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Fachbeiträge Marketing

Web-basierte Zusammenarbeit im Personalmarketing

Online-Collaboration hat sich als Kommunikation in Unternehmen etabliert. Diese können die neuen Methoden der Web-basierten Zusammenarbeit auch für ihr Personalmarketing nutzen und sich im Sinne eines modernen „Employer Branding“ für vorhandene und neue Mitarbeiter als attraktive Arbeitgeber positionieren.

Cisco

Collaboration hatte es hierzulande lange Zeit schwer. Zum einen ist der Begriff in der deutschen Sprache mit einer negativen Konnotation belastet, zu anderen wusste man auch inhaltlich damit nur wenig anzufangen. Zusammengearbeitet hat man schließlich schon immer, und so galt Collaboration oft als typisch angloamerikanisches Modewort, das man sich vor seinem baldigen Verschwinden gar nicht erst zu merken brauchte. Mittlerweile ist „Collaboration“ jedoch als Begriff etabliert: Er beschreibt die neuen Methoden des gemeinsamen Arbeitens in und zwischen Unternehmen, die mit der Weiterentwicklung des Webs zur zentralen Kommunikationsplattform entstandenen sind. 

Dieses gemeinsame Arbeiten geht weit über altbekannte Formen gegenseitiger Abstimmung und Information hinaus. Zusammenarbeit als Collaboration erfolgt in diesem Sinne immer ortsunabhängig und in Echtzeit, multimedial und mehrkanalig. Auf diese Weise konstituiert Collaboration virtuelle Arbeitsgruppen, die sich in wechselnden Funktionszusammenhängen sowohl in Unternehmen als auch unternehmensübergreifend organisieren können und die dabei gemeinsam mit allen relevanten Dokumenten, Präsentationen oder Bildern arbeiten können. Basis der Zusammenarbeit ist nicht die physische Anwesenheit an einem Ort, sondern die Teilnahme an einem gemeinsamen Kommunikationsprozess. Von Ort und Raum, von der Geographie, sind diese Arbeitsgruppen daher völlig unabhängig. Für die Rolle, die die Akteure im Prozess einnehmen, ist es auch ganz unerheblich, ob sie an räumlich festen Arbeitsplätzen oder auch mobil arbeiten. 

Natürlich verändert diese neue Art zusammen zu arbeiten nicht nur die funktionellen Arbeitsprozesse, sondern auch das Verhältnis zwischen Unternehmen und Mitarbeitern. Collaboration eröffnet daher auch dem Personalmanagement neue Möglichkeiten, die gerade vor dem Hintergrund eines wachsenden Mangels an gut ausgebildeten Fachkräften und Spezialisten von großer Bedeutung sind. Da dieser Engpass nicht nur konjunkturell bedingt ist, sondern auch eine demographisch-struk­turelle Dimension aufweist, wird das Problem die Unternehmen auf absehbare Zeit begleiten.
Mit dem Einstieg in die Welt der Collaboration können sie mit ihrem Personalmanagement diese aktuellen Entwicklungen berücksichtigen. Collaboration bietet ihnen dabei folgende Vorteile:

1. Vereinfachung des Recruitments 

Mit dem Einsatz der neuen Collaborationstechniken können Unternehmen die Auswahl von Bewerbern effizienter gestalten. Bewerbergespräche und Assessments müssen nicht mehr an einem bestimmten Ort, sondern können per Telepresence oder Webkonferenz überall abgehalten werden. Auf diese Weise können zum Beispiel auch Fachabteilungen, die nicht vor Ort sind, ohne Aufwand in ein Auswahlverfahren einbezogen werden. Ebenso können bei der Besetzung von Management-Positionen mehr Führungskräfte beteiligt werden. 

2. Erweiterung der Reichweite von Recruitments

Durch ortsunabhängige Auswahlverfahren erhöht sich die Reichweite: Unternehmen können im Rahmen von Online-Assessments nun auch Bewerber aus weiter entfernen Regionen für eine Vorauswahl einladen, ohne dass für diese Reisekosten entstehen. 

3. Internationalisierung von Recruitments 

Da Web-basierte Collaboration völlig ortsunabhängig funktioniert, lassen sich damit sehr leicht internationale Bewerbungsverfahren oder Assessments durchführen. Unternehmen, die sich in neuen Märkten positionieren und dafür neue Niederlassungen aufbauen wollen, können so schnell geeignete Bewerber vor Ort finden. Umgekehrt können auch gezielt Bewerber aus anderen Ländern angesprochen werden, ohne dass dafür ein großer Aufwand entsteht. 

4. Recruitments für kleinere und mittlere Unternehmen 

Da Collaborationstechniken wie Webkonferenzen im SaaS-Modell nur geringe Investitionen erfordern, können auch kleinere und mittlere Unternehmen diese Möglichkeit für ihr Personalmanagement nutzen und beispielsweise Recruitments landesweit oder sogar international durchführen. 

5. Angebot neuer Arbeitsformen

Moderne Collaborations-Techniken wie Webkonferenzen oder Instant Messaging erlauben eine sehr flexible Gestaltung von Arbeitsplätzen. Dadurch können auch Mitarbeiter gewonnen werden, die aufgrund häuslicher Gegebenheit – zum Beispiel Kinder oder pflegebedürftige Angehörige – selbst weniger flexibel sind. 

6. Attraktivität für qualifizierte Mitarbeiter 

Unternehmen sind gerade für qualifizierte und hoch qualifizierte Mitarbeiter interessanter, wenn sie moderne Kommunikationstechniken einsetzen. Dies gilt insbesondere für die mobile Kommunikation, weil Mitarbeiter mit Smartphones oder Tablett-PCs sehr viel flexibler arbeiten können. Collaboration kann dadurch einen wichtigen Beitrag zu Unternehmenskultur und zum Employer Branding leisten. Unternehmen können sich durch Collaboration als moderne, attraktive Arbeitgeber positionieren. 

7. Einbeziehung von Mitarbeitern in Qualifizierungsmaßnahmen

Durch E-Learning können Unternehmen die Qualifikation neuer und vorhandner Mitarbeiter mit deutlich geringerem Aufwand als bei Präsenzschulungen erhöhen. Die Aussicht auf weitere Qualifikation steigert die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber. Durch kostengünstigere Qualifizierung per E-Learning müssen auch aufwändige Maßnahmen der Personalentwicklung nicht mehr nur den Führungskräften vorbehalten bleiben. Insgesamt steigt dadurch das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter.

8. Job Life Balance

Durch Collaboration können Unternehmen die Job Life Balance ihrer Mitarbeiter verbessern. So erlaubt es beispielsweise die Web-gestützte Collaboration, Dienstreisen weitgehend zu vermeiden; die Mitarbeiter sind dadurch weniger häufig von Familien getrennt. Auch dadurch erhöht sich die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber.

Collaboration bietet Unternehmen also vielfältige Möglichkeiten, sich gegenüber vorhandenen und künftigen Mitarbeitern zu positionieren. Gerade gut qualifizierte Fachkräfte, die in ihrem privaten Umfeld den Umgang mit neuen Kommunikationstechniken gewöhnt sind, wollen diesbezüglich in ihrer beruflichen Tätigkeit nicht einen Schritt zurück machen. Wer für diese Leute als Arbeitgeber attraktiv bleiben will, wird am Einsatz moderner Collaborationstechniken künftig nicht mehr vorbei kommen.

Links
http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Assessment
http://de.wikipedia.org/wiki/Employer_Branding
http://www.employerbrandingtoday.com/de/
http://www.uni-bamberg.de/isdl/leistungen/transfer/e-recruiting/centre-of-human-resources-information-systems-news/studie-recruiting-trends-2010-erschienen/
http://blog.recrutainment.de/
http://www.personalberater-blog.de/

 

Peer Stemmler

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