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IT-Ausstattung der Schulen wird immer schlechter

Schüler geben der IT-Ausstattung an ihren Schulen von Jahr zu Jahr schlechtere Noten und wünschen sich einen stärkeren Einsatz von digitalen Medien im Unterricht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 512 Schülern weiterführender Schulen im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM und der LEARNTEC, der Messe für digitales Lernen. Zwei Drittel der Schüler lernen in ihrer Freizeit online und digital.

Schüler geben der IT-Ausstattung an ihren Schulen von Jahr zu Jahr schlechtere Noten und wünschen sich einen stärkeren Einsatz von digitalen Medien im Unterricht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 512 Schülern weiterführender Schulen im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM und der LEARNTEC, der Messe für digitales Lernen. Zwei Drittel der Schüler lernen in ihrer Freizeit online und digital.

Mehr als jeder zweite Schüler (54 Prozent) bezeichnet den Zustand der Computertechnik an seiner Schule als mittelmäßig oder schlecht. Die Kritik der Schüler an der mangelhaften IT-Ausstattung der Schulen wird damit immer schärfer. Im Jahr 2010 waren nur 40 Prozent der Schüler so unzufrieden, 2007 lediglich 38 Prozent. Jeder dritte Schüler (35 Prozent) bringt daher sein eigenes Notebook mit in den Unterricht, jeder fünfte (19 Prozent) einen Tablet Computer. „Wenn die Ausstattung nicht stimmt, sind die Bemühungen zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht zum Scheitern verurteilt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Die Schüler helfen sich selbst. Ihre Smartphones und Tablets haben nicht selten ein Vielfaches der Rechenleistung der in die Jahre gekommenen ,Computerkabinette‘ unserer Schulen. Die Schere zwischen der privaten IT-Ausstattung und dem Gerätepark der Schulen öffnet sich immer weiter. Wir brauchen eine Digitale Agenda für die Schulen.“

Nur auf den ersten Blick gehören inzwischen PCs, Notebooks und Beamer im Unterricht zum Standard. So geben jeweils 9 von 10 Schülern an, dass diese Geräte eingesetzt werden. 8 von 10 Schüler werden zudem mit Hilfe von digitalen Tafeln, sogenannten Whiteboards, unterrichtet. Schon deutlich seltener wird auf Tablet Computer (29 Prozent) oder E-Book-Reader (6 Prozent) zurückgegriffen. Wirklich täglich genutzt werden all diese Geräte aber kaum. Nur 35 Prozent der Schüler erleben täglich Whiteboards im Unterricht, noch weniger nutzen Notebooks (34 Prozent) oder stationäre PCs (28 Prozent). Selbst der Beamer wird nur bei jedem vierten Schüler (25 Prozent) an jedem Schultag eingesetzt. Ein Schattendasein fristen alle Geräte, die im beruflichen und privaten Umfeld in den vergangenen Jahren ihren Siegeszug angetreten haben: Smartphones (7 Prozent), Tablet Computer (6 Prozent) und E-Reader (0 Prozent). Zum Vergleich: Fotokopien werden an 85 Prozent der Schüler täglich ausgegeben.

Überwiegend werden digitale Geräte für die Präsentation von Lerninhalten durch Lehrer (97 Prozent) und Schüler (94 Prozent) sowie zur Internetrecherche (88 Prozent) genutzt. Deutlich seltener werden spezielle Lernprogramme (42 Prozent) eingesetzt oder die Geräte zum Programmieren (27 Prozent) oder Gestalten einer Website (25 Prozent) verwendet. „ Wir verschenken in unseren Schulen enormes Potenzial, wenn wir Computer & Co. nur als die bessere Kreidetafel einsetzen“, so Berg. „Die Schere zwischen der Qualität der IT-Ausstattung an unseren Schulen und dem Stand der Technik sowie der Qualität der Ausstattung in den Wohn- und Kinderzimmern öffnet sich immer weiter.“

Zwei Drittel (67 Prozent) der Schüler nutzen bereits digitale Medien zum Lernen – allerdings in ihrer Freizeit. 41 Prozent greifen dabei auf Lernvideos zurück, 15 Prozent belegen Online-Kurse, 12 Prozent spielen Lernspiele und 7 Prozent nutzen Lernprogramme bzw. Lern-Apps. Entsprechend wünscht sich eine große Mehrheit der Schüler (70 Prozent), dass digitale Medien verstärkt im Unterricht eingesetzt werden. Vor allem Lernvideos (71 Prozent), Lernprogramme (37 Prozent), Lernspiele (32 Prozent) sowie Online-Kurse (26 Prozent) würden die Schüler gerne auch in der Schule nutzen. Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH und verantwortlich für die LEARNTEC, resümiert: „Genau das Bild, das die Befragung zeigt, zeichnen uns auch die Gespräche mit Verantwortlichen im Bereich der schulischen Bildung und den Anbietern von IT-gestütztem Lernen, die wir im Rahmen der LEARNTEC führen. Überraschend ist allein die einhellige Meinung, dass dringender Handlungsbedarf besteht.“

Drei Viertel der Schüler (75 Prozent) fordern, dass es mehr und bessere digitale Lernmaterialien an ihrer Schule gibt, 71 Prozent unterstützten die Forderung nach einem Notebook oder Tablet Computer für jeden Schüler. Sogar 8 von 10 Schülern glauben, dass Lehrer besser für den Einsatz digitaler Medien geschult werden müssten. „Die LEARNTEC gibt konkrete Empfehlungen und bietet Lösungen, wie digitales Lernen an unseren Schulen vermehrt Einzug halten kann. Wir sehen unsere Messe als Informationsbörse und Plattform für den Austausch zwischen Bildungspolitikern, kommunalen Bildungseinrichtungen und Bildungsträgern sowie der E-Learning-Wirtschaft“, so Britta Wirtz.

Hinweis zur Methodik: Bitkom Research hat in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des BITKOM bundesweit 512 Schüler ab 14 Jahren an weiterführenden Schulen befragt. Die Befragung ist repräsentativ.

Die LEARNTEC ist die Leitmesse & Kongress für das Lernen mit IT. Sie findet vom 27.- 29. Januar 2015 zum 23mal in der Messe Karlsruhe statt. Hier präsentieren sich über 200 Aussteller der E-Learning Wirtschaft und es werden rund 7.000 Entscheider aus den Bereichen Weiterbildung, Personal, EDV, Schule und Hochschule erwartet. Neben dem Kongress gibt es kostenfreie Key Notes, Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops zum IT-gestützten Lernen. Viele davon widmen sich dem Thema „Digitales Lernen in der Schule“.

Quelle: Bitkom

 

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