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Interviews

Kai Danneberg: „Das ganzheitlich integrierte Angebot einer Werbeagentur hat den Vorzug gegenüber der Spezialisierung“

Strategische Beratung, Werbung, Digitale Kommunikation und PR – das sind die Kernkompetenzen der „rheinfaktor“ Agentur für Kommunikation. „Auftrieb für Marken“ hat sich das Team um Kai Danneberg und Iris Westermeier auf die Fahnen geschrieben – und meint damit, den Kunden und dessen Produkte auf ein höheres Level jenseits von Standardlösungen zu hieven.

rheinfaktor Agentur f�r Kommunikation GmbH

business-on.de: Stellen Sie Ihre Werbeagentur kurz vor.

Kai Danneberg: rheinfaktor ist eine unabhängige, inhabergeführte Kommunikationsagentur mit den Schwerpunkten Strategische Beratung, Werbung und PR. Unser Team umfasst ca. 25 Berater, Texter und Designer. Für unsere Kunden setzen wir seit vielen Jahren Kampagnen on- wie offline um, platzieren sie in den für sie relevanten Medien und beraten sie bei allen Fragen und Herausforderungen im Bereich der intelligenten Markenkommunikation.

Dabei legen wir Wert auf ein ganzheitliches, markenorientiertes Verständnis von Kommunikation. Zu unseren Kunden und Referenzen gehören große und mittelständische Unternehmen wie ADAC, Akzo Nobel, Johnson & Johnson, Koelnmesse, msg, Sony und Vorwerk.

business-on.de: Wo liegt der Schwerpunkt der von Ihrer Agentur angebotenen Dienstleistungen?

Kai Danneberg: Wir bieten unseren Kunden intelligente Kommunikation. Das ist nicht einfach ein Mix aus Medien und Maßnahmen. Intelligente Kommunikation entsteht aus einem tiefen Verständnis eines Unternehmens, seiner Leistungen und Kunden. Sie ist kreativ, integriert und authentisch, ob online oder offline. Das ist sicherlich die Diskussion, die wir seit Jahren in der Branche führen: Sie schwankt immer wieder zwischen Spezialisierung und dem ganzheitlich integrierten Angebot. Wir denken, dass nur der ganzheitliche Ansatz funktioniert: Strategien über alle Maßnahmen und Kanäle denken und dann kollaborativ umsetzen.

„Wir sind ortsunabhängig, Reisezeit ist heute Arbeitszeit“

business-on.de: Hat der Einfluss des Internets die Aufgabe der Werbeagenturen verändert?

Kai Danneberg: Ja und nein. Natürlich hat sich sehr viel verändert, ein Großteil der täglichen Abläufe ist heute einfacher, wir können Informationen leichter und schneller austauschen und auch die Zusammenarbeit funktioniert ganz anders. Wir sind ortsunabhängig, Reisezeit ist heute Arbeitszeit. Andererseits ist es immer schon unsere Aufgabe und die Aufgabe der Kreation gewesen, mit intelligenten Lösungen die Kommunikation zwischen A und B zu optimieren. Wir reden hier nicht von analog oder digital, sondern von intelligenter Kommunikation, die je nach Ziel und Zielgruppe alle Medien und Kanäle berücksichtigt und den strategisch und budgetär richtigen Weg auswählt.

„Die Wertschätzung für echte Ideen und kreative Arbeit nimmt ab“

business-on.de: Wie bewerten Sie die Branche generell?

Kai Danneberg: Das Agenturgeschäft war schon immer volatil. In den letzten Jahren ist es vor allen Dingen in zwei Bereichen noch herausfordernder geworden: Zum Einen fordern Unternehmen eine zunehmend projektbezogene Art der Betreuung und Abrechnung. Es gibt immer weniger langfristige Beratungsaufgaben oder Jahresverträge, die Timings werden straffer und kurzfristiger – und die Qualität der Inhalte hat manchmal nicht mehr höchste Priorität. Das führt direkt zum zweiten Punkt: Die Wertschätzung für echte Ideen und kreative Arbeit nimmt ab – Pitches, sogar unbezahlte, nehmen zu. Durch neue Technologien und Programme kann man etwas auf den ersten Blick gut aussehen lassen, ohne es strategisch zu fundieren oder auf bestimmte Ziele auszurichten. Sich davon abzugrenzen und den kreativen Mehrwert zu vermitteln ist die größte Herausforderung heute – und wird es in Zukunft noch viel mehr werden.

„Kreativität muss sich am Erfolg messen lassen“

business-on.de: Wie beurteilen Sie das kreative Potenzial der Branche derzeit?

Kai Danneberg: Das kreative Potenzial der Branche ist definitiv hoch. Kreativität entsteht aus dem Zusammenführen von Informationen und Wissen unterschiedlichster Disziplinen und Altersgruppen, und da ist die Branche nach wie vor führend. Was noch stärker sein könnte, ist sicherlich das Streben nach einzigartigen und eigenständigen Lösungen, die unverwechselbar sind und kein „Me-Too“. Dazu bräuchte es ein bisschen mehr Neugier und offene Augen im Alltag. Oft sind es ja die kleinen Dinge, die den Anstoß geben und nicht das typische Brainstorming. Was oft vergessen wird bei der Diskussion um Kreativät ist der Maßstab – denn wir sind ja nicht um der Kreativität willen kreativ, sondern um ein Ziel zu erreichen. Kreativität muss sich am Erfolg messen lassen.

 

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