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Reisen

Dr. Kurt Genser über die „Tourismus-Qualitätsinitiative Kärnten“

Kärnten setzt voll auf den Tourismus. Auch aus der Region Köln/Bonn reisen immer mehr Menschen in das österreichische Bundesland, das durch seine Grenzlage zu Italien und Slowenien und den Mix aus Badeseen für den Sommer und attraktiven Skigebieten für den Winter überzeugt.

Karnische Tourismus GmbH

Im Wettbewerb mit den anderen Tourismusregionen reicht Natur alleine aber nicht aus. Deswegen setzt man in Kärnten jetzt auf Service und Transparenz und hat die „Tourismus-Qualitätsinitiative Kärnten“ ins Leben gerufen. Mit einer übergeordneten Zertifizierung von Übernachtungsbetrieben, Bergbahnen und sonstigen touristischen Einrichtungen bietet man dem Gast eine optimale Vergleichsmöglichkeit und den teilnehmenden Betrieben ein echtes Argument für Qualitätssteigerung. Dr. Kurt Genser, Geschäftsführer der „Karnische Tourismus GmbH“, erklärt im business-on.de-Interview die Vorzüge dieser landesweit einmaligen Initiative:

Business-on.de: Kurt Genser, in Kärnten gibt es ab sofort eine einheitliche Zertifizierung von Tourismusbetrieben aller Art. Warum ist dies nötig?

Dr. Kurt Genser: Das Wichtigste ist, dass „KärntenQ“ eine Zusammenführung unterschiedlichster Qualitätskriterien ist. Früher hatten wir bei Hotels die Sterne-Klassifizierung, bei Privatzimmern die mit „Sonnen“ und Bauernhöfe waren mit „Blumen“ bewertet. Dazu haben dann einzelne Regionen noch eigene Bewertungen mit „Segeln“ oder ähnlichen Symbolen vorgenommen. Dadurch hatte der Gast eigentlich keine vernünftige Vergleichsmöglichkeit mehr und deswegen haben wir das jetzt geändert, so dass er die Qualität unterschiedlichster Betriebe ganz bequem vergleichen und für sich das Beste raussuchen kann. Neu ist auch, dass nicht nur die Unterkünfte zertifiziert werden, sondern auch Ausflugsziele, Tourismusorganisationen oder Campingplätze. Das ganze touristische Spektrum wird erfasst. Wir haben durch Marktforschung herausgefunden, dass wir in diesem Bereich etwas zurückhängen und haben dann recht schnell die Entscheidung getroffen, mit einem neuen Konzept künftig die Vorreiterrolle zu übernehmen. Unser Ziel ist es, in fünf Jahren als „Musterland“ zu gelten, was diese Art von Zertifizierung betrifft.

Business-on.de: Wie genau läuft denn die Zertifizierung ab?

Dr. Kurt Genser: Das Ganze geschieht natürlich auf freiwilliger Basis, aber die Initiative findet sehr großen Anklang. Allein in Kärntens Naturarena haben bereits über 50 Betriebe die Auszeichnung erlangt. Und 50 weitere Betriebe sind schon in der Warteschleife. Das Besondere ist, dass wir eigens einen Qualitätsmanager eingestellt haben, der in die Betriebe geht und dort nicht nur hilft, die Zertifizierungskriterien zu erfüllen, sondern auch bei vielen Dingen, die darüber hinaus gehen, wie Internetportale, Social media etc. Erst diese enge Zusammenarbeit zwischen der Landestourismusorganisation, den regionalen Verbänden und den Betrieben macht das Konzept so erfolgreich. Damit sind wir absoluter Vorreiter und davon erhoffen wir uns natürlich einen Wettbewerbsvorteil, denn unsere Betriebe werden dadurch besser, sind näher am Gast und sorgen durch einen besseren Service und eine engere Bindung dafür, dass Gäste gerne wiederkommen und natürlich auch neue Gäste, die davon hören, nach Kärnten kommen.

Business-on.de: Welche konkreten Anforderungen müssen denn Betriebe erfüllen, bevor sie die Zertifizierung erhalten?

Dr. Kurt Genser: Es geht vor allem um die „Software“. Die „Hardware“, also Gebäude, Ausstattung und Co. sind ja recht klar zu erkennen und einzuteilen. Wichtig ist uns, dass alle Mitarbeiter verstärkt mit eingebunden werden, denn sie sind es, die im täglichen Umgang mit den Gästen das Bild prägen. Wie die Zimmer sind oder der SPA-Bereich, das sieht der Gast ja schnell. Der entscheidende Wohlfühlfaktor geht aber von der Betreuung aus. Der Gast soll spüren, dass er bei uns willkommen ist und dafür ist eine Schulung der Mitarbeiter ein sehr wichtiger Aspekt. Deshalb der Qualitätsmanager.

Business-on.de: Wie oft überprüft der denn die Betriebe?

Dr. Kurt Genser: Unser Ziel ist es, langfristig Qualität zu bieten. Deswegen ist mit der erfolgten Zertifizierung für einen Betrieb auch nicht das Ende der Initiative erreicht. Wir führen immer wieder so genannte „Mystery Checks“ durch, bei denen nach etwa einem Jahr externe Tester die Institutionen noch einmal auf Herz und Nieren prüfen. Selbst wir wissen nicht, wann diese Tests durchgeführt werden. Der Qualitätsmanager erhält dann einen ausführlichen Bericht und bespricht im Anschluss sowohl die Stärken als auch die Schwächen mit dem jeweiligen Betriebsinhaber. Nur so kann die Qualität langfristig und nachhaltig gewährleistet werden.

 

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