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Fachbeiträge Marketing

Das mobile Internet verändert CMS

Bereits über elf Prozent der Abrufe von Websites stammen heute von mobilen Endgeräten und sogar 26 Prozent der Internetnutzer sind beim Fernsehen immer online. Die Nutzer haben das Mobile-Web bereits entdeckt, doch viele Unternehmen tun sich noch schwer, ihre Internetstrategie anzupassen. Unternehmen müssen die Marketing- und Vertriebspotenziale des rasant wachsenden mobilen Internets für sich Nutzen, um erfolgreich zu bleiben.

Bereits über elf Prozent der Abrufe von Websites stammen heute von mobilen Endgeräten und sogar 26 Prozent der Internetnutzer sind beim Fernsehen immer online. Die Nutzer haben das Mobile-Web bereits entdeckt, doch viele Unternehmen tun sich noch schwer, ihre Internetstrategie anzupassen. Unternehmen müssen die Marketing- und Vertriebspotenziale des rasant wachsenden mobilen Internets für sich Nutzen, um erfolgreich zu bleiben.

Mobiles Internet heißt per Definition, dass das gesamte Internet oder Teile davon auf einem Mobilgerät zugänglich gemacht werden. Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung eine dreifache Herausforderung: Die Webseiten-Angebote müssen für verschiedene Endgeräte kompatibel sein, müssen auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten werden und relevante Leistungen in den erforderlichen Situationen bieten.

HTML5 kommt

Durch Technologien wie HTML5 und den damit verbundenen Entwicklungen wird die Zukunft eines intelligenten mobilen Internets immer greifbarer. Das Ziel von HTML5 ist es, mit Hilfe von Websites und -Apps eine geräteübergreifende User Experience zu erreichen. Durch die neuen Funktionen, die HTML5 mit sich bringt, wird Bewegtbild- und Audio-Content so selbstverständlich wie Text und Bilder es schon heute sind.

Web of Things

Die größte Herausforderung an ein modernes Web Content Management System besteht darin, Content kundenorientiert, präzise und unter Beach-tung komplexer Analysetools zu verwerten. Wenn vom mobilen Internet die Rede ist, wird es sich zukünftig nicht mehr nur um Smartphones oder Tablet-Computer handeln.

Das Internet Protokoll v6 (IPv6) läutet die nächste Phase des World Wide Web ein. Bisher gab es eine zu geringe Anzahl von verfügbaren IP Adressen, um ein „Web of Things”, also die Vernetzung von Alltagsobjekten zu erreichen. Mit IPv6 erhöht sich die Zahl der Adressen auf bis zu 340 Trillionen. So können immer mehr Objekte und Geräte „smart” werden und ihre eigene IP Adresse besitzen und damit Zugang zum Internet herstellen.

Auto und TV werden mobil

Betriebssysteme wie Apple iOS und Google Android die ursprünglich für Smartphones entwickelt wurden spielen eine zentrale Rolle für die neue Generation des Web-Fernsehens. Hybrid-TV heißt das Zauberwort. Schätzungen zufolge sollen bis 2015 bereits 61 Prozent aller Deutschen ein Hybrid-TV-Gerät ihr Eigen nennen. Diese Geräte verknüpfen die beiden einflussreichsten Medien miteinander: Internet und Fernsehen.

Tizen, das mobile OS-Projekt der Linux Foundation das aus MeeGo entstanden ist, wird immer stärker als Basis für innovative Technologien beim In-Car Entertainment, in Smart-TVs und Set-Top-Boxen genutzt. Autos sind das mobile Endgerät der Zukunft. Trendforscher sehen in der Vernetzung von Autos ein wichtiges Wachstumsfeld. Navigationsgeräte könnten dann das Auto direkt und optimiert zum Ziel leiten, nachdem zuvor online ein Parkplatz reserviert wurde. Nebenbei können die Insassen entspannt online gehen, Videos schauen oder arbeiten.

Industrie verschmilzt mit Digitalbranche

Bereits heute experimentieren Autohersteller und -zulieferer, Softwareentwickler und Telekommunikationsanbieter weltweit mit Technologien, die Autos über das mobile Internet miteinander vernetzen können. Bosch investiert schon heute über eine Milliarde Euro jährlich in das Erforschen und Entwickeln automobiler Digitaltechnik. Um die Technik praxisorientiert zu nutzen, sind aber auch leistungsstärkere Datenverbindungen über neue Mobilfunknetze mit viel größeren Übertragungsraten nötig.

Zukünftig verschmelzen im mobilen Web immer mehr Industrien mit der Digitalbranche, die bislang jeweils nach ihren eigenen Regeln funktioniert haben und zukünftig stärker Hand in Hand greifen werden. Diese Entwicklung bringt uns dem “Web of Things” einen großen Schritt näher.

Unternehmen werden auch immer mehr Apps entwickeln, die auf passen-de Art und Weise auf die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens zugeschnitten sind. Ob Barcode-Scanner, ortsbezogene Features (sogenannte Location-based Services) oder die Integrierung von virtueller Realität (Augmented Reality). Die Möglichkeiten für den Einsatz von Apps sowohl im B2C– aber auch B2B -Bereich sind vielfältig. Man unterscheidet hier in native Apps und Web-Apps:

Web-App

Eine Web-App wird nicht direkt auf dem Endgerät installiert und ist somit nur über eine URL ansteuerbar. Als speziell für Smartphones optimierte, mobile Webseite bzw. Webportal kann sie alle Features moderner Online-Technologien bündeln und liefert Updates, Erweiterungen und Informationen unmittelbar und jederzeit erreichbar. Die Bedienbarkeit gleicht der, einer nativen App.

Native App

Native Apps sind für den Einsatz mit mobilen Endgeräten speziell auf ein Betriebssystem abgestimmt und werden einmalig auf diesem installiert. Diese Apps werden vorwiegend offline genutzt und nur für ein Update oder eine Datenübermittlung kurzzeitig online geschaltet. So sind sie weitgehend unabhängig von fehlendem mobilen Empfang oder einer schleppenden Internetverbindung. Daten, die aktiv genutzt werden, sind auf dem Endgerät lokal hinterlegt und stehen dem Nutzer über die native App jederzeit zur Verfügung.

Im Vergleich zu Web-Apps haben native Apps den Vorteil, dass Hardware-Funktionalitäten, wie Bewegungssensoren, Touch Screens, GPS und Kameras besser in die App integriert werden können. Allerdings müssen Unternehmen dann auch individuelle Apps für jede mobile Plattform entwickeln, auf der sie präsent sein wollen und sie auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Geräten, wie. z.B. Tablets, Smartphone, Smart TV etc. abstimmen. Abhängig von individuellen Anforderungen müssen Unter-nehmen die für Sie geeignete Technologie, egal ob als plattformunabhän-gige HTML5-basierte Webapp (Hybrid App) oder betriebssystemoptimierte native App, finden.

Moderne CMS sind anpassungsfähig

Gute Content Management Systeme sehen die Inhalte getrennt von der Art, wie sie im Web dargestellt werden. Bei CSS wurde diese Trennung früher dazu genutzt, um unterschiedliche Medientypen oder Seitenlayouts desselben Inhalts zu erzeugen, und somit die Formatierung für Online Display oder Druck zu optimieren. Moderne CMS unterstützen Responsive Web Design und können außerdem die “Media Queries” Funktion von CSS3 nutzen. Diese macht es möglich, die Bildschirmgröße der Geräte, mit denen Kunden auf eine Internetseite zugreifen, herauszubekommen.
Bei älteren Browsern kann es nötig sein, hierfür ein JavaScript (modernizer.js) einzubinden. Es können Stylesheets verwendet werden, die genau auf die verschiedensten Geräte angepasst sind. Bildinhalte werden für Desktops mit größerem Bildschirm in höherer Auflösung dargestellt, wäh-rend die gleichen Bilder für mobilen Devices automatisch kleiner ausge-geben werden.

Unsere Tipps für ein erfolgreiches Content-Management im mobilen Internet:

Ist-Analyse durchführen

Finden Sie heraus wie und wozu Ihre Zielgruppen das mobile Internet nutzen, beispielsweise durch eine Webanalyse. So finden Sie heraus, wie viele Nutzer aktuell von Mobilgeräten auf Ihre Internetseite zugreifen und welche Inhalte sie bevorzugen.

Lesbarkeit sicherstellen

Nach einer ersten Analyse entscheiden Sie, an welchen Stellen der Webseite Sie optimieren, um eine bessere Lesbarkeit herzustellen. Sorgen Sie dafür, dass zunächst einmal die wichtigsten Kontaktdaten wie Adresse und Telefonnummer zugänglich sind. Beachten Sie, dass die Telefonnummer anklickbar ist.

Mobil machen

Die eigene App, eine Mobilversion oder die Webseite in Responsive Design – diese Optionen gibt es. Eine App sollte nur realisiert werden, wenn Sie praktischen Nutzwert bietet. Doch eine App allein reicht nicht: Sie sollten Ihre Website auf jeden Fall für Mobilnutzer zugänglich machen. Entweder Sie leiten alle Mobilnutzer auf eine Mobilseite weiter oder Sie setzen auf „Responsive Webdesign“. Hier wird das Webseitenlayout dynamisch an die Displaygröße angepasst, wodurch auf jedem Device optimale Lesbarkeit ermöglicht wird.

Newsletter anpassen

E-Mails sind, ebenso wie im stationären Netz, der meistgenutzte Dienst auf mobilen Endgeräten. Gestalten Sie einzelne Komponenten Ihrer E-Mail so, dass sie beim Öffnen über das Smartphone weniger Content anzeigen. Verzichten Sie auf Zweispaltigkeit in Ihren E-Mails und gestalten Sie den Pre-Header so, dass er die wichtigsten Inhalte der Mail zusammenfasst.

QR-Codes nutzen

Wer mobil online ist nutzt oftmals auch den Zugang über QR-Codes. Bauen Sie die kleinen quadratischen Informationsträger in Ihre Marketingstrategie ein. Egal ob auf dem Bierdeckel, auf Postarten oder Postern: ein QR-Code ist schnell erstellt und sollte auf eine mobiloptimierte Landingpage verlinken.

Wurstfinger-Effekt vorbeugen

Im mobilen Netz ist jeder zweite Klick unbeabsichtigt. Der sogenannte Wurstfinger-Effekt zeigt: je kleiner das Klickfeld, desto schwerer ist es, dieses mit dem Finger zu treffen. Sorgen Sie für Klickfreundlichkeit in Ihrem Mobilauftritt. Links sollten groß und Bilder immer verlinkt sein. Schaffen Sie Freiräume rund um die Links, um dem Wurstfinger-Effekt vorzubeugen.

Leistungsfähig bleiben

Für den Internetzugang steht eine ständig wachsende Auswahl an Geräten zur Verfügung, auf die Internetseiten angepasst werden. Responsive Web Design sorgt dabei für eine stimmige Formatierung. In Kombination mit einem leistungsfähigen CMS können Unternehmen individueller auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren und maßgeschneiderte Inhalte für die mobilen Nutzer liefern.

 

Hans-Jürgen Even

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