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Aufschwung setzt sich fort – Sauberkeit und steigende Kosten bereiten Sorgen

Skepsis in den USA, eine zugespitzte Situation auf den Finanzmärkten, der deutsche Sonderweg – die Nachrichtenlage zur wirtschaftlichen Lage wird zurzeit von diesen Themen beherrscht. Aber haben diese Themen etwas mit der konkreten Situation der vor allem kleinen Unternehmen in der Region Köln zu tun? Schließlich gehören hier – wie auch in Deutschland insgesamt – 96,4 Prozent aller Unternehmen zu den kleinen und mittleren Betrieben.

Skepsis in den USA, eine zugespitzte Situation auf den Finanzmärkten, der deutsche Sonderweg - die Nachrichtenlage zur wirtschaftlichen Lage wird zurzeit von diesen Themen beherrscht. Aber haben diese Themen etwas mit der konkreten Situation der vor allem kleinen Unternehmen in der Region Köln zu tun? Schließlich gehören hier - wie auch in Deutschland insgesamt - 96,4 Prozent aller Unternehmen zu den kleinen und mittleren Betrieben.

Genau diese Unternehmen hat die IHK Köln in den Blick genommen: Mit einer Umfrage unter rund 7.000 Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten im IHK-Bezirk und ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Ist-Situation und den individuellen Aussichten. In einem zweiten Teil hat die IHK Köln die Unternehmen um die Einschätzung ihres Standorts gebeten. Denn auch bei kleinen Unternehmen sind die Aspekte Erreichbarkeit, Kosten, Sicherheit und Sauberkeit entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg. Insgesamt haben 904 Unternehmen bei dieser Befragung mitgewirkt.

Konjunktur

Zunehmend profitieren auch die kleineren Unternehmen von der wachsenden Nachfrage aus dem In- und Ausland. Rund 31 Prozent der befragten Unternehmen sind mit der Entwicklung ihrer Geschäfte zufrieden – dies sind immerhin sieben Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Situation als schlecht bezeichnen, sank im gleichen Zeitraum von 22 auf 16 Prozent.

Zukunft

Die Zukunft sehen 26 Prozent der Befragten positiv, bei elf Prozent überwiegt die Skepsis. Hier sind die größeren Unternehmen optimistischer als die kleinen. Bei den Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten rechnen 43 Prozent mit steigenden Umsätzen, bei den kleinsten mit bis zu drei Beschäftigten sind es 24 Prozent, lediglich 13 Prozent zeigen hier Pessimismus.
Somit vertrauen auch die kleineren Unternehmen auf den anhaltenden Aufschwung, jedoch vollzieht sich der Aufholprozess langsamer als bei den größeren Betrieben. Ein Grund: Die geringere Exportaktivität. Außerdem erwartet mit einem Anteil von 63 Prozent der überwiegende Teil der Befragten keine Änderung der Geschäftslage. Entsprechend werden viele kleinere Unternehmen mehr Zeit benötigen, um den Einbruch aus der Wirtschaftskrise auszugleichen – und dies in einer Zeit, in der die verschärfte Wettbewerbssituation kaum den Aufbau finanzieller Polster zulässt. Entsprechend verhalten bleibt somit auch die Investitionsdynamik: Im Vergleich zur Umfrage 2010 hat sich das Investitionsklima kaum verbessert.

Arbeitsmarkt

Auch hier ist Entspannung spürbar: Die Zahl der Unternehmen, die ihren Beschäftigungsstand verringern möchten, ist um die Hälfte auf sieben Prozent gesunken. Etwa 15 Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen. Dies gestaltet sich auch für die befragte Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen immer schwieriger: 14 Prozent konnten in den vergangenen Monaten offene Stellen nicht neu besetzen.

Standort und Verkehrsswege

Der Unternehmensstandort ist ein wichtiger Faktor für den geschäftlichen Erfolg. Umso erfreulicher, dass rund 17 Prozent der befragten Betriebe allgemein mit ihrem Standort in der Stadt Köln voll und ganz zufrieden sind, weitere 67 Prozent sind immerhin noch eher zufrieden.

Trotzdem sehen die Unternehmen bei einzelnen Faktoren noch großen Handlungsbedarf. So wird zwar die gute Erreichbarkeit Kölns sehr positiv gewertet, der Zustand der Verkehrswege und ihre Nutzbarkeit bekommen jedoch schlechte Noten. Nicht einmal die Hälfte der Unternehmen (42,5 Prozent) ist mit der Situation in Köln zufrieden.

Sicherheit/Sauberkeit

Besonders kritisch sehen die befragten Unternehmen die Sauberkeit am Standort. Lediglich acht Prozent sind mit der Sauberkeit zufrieden, eine Mehrheit von 52 Prozent wertet das Umfeld dagegen negativ. Und dies gilt nicht nur für Unternehmen mit Ladenlokalen: Über alle Branchen und Größenklassen hinweg wünschen sich die Unternehmen Sauberkeit an ihrem

Standort

Auch bei der Sicherheit gibt es aus Unternehmenssicht noch Verbesserungsbedarf. Immerhin 22 Prozent sehen hier Defizite – vor allem Industriebetriebe mit dezentralem Standort und Unternehmen aus der Gastronomie/Hotellerie im Zentrum werten diesen Aspekt negativ.

Kosten

Große Probleme bereiten den kleinen und mittleren Unternehmen in der Stadt Köln die steigenden Energiekosten: Hier finden zwei Drittel der Befragten die Situation bei den Öl-, Gas- und Stromkosten unhaltbar. Insbesondere dort, wo die Unternehmen durch einen starken Wettbewerb belastet sind, steigt durch die hohen Stromkosten der Druck auf die Betriebe.

Bewertung

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Grundtendenz in der IHK Region Köln auch bei den kleineren Unternehmen freundlich bleibt. Der Aufschwung kommt, wenn auch zeitverzögert und in einem geringeren Maße, bei den kleinen und mittleren Unternehmen an. Dazu Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln: „In vielen Branchen bleiben die Margen unter Druck. Dies muss gerade dann, wenn man über neue Belastungen nachdenkt, berücksichtigt werden.“

Außerdem betont Ferger, dass der Standort Köln in Einzelfaktoren weiter verbessert werden muss: „Köln ist nicht die sicherste Großstadt in Deutschland und die sauberste ist sie auch nicht. Sauberkeit und Sicherheit sind aber keine ’nice-to-have‘- Standortfaktoren , wie immer entscheidet nur allzu oft der erste Eindruck. Diesen ersten Eindruck dürfen wir nicht länger aufs Spiel setzen.“ Ebenso wichtig sei ein kritischer Blick auf die Kostensituation, besonders auf die steigenden Energiekosten und wachsende lokale Belastungen: „Wenn hier nicht gegengesteuert wird, erleben wir in den kommenden Jahren eine neue Runde im Strukturwandel – zulasten der kleinen Unternehmen“, appelliert Ferger an die Kommunalpolitik.

(IHK Köln)

 

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