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg: „Industriebesatz führt also zu positiven Arbeitsplatzeffekten.“ Hinzu kommen die positiven Wechselwirkungen zwischen der Industrie und dem Dienstleistungsgewerbe, insbesondere den unternehmensnahen Dienstleistungen in Bonn/Rhein-Sieg, durch die zahlreiche Sekundärarbeitsplätze geschaffen wurden. Schmitz-Temming: „Das Wachstum des Dienstleistungssektors in den vergangenen Jahren wäre ohne den starken Industriebesatz und den Auftraggeber verarbeitendes Gewerbe erheblich schwächer verlaufen.“ Die Industrie bezieht inzwischen zahlreiche Vorleistungen von Dienstleistern. Sie wirkt als wichtigster Auftraggeber und größter Vorleistungsbezieher weit in andere Branchen hinein. Die Bruttowertschöpfung des „Netzwerks Industrie Bonn/Rhein-Sieg“ beträgt rund 4,2 Milliarden Euro und damit etwa 20 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung im Kammerbezirk.

Die Industrie hat inzwischen beispielsweise Logistik , Einkauf, Materialwirtschaft, Kundenservice, Marketingbuchhaltung, Controlling oder den EDV-Bereich ausgelagert und an unternehmensnahe Dienstleister aus der Region abgegeben. In vielen Fällen konzentriert sich das Industrieunternehmen heute auf den reinen Produktionsprozess, wie auch Thomas Schminke, Geschäftsführer der DSG-CANUSA in Meckenheim und Vorsitzender des IHK-Industrieausschusses ausführte. Von diesen Outsourcingprozessen haben die Dienstleister profitiert und sie sind deshalb insbesondere im Kammerbezirk Bonn/Rhein-Sieg überdurchschnittlich stark gewachsen. Industrieprodukte werden inzwischen mit Dienstleistungstätigkeiten (z. B. Finanzierungen, Wartungen oder F + E) ergänzt (after-sale-Bereich). Diese Ergänzungen werden von Dienstleistern bereitgestellt und als Komplettangebote verkauft. Bei knapp der Hälfte der Industrieunternehmen befindet sich der Standort der Dienstleister deshalb im Radius von 50 Kilometern.

Industrie braucht ausreichende Flächen und gut ausgebildete Fachkräfte

Deshalb fordert die IHK eine stärkere Wertschätzung der Industrie in der Region Bonn/Rhein-Sieg: Die Industrie brauche ein ausreichendes Flächenangebot für notwendige Expansionen oder Neuansiedlungen. Nicht jede Brachfläche sollte für Handel und Dienstleistung freigegeben werden“, so Schminke. Notwendig seien gut ausgebildete Fachkräfte und Ingenieure. Die Verkehrsinfrastruktur müsse weiter optimiert werden, die Nachtflugregelungen am Flughafen Köln/Bonn seien beizubehalten und die Ost-West-Achsen auf der Straße sollten weiter ausgebaut werden. Schminke: „Der Wirtschaftsraum Bonn/Rhein-Sieg ist ein attraktiver Standort. Dieser hohe Standard muss weiter ausgebaut werden, dem sich abzeichnenden Flächenengpass beim Wohnraum muss durch entsprechende Flächenausweisungen begegnet werden.“

 

Redaktion

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