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Kolumne

„Bevor es Alt wird“

Und der Sieger des Kölner Unternehmerpreises 2009 ist: Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG. OB Fritz Schramma und Wirtschaftsclub-Präsident Marc Kurtenbach überreichten im Dom-Hotel dem Leiter Marketing und Vertrieb des Bierhauses, Dirk Heisterkamp, die begehrte Medaille. Honoriert wurde das Unternehmen für gute kölsche Tradition, überzeugende innovative Unternehmenspolitik und ein typisch kölsches Produkt, das jeder gern trinkt, „bevor es Alt wird“. So der neue Werbeslogan für Früh Kölsch mit Seitenhieb nach Düsseldorf.

Und der Sieger des Kölner Unternehmerpreises 2009 ist: Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG. OB Fritz Schramma und Wirtschaftsclub-Präsident Marc Kurtenbach überreichten im Dom-Hotel dem Leiter Marketing und Vertrieb des Bierhauses, Dirk Heisterkamp, die begehrte Medaille. Honoriert wurde das Unternehmen für gute kölsche Tradition, überzeugende innovative Unternehmenspolitik und ein typisch kölsches Produkt, das jeder gern trinkt, "bevor es Alt wird". So der neue Werbeslogan für Früh Kölsch mit Seitenhieb nach Düsseldorf.

Knappes Ergebnis der drei Bestplatzierten

Rund 30 Unternehmen hatten sich für den diesjährigen Kölner Unternehmerpreis beworben. Zu den Kriterien, die es zu erfüllen galt, zählten: Besondere Bedeutung für die Wirtschaftsregion, Bekenntnis zum Standort Köln, Verantwortung für regionale Arbeitsplätze, Innovation, sowie Markt- und Wettbewerbsfähigkeit. Gemessen daran gingen sieben Finalisten ins Rennen: Cölner Hofbräu Früh, die Unternehmensgruppe Dillenburger, Host Europe, Insigma IT Engineering, Lingua-World, subreport Verlag Schawe und M. DuMont Schauberg. Für die Jury, die letztlich den Gewinner durch Punktevergabe ermitteln musste, war es keine leichte Aufgabe. Denn jeder der für den Preis Nominierten brachte, so Christian Kerner, geschäftsführender Vorstand des Wirtschaftsclubs und Organisator des Kölner Unternehmenspreises, überzeugende Kompetenzen ein, so dass der Punkteabstand insgesamt gering war. Neben der Cölner Hofbräu Früh KG wurden an dem Abend die Dillenburger Unternehmensgruppe als Zweitplatzierte und die Host Europe GmbH als Drittplatzierte geehrt. Die Laudatio hielt Hans-Georg Hoffmann, Geschäftsführer der Klosterfrau Healthcare GmbH, die im letzten Jahr den Kölner Unternehmerpreis entgegen nehmen konnte. Er hatte versucht, seine Rede auf einem einzigen Bierdeckel unterzubringen, erzählte Hoffmann. Aber an der Vielfalt, die sich hinter Früh verbirgt, sei sein Versuch gescheitert.

Früh Kölsch für Heinzelmännchen

Im Vorfeld der Preisverleihung präsentierten die drei Bestplatzierten ihr Unternehmen. Früh, der Inbegriff kölscher Brautradition, hat sich über die Jahre zu einem Unternehmen entwickelt, das mit innovativer Diversifikation seine Marktposition erfolgreich ausgebaut hat. Das Unternehmen, so Heisterkamp, macht 50 Mio. Euro Umsatz mit 360 Mitarbeitern aus 26 Nationen. Im zweitgrößten Brauhaus in Köln, dem „Früh am Dom“, stehen 1.500 Plätze zur Verfügung. Hotel, Shop, Merchandising, Catering und Eventangebot runden die Dienstleistungspalette ab. Auf das Konto der Bierbrauer gehen so soziale Engagements wie die lange Nacht der Museen, der Unterhalt des Heinzelmännchenbrunnens oder die weihnachtliche Spende an das Vincenz Hospital. 

Wenn kein Wind weht, wird gerudert

Nicht weniger überzeugend präsentierte Geschäftsführer und Gründer Claus Dillenburger sein Familienunternehmen. Die Gruppe Dillenburger ist spezialisiert auf technische Gebäudeausrüstung und –management. Der Gründer hat das Unternehmen in 30 Jahren zum Branchenführer entwickelt. Umweltschutz und erneuerbare Energien, Green Facility Management, haben einen hohen Stellenwert im Dienstleistungsangebot. 2000 Kunden und 1000 Verträge werden von 200 Mitarbeitern bedient. Eine der Parolen Dillenburgers lautet: Wenn kein Wind weht, muss gerudert werden. Das Unternehmen unterstützt die Initiative „1000 Jobs fürs Rheinland“, ein Wirtschaftsbarometer von center.tv, bei dem insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen zu Wort kommen.

9.300 Tonnen CO2 eingespart

Das jüngste Unternehmen, die Host Europe GmbH, wurde von Geschäftsführer Uwe Braun vorgestellt. Das Unternehmen, 1997 gegründet, hostet heute über 8.000 Server für mehr als 150.000 Kunden aus Deutschland, Österreich und Schweiz und ist damit drittgrößter Hosting-Anbieter im deutschsprachigen Raum. In den letzten fünf Jahren, so Braun, erwirtschaftete Host Europe ein Wachstum von 350 Prozent und sicherte so 160 Arbeitsplätze am Standort Köln. Stolz sind die Mitarbeiter auf die Energieeffizienz der Rechenzentren. Pro Jahr werden mehr als 9.300 Tonnen CO2 eingespart. Soziales Engagement erweist das Unternehmen mit einer eigenen Kindertagesstätte und einer eigenen Kantine mit Bio-Kost vom Bio-Bauern.

An der Verleihung des Kölner Unternehmenspreises 2009 im Dom-Hotel nahmen rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien teil. Und natürlich die Juroren des diesjährigen Unternehmenspreises: Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin der IHK Köln, Franz-Josef Knieps, Landtagsabgeordneter, Herrmann-Josef Johanns, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung Ströer Media Deutschland GmbH & Co. KG, Dr. Norbert Walter-Borjans, Wirtschaftsdezernent der Stadt Köln, und Christian Weis, Geschäftsführer von business-on.de. In seiner Abschlussrede beglückwünschte Marc Kurtenbach, Regionaldirektor des Privatbankhauses Merck Finck & Co, die drei Bestplatzierten. Sie hätten auch bewiesen, dass Tradition, Innovation und Moderne gleichermaßen zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Gefeiert wurden die Sieger auf dem Balkon des Dom-Hotels mit Kölsch, Sekt, Wein und köstlichen Leckereien aus der Hotelküche.

 

Karin Bäck

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