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Traditioneller Neujahrsempfang des Privatbankhauses Delbrück Bethmann Maffei

„Nachhaltig Gutes tun – in der Nähe und in der Ferne, mit gebündelten Kräften“, so umriss Gastgeber Matthias Wesseling, Leiter der Kölner Niederlassung des Privatbankhauses Delbrück Bethmann Maffei, in seiner Begrüßungsansprache nach dem Empfang das Thema des Abends.

„Nachhaltig Gutes tun – in der Nähe und in der Ferne, mit gebündelten Kräften“, so umriss Gastgeber Matthias Wesseling, Leiter der Kölner Niederlassung des Privatbankhauses Delbrück Bethmann Maffei, in seiner Begrüßungsansprache nach dem Empfang das Thema des Abends.

Soziales Engagement als Ehrenamt, Stiftung oder Spende gewinnt zunehmend an Bedeutung, wie Wesseling hervorhob.

Nachhaltigkeit, Vertrauen, Kontinuität, sind für die Privatbank entscheidende Werte, betonte Stephan Isenberg, Vorstandsmitglied von Delbrück Bethmann Maffei, in einem Grußwort. Als Teil des weltweiten Private Banking Netzes der ABN AMRO, dem niederländischen Finanzinstitut mit 30.000 Mitarbeitern in 28 Ländern, blickt Delbrück Bethmann Maffei zurück auf eine fast 300jährige Firmengeschichte. Solide, bodenständig und profitabel hat sich die Bank ihren Kunden gegenüber bewährt.

Gastredner Dipl.-Ing. Stefan Knüppel, Vorstand Opportunity International, hielt anschließend einen ebenso bewegenden wie informativen Vortrag zum Thema Mikrofinanzierung. Inspiriert durch den Friedensnobelpreisträger 2006, Professor Muhammad Yunus, wurde die Organisation von David Bussau gegründet, der auf einer Reise ein Schlüsselerlebnis hatte: Er lieh einem Schuhputzer 30 Dollar für die Anschaffung eines eigenen Schuhkastens, das dieser bei seinem nächsten Besuch, einige Monate später, wieder zurückzahlte. Heute widmet sich Opportunity International in 25 Ländern „etwa 1,9 Mio. Menschen ohne Geld, die keinen Zugang zu Kapital, aber einen Bedarf danach haben, sogenannten „Unbankables“. Milliarden Menschen haben kaum mehr als einen Dollar am Tag“, hob Stefan Knüppel hervor. „Die Organisation ermöglicht es Ihnen, eine lebenserhaltende Operation durchführen zu lassen oder sich – zum Beispiel mit einem Startkapital von durchschnittlich 183 € – selbständig zu machen. 85% dieser Kleinkreditnehmer sind Frauen, die offenbar ein besonderes Talent dafür haben, die Geschäfte in die Hand zu nehmen, sie voranzutreiben und der ganzen Familie eine neue Perspektive zu verleihen. Individualkredite werden häufig mit Gruppenhaftung vergeben – wenn die Unternehmensidee des einzelnen scheitert, haftet die Gruppe. Das Vertrauen untereinander spielt hier eine wesentliche Rolle und wird nur selten enttäuscht: Die Rückzahlquote der Kreditnehmer liegt bei nahezu 100%, was für die „Kraft der Veränderung“ spricht! Opportunity International ist ein erfolgreiches Geschäftsmodell, das sich in erster Linie durch Spenden und Fremdkapital finanziert.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, souverän moderiert von Anné Schwarzkopf, stellten auch Prof. Georg Quander, Vorstand Stiftung Stadtgedächtnis, und Oliver Leki, Vorstand Stiftung 1. FC Köln, ihre Modelle vor. Der FC Köln ist, wie Oliver Leki hervorhob, eine „Heimat für 50.000 Mitglieder, und daraus ergibt sich eine große Verantwortung für die sozial Schwächeren“. In Kooperation mit der Caritas und den Domspatzen und unterstützt von Delbrück Bethmann Maffei, konzentriert sich die Stiftung darauf, Kindern und Jugendlichen eine Orientierung und Hilfestellung zu geben, um sie aus Missständen zu befreien. Zurzeit widmet die Stiftung sich insbesondere dem Projekt „1:0 für deinen Ausbildungsplatz!“. Hierfür wurden in den letzten vier Monaten allein 1.500 Gespräche geführt und etwa 80 Ausbildungsplätze vermittelt.

Die Stiftung Stadtgedächtnis existiert, wie Professor Quander ausführte, seit Juni 2010 und widmet sich der Restaurierung und Digitalisierung des im März 2009 eingestürzten, 30.000 Regalmeter langen Kölner Stadtarchivs. 1.200 Jahre Kölner Stadtgeschichte – auf Papyros, Papier oder in digitalisierter Form gespeicherte wissenschaftliche, literarische, künstlerische und familiäre Dokumente – gilt es wiederherzustellen. 6.300 Mannjahre (das ist die Zeit, die ein Mann allein brauchen würde) wurden hierfür veranschlagt, also eine Generationen übergreifende Aufgabe, deren Realisierung etwa 500 Mio. € kosten wird. Für die Akquise des notwendigen Kapitals sind geschickte Marketing- und Fundraising-Strategien gefragt, durch die – mit Unterstützung aus der ganzen Welt – bereits 7,5 Mio. € eingenommen werden konnten.

Einen allgemeinen Einblick in das Thema Stiftungen gab schließlich Manuela McKensie, Stiftungsexpertin bei Delbrück Bethmann Maffei. Jede Stiftung benötigt, wie McKensie ausführte, eine Satzung und kann mit einem Finanzvolumen von mindestens 50.000 bis 100.000 € starten. Für den langfristigen Stiftungserfolg müssten jedoch erheblich höhere Mittel veranschlagt werden.

Über 17.000 Stiftungen gibt es in Deutschland und sechs Mrd. € fließen jährlich in wohltätige Zwecke. 2009 wurde mehr gestiftet als jemals zuvor, und der Trend hält an. Allerdings werden die potentiellen Stifter zunehmend kritisch, denn eine Stiftung erfordert ein hohes Maß an Engagement, und manchmal ist es besser zu spenden!

Beim anschließenden geselligen Zusammensein bei Fingerfood und kühlen Drinks hatten auch die Gäste des Neujahrsempfangs, angeregt und auch emotional berührt durch die Vorträge der Referenten, noch sehr viel Gesprächsstoff.

Quelle: pr cologne

 

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